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Dschibuti, mit nur etwa einer Million Einwohner, widrigen Klimabedingungen und kaum natürlichen Ressourcen, ist das kleinste Land Afrikas, wird aber wegen seiner strategischen Lage an der Einfahrt zum Roten Meer das „Drehkreuz“ Afrikas genannt. Jeder vierte Öltanker und mehr als 10% des gesamten Welthandels passieren das Land, das auch Umschlagplatz für die Nachbarländer ist. Wichtiger noch ist, dass sich die Großmächte: USA, China, Frankreich, Japan und Italien mit ihren Kasernen dort sehr nahe kommen. Für China ist es die einzige ausländische Militärbasis. Diese Woche wählt das Land ein neues Parlament; das internationale Militär hofft, dass der Langzeitpräsident Ismail Omar Guelleh an der Macht bleibt, weil er sich aus regionalen Konflikten raushält und so das Land als militärischen Partner attraktiv macht.

In der Hauptstadt Dschibutis starben, nach Gewalttaten zwischen den ethnischen Gruppen der Afar und der Isse, mehrere Menschen. Nach Zeugenberichten brach die Gewalt im Bezirk Warabaley begann, wo Häuser von Issa in Brand gesteckt wurden. Des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Dschibuti liegt bei etwa 3.500 US-Dollar (höher als in weiten Teilen Afrikas südlich der Sahara); es leben jedoch rund 20% der Bevölkerung in extremer Armut und 26 % sind arbeitslos.

Präsident Omar Guellehs hat, in Anwesenheit zahlreicher Würdenträger, darunter Kenias Präsident Uhuru Kenyatta, Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed, Präsident Muse Biihi von Somaliland, der somalische Premierminister Mohamed Roble und Édouard Ngirente, der ruandische Premierminister, seine fünfte reguläre Amtszeit begonnen. Im April hatte der 73-Jährige mit 97,44 % die Wahlen gewonnen. Er regiert eines des kleinsten Länder Afrikas, aber mit der afrikaweit größten Ansammlung fremder Militärbasen. Seit der Unabhängigkeit von Frankreich (1977) ist er der zweite Präsident von Dschibuti

Fast 8000 km schlängelt sich die “Mauer“ quer durch Afrika, von Senegal im Westen bis Dschibuti im Osten.  Der etwa 15 km breite Gürtel von Bäumen, Sträuchern und Kulturpflanzen soll verhindern, dass sich die Sahara mit ihrer Trockenheit und Hitze noch weiter über Afrika ausbreitet. Die Initiative ist schon Jahrzehnte alt und hat, besonders unter der Leitung der AU, manche Teilerfolge erzielt, besonders in Senegal, Nigeria und Äthiopien. Doch bewaffnete Konflikte, Terror und Geldmangel stoppten die Arbeit immer wieder. Auf der „One Planet Summit“ im Januar in Paris gaben die Teilnehmer die Zusage, fast 12 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Bis 2030 soll das Projekt fertig sein, das neben der Wüsteneindämmung auch das Klima verbessern und Millionen Menschen Arbeit und Einkommen geben soll.

Sengi, Elephant-shrew, Elefantenspitzmaus oder Rüsselspringer genannt, das Säugetier so klein wie eine Maus und verwandt mit Erdferkeln, Elefanten und Seekühen wurde nach 50 Jahren wiederentdeckt. Eine wissenschaftliche Expedition wiederentdeckt das Tier in der Region Assamo in Dschibuti und es posierte sogar für Fotos. Sengis haben ausgeprägte rüsselartige Nasen; sie ernähren sich von Insekten, Spinnen und Würmern und mit ihren langen Beinen sind sie gute Springer und Sprinter.

Dschibuti – Zwei Migranten-Boote kenterten vorgestern nur 30 Minuten nachdem sie in Godoria in schwere See gestochen waren. In einem befanden sich 130 Personen; die Zahl im andern Boot ist nicht bekannt. Inzwischen konnten 16 Menschen lebend geborgen werden. 52 Leichen wurden aus dem Meer gezogen. Die Bergung geht weiter. Dschibuti wird immer öfter zu einem Durchgangspunkt für Migranten, die auf der Arabischen Halbinsel Arbeit und ein besseres Leben suchen. An der engsten Stelle ist das Rote Meer nur 30 km breit, doch die Überfahrt ist oft gefährlich.

Dschibuti – Man weiß nicht wie viele Schiffe und Truppen unterwegs sind und wann sie ankommen, aber sie sollen in Djibouti eine Basis eröffnen, die hauptsächlich für Friedenssicherung und humanitäre Hilfe in Afrika und dem westlichen Asien gedacht ist. Auch militärische Kooperation, Seemanöver und Rettungsmissionen seien, laut Xinhua, eingeschlossen. China hat in den letzten Jahren unendlich viel in Afrika investiert und sein Militär rapide modernisiert.

Dschibuti – In Folge des Boykotts durch die Nachbarstaaten hat Katar seine 450 Soldaten aus einem umstrittenen Grenzgebiet mit Eritrea zurückgezogen. Dass die eritreische Armee daraufhin die Zone besetzte, hat zu großen Spannungen geführt. Die Militärbasen Frankreichs, der USA, Chinas, Japans und Saudi Arabiens in Dschibuti sind von großer strategischer Bedeutung im Kampf gegen den IS.

Dschibuti – Es ist Guellehs vierte Amtszeit in dem strategisch wichtigen afrikanischen Kleinstaat am Eingang zum Roten Meer, wo die USA, Frankreich, China und Japan ihre militärischen Stützpunkte haben, von wo aus sie in Jemen, Arabien und am Horn von Afrika operieren und die vielbefahrene See Route zum Suez Kanal kontrollieren. Die AU hat die Wahl am Sonntag als „frei und glaubwürdig“ bezeichnet. Guelleh hatte die Amtszeit-Begrenzung schon 2010 abgeschafft. Die von ihm in die Wege geleiteten Infrastrukturprojekte – Bau eines neuen Hafens und einer Bahnlinie nach Äthiopien – geben ihm Ansehen, doch vier Fünftel seines Volkes leben unter der Armutsgrenze. Die internationale Kritik fällt verhältnismäßig mild aus.

Dschibuti – Djibuti ist wegen seiner günstigen geographischen Lage am Horn von Afrika bereits Marinebasis für westliche Mächte, darunter Frankreich und die USA. Nun hat auch China Interesse angemeldet. Bei dem militärischen Umbau solle Heer, Marine, Luftwaffe und Raketenabwehr unter ein Kommando gestellt werden. Und für die Versorgung der chinesischen Flotte im Golf von Aden hat China bereits einen 10-Jahres-Vertrag für einen Stützpunkt mit Djibuti unterzeichnet. Dies ist der erste Auslandsstützpunkt; weitere sollen in Afrika folgen.

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