Schlagwort: Ghana

Agbobloshie, früher ein blühender Küstenstreifen entlang des Atlantiks, ist zur Müllhalde für europäischen Elektroschrott geworden. Beißende Rauchschwaden verpesten die Luft und, nach Greenpeace Experten, ist der Boden verseucht und das Trinkwasser vergiftet, zum großen Schaden der Menschen, besonders derer, die dort ihr Leben fristen. Allein in der EU gibt es jährlich etwa 8,7 Millionen Tonnen Elektromüll; viel davon wird unfachgemäß entsorgt. Der Computerhersteller Dell stellt sich gegen den Export von defekten Geräten in Entwicklungsländer und veranlasst die Kontrolle von 25 Recycling Firmen weltweit.

Die Regierung hat die internationale Gemeinschaft um Hilfe gebeten, um 350.000 Menschen zu versorgen, die durch Überschwemmungen obdachlos geworden sind. 55 sind in den Fluten umgekommen.

China wird Ghana einen Kredit über 66 Millionen Dollar für Entwicklungsprojekte gewähren.

Es gibt ein Hals an Kopf Rennen zwischen den beiden Präsidentschaftskandidaten, während die Stimmen der meist friedlich verlaufenen Wahl gezählt werden. Beobachter sprachen von hoher Wahlbeteiligung und begrüßen den Urnengang als leuchtendes Beispiel demokratischen Handelns in Afrika.

Die Nachricht, dass vor Ghanas Küste nicht weit von der Stadt Axim Öl gefunden wurde, hat eine Welle von Optimismus ausgelöst, besonders am Wahlwochenende. Alle hoffen auf eine Verbesserung von Straßen, Schulen und Krankenhäusern und ersehnen ein Ende ihrer Armut.

Die Regierung hat den Luxusjet des Präsidenten, den sein Vorgänger Rawlings für 16 Million Dollar gekauft hat, an China weiter verkauft als Anzahlung für vier Kampfflugzeuge und einen Flugsimulator.

Auf der Festung Elmina, die 1492 von Portugiesen gebaut und später zum Zentrum des Sklavenhandels wurde, fand eine Gedenkfeier der Abschaffung des Sklavenhandel 1807 statt, die auch auf eine Riesenleinwand auf dem Trafalgarsquare in London übertragen wurde. Der englisch Premierminister Tony Blair bezeichnete den Sklavenhandel als eines der schändlichsten Ereignisse der Geschichte und forderte, alle modernen Formen von Sklaverei zu bekämpfen. Die Kirche von England hat sich für ihre Rolle beim Sklavenhandel entschuldigt.

Regierung und Opposition hatten Montag, kurz nach dem 54. Jahrestag der Unabhängigkeit, als Tag des Dankes für die Einheit ihres Landes erklärt. Mehrere Stunden waren nationalem Gebet gewidmet. Politische Rivalen hatten Gelegenheit, sich ohne aggressive Rhetorik auszutauschen. Zum ersten Mal trafen sich Präsident Mills und sein Vorgänger zu einem Gespräch und reichte der Oppositionsführer der NPP dem Präsidenten die Hand. Die Medien nutzten die Gelegenheit, Ghana als friedliches, stabiles Land inmitten der Probleme mancher Nachbarländer darzustellen.

Die Gesundheitsminister von elf Ländern planen, wie sie die Ebola Epidemie in den Griff bekommen können, die unter den bis jetzt bekannten 763 Infizierten 468 Todesopfer gefordert hat. Angefangen hat der bisher schlimmste Ausbruch in der Geschichte in Guinea und sprang über nach Liberia und Sierra Leone. Gesundheitsvertreter aus Elfenbeinküste, DR Kongo, Gambia, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal und Uganda wollen durch gezielte Zusammenarbeit das Virus ausrotten, bevor es weiter um sich greift.

Seitdem die private Energie Firma ABES die ersten lokalen Kollektoren auf den Markt brachte, sollte die chronische Stromknappheit bald ein Ende haben. Bis jetzt hat sich Ghana auf Wasserkraft und Petroleum verlassen. Solarpanels bilden nun eine erschwingliche, umweltfreundliche Alternative.

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