Schlagwort: Ghana

Ghana – Ghana gilt als Afrikas Musterdemokratie; alle bisherigen Präsidenten absolvierten zwei Amtszeiten und übergaben das Amt verfassungsgemäß. Diesmal könnte es kritisch werden. Amtsinhaber Mahama ist volksnah, hat Fortschritte im Bildungs – und Gesundheitswesen gebracht und Straßen gebaut. Aber die anhaltende Wirtschaftskrise, besonders die vielen Stromausfälle, verbreiteten Unmut in der Bevölkerung und könnten seinem stärksten Gegner Nana Akufo-Addo von der Neuen Patriotischen Partei (NPP) eine Chance geben. Es wird keine Personenwahl geben. Gewinnen wird, wer die Wirtschaft auf Vordermann bringt.

Ghana – In Tansania von ghanaischen Eltern geboren, erhielt David Adjaye seine Ausbildung auf mehreren Kontinenten, besonders in London. Der Einfluss zeitgenössischer Kunst, Musik, Wissenschaft und Technik sowie die Familiarität mit afrikanischer Kunst geben ihm eine geniale Handhabung von Material und Licht. Heute ist er einer der angesehensten Architekten. In seinen Büros in London und New York entstanden Pläne für das Oslo Nobel Friedenszentrum, die Moscow School of Management in Skolkovo und berühmte Projekte weltweit. Vor zwei Monaten eröffnete Barack Obama den Neubau für das von David Adjaye realisierte Nationale Museum für Afroamerikanische Geschichte und Kultur (NMAAHC) in Washington D.C. In bahnbrechender Weise wird dort die 400 jährige afro-amerikanische Geschichte und Reise, angefangen vom ersten Sklavenschiff aus Afrika, einfühlsam dargestellt.

Ghana – Großflächige Abholzung, die Energiekrise und Degradierung des Ackerbodens haben viele Menschen ihrer Lebensgrundlage beraubt. Die ganzjährige Produktion von Bambuskohle soll Boden und Natur zur Regenerierung helfen. Bambus ist reichlich vorhanden, wächst extrem schnell – 90 cm am Tag – , kann emissionsarm karbonisiert werden und brennt heiß, lange und sauber. Weitere Entwicklungsstufen sind, laut der Initiatoren des Projekts, eine ökologische Plantage, eine Biogasanlage und ein „grünes Innovationszentrum“.

Ghana – Die Kath. Bischofskonferenz und der Christian Council of Ghana appellieren an die Bürger, nicht auszuwandern. „Europa und andere Länder garantieren nicht automatisch Wohlstand und Vergnügen“. Zu viele Menschen würden in der Sahara verdursten oder im Mittelmeer ertrinken. Die Kirchenführer bitten auch die afrikanischen Staaten, ein soziales Umfeld zu gestalten, in dem es Arbeitsmöglichkeiten für die Jugendlichen gibt. Diese sollen bleiben und durch harte Arbeit ihr Land aufbauen und ihren Lebensunterhalt verdienen. Schon vor einiger Zeit haben gerade Jugendgruppen in Straßentheater die Bürger über die Gefahren und Tragödien der Migration aufzuklären versucht.

Ghana – Obwohl Kinderhandel in Ghana strafbar ist, werden immer noch Jungens von ihren Eltern verkauft und früh zu schwerer Arbeit gezwungen, oft unter Lebensgefahr. Ein Arbeitstag auf See und beim Netze einziehen kann 17 Stunden dauern. Die Master können die Kindersklaven auch weiterverkaufen und zwangsverheiraten. Laut der NGO „Challenging Heights“ arbeiten 10,000 Kinder in der Fischerei. Der Gründer der Organisation, selbst Überlebender der Sklaverei, versucht, die Kinder an ihre Eltern zurückzubringen, ihnen eine Schulbildung zu ermöglichen, die Familien zu stärken und den ganzen Kinderhandel zu beenden.

Ghana – Ghanas Oppositionspartei NDP hat auf ihrem Kongress am Wochenende Nana Konadu Agyeman Rawlings, Frau des Ex-Präsidenten Jerry John Rawlings, als ihre Kandidatin für die November Wahlen vorgeschlagen und, nach Zustimmung ihres Mannes, bestätigt. Ihre Beliebtheit könnte dem jetzigen Präsidenten John Dramani Mahama zu schaffen machen. Ihr Engagement für Frauen und ihre reiche politische Erfahrung werden geschätzt. Auch traut man ihr einen Wahlkampf zu, bei dem es um wichtige Belange des Landes statt um persönliche Attacken geht.

Ghana – Bei seiner Rede an die Nation am 59. Jahrestag der Unabhängigkeit hat Präsident Mahama zwei Ankündigungen mit beachtlichen Folgen für die Auslandsbeziehungen gemacht. Das englischsprachige Ghana, das von frankophonen Ländern umgeben ist, will sich aus strategischen Gründen, um einen verbesserten Umgang mit der französischen Sprache bemühen. Als zweites sollen von Juli an alle Bürger der anderen 53 AU Staaten Visa bei der Ankunft in Ghana erhalten und 30 Tage bleiben dürfen. Präsident Mahama hofft, auf diese Weise Flugreisen, Handel, Investitionen und Tourismus anzukurbeln.

Ghana – Es ist „leicht wie Plastik“ und „stark wie Stahl“, das Fahrrad, dessen Rahmen bis zu 99% aus Bambus besteht. Dazu federt es „teppichartig“ Erschütterungen ab. In Nachhaltigkeit ist es unschlagbar, denn Bambus wächst schnell und überall in Ghana. Es gibt bereits Mountain-Bikes, City-, Cargo- und Rennräder und auch Schablonen zum Selberbasteln. Bambusräder laufen schon in Sambia, Kongo, Katar, Indien und den Philippinen. Die größten Liebhaber jedoch hat das Bamboosero in den USA und Europa; Einheimische ziehen billige Importe oder Gebrauchträder vor, denn 56 Stunden Handarbeit haben ihren Preis.

Ghana – Betroffen von der abwertenden Behandlung, die Behinderte in ihrem Land erfahren – auch ihre Großmutter litt unter einer von Lepra verursachten Verstümmelung – gründete die 21-jährige Studentin Mabel Suglo, zusammen mit zwei Freundinnen, eine Firma, die Behinderten Arbeit, Einkommen und Würde geben soll. EcoShoes produziert von alten Reifen und Textilresten Schuhe, Taschen und andere Accessoires von ausgesuchter Schönheit. Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten Seite an Seite; Mabel liefert Designs und übernimmt das Management. Sie ist Trägerin des Anzisha Preises 2015.

Ghana – Der Bus ist unweit von Kintampo mit einem Lebensmitteltransporter frontal zusammengestoßen. Beide Fahrzeuge sollen, nach Augenzeugenberichten, zu schnell gefahren sein. Dazu soll der Bus noch Bremsprobleme gehabt haben. Es ist eines der schlimmsten Busunglücke in Jahrzehnten.

Länder