Schlagwort: Dschibuti

Fast 8000 km schlängelt sich die “Mauer“ quer durch Afrika, von Senegal im Westen bis Dschibuti im Osten.  Der etwa 15 km breite Gürtel von Bäumen, Sträuchern und Kulturpflanzen soll verhindern, dass sich die Sahara mit ihrer Trockenheit und Hitze noch weiter über Afrika ausbreitet. Die Initiative ist schon Jahrzehnte alt und hat, besonders unter der Leitung der AU, manche Teilerfolge erzielt, besonders in Senegal, Nigeria und Äthiopien. Doch bewaffnete Konflikte, Terror und Geldmangel stoppten die Arbeit immer wieder. Auf der „One Planet Summit“ im Januar in Paris gaben die Teilnehmer die Zusage, fast 12 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Bis 2030 soll das Projekt fertig sein, das neben der Wüsteneindämmung auch das Klima verbessern und Millionen Menschen Arbeit und Einkommen geben soll.

Sengi, Elephant-shrew, Elefantenspitzmaus oder Rüsselspringer genannt, das Säugetier so klein wie eine Maus und verwandt mit Erdferkeln, Elefanten und Seekühen wurde nach 50 Jahren wiederentdeckt. Eine wissenschaftliche Expedition wiederentdeckt das Tier in der Region Assamo in Dschibuti und es posierte sogar für Fotos. Sengis haben ausgeprägte rüsselartige Nasen; sie ernähren sich von Insekten, Spinnen und Würmern und mit ihren langen Beinen sind sie gute Springer und Sprinter.

Dschibuti – Zwei Migranten-Boote kenterten vorgestern nur 30 Minuten nachdem sie in Godoria in schwere See gestochen waren. In einem befanden sich 130 Personen; die Zahl im andern Boot ist nicht bekannt. Inzwischen konnten 16 Menschen lebend geborgen werden. 52 Leichen wurden aus dem Meer gezogen. Die Bergung geht weiter. Dschibuti wird immer öfter zu einem Durchgangspunkt für Migranten, die auf der Arabischen Halbinsel Arbeit und ein besseres Leben suchen. An der engsten Stelle ist das Rote Meer nur 30 km breit, doch die Überfahrt ist oft gefährlich.

Dschibuti – Man weiß nicht wie viele Schiffe und Truppen unterwegs sind und wann sie ankommen, aber sie sollen in Djibouti eine Basis eröffnen, die hauptsächlich für Friedenssicherung und humanitäre Hilfe in Afrika und dem westlichen Asien gedacht ist. Auch militärische Kooperation, Seemanöver und Rettungsmissionen seien, laut Xinhua, eingeschlossen. China hat in den letzten Jahren unendlich viel in Afrika investiert und sein Militär rapide modernisiert.

Dschibuti – In Folge des Boykotts durch die Nachbarstaaten hat Katar seine 450 Soldaten aus einem umstrittenen Grenzgebiet mit Eritrea zurückgezogen. Dass die eritreische Armee daraufhin die Zone besetzte, hat zu großen Spannungen geführt. Die Militärbasen Frankreichs, der USA, Chinas, Japans und Saudi Arabiens in Dschibuti sind von großer strategischer Bedeutung im Kampf gegen den IS.

Dschibuti – Es ist Guellehs vierte Amtszeit in dem strategisch wichtigen afrikanischen Kleinstaat am Eingang zum Roten Meer, wo die USA, Frankreich, China und Japan ihre militärischen Stützpunkte haben, von wo aus sie in Jemen, Arabien und am Horn von Afrika operieren und die vielbefahrene See Route zum Suez Kanal kontrollieren. Die AU hat die Wahl am Sonntag als „frei und glaubwürdig“ bezeichnet. Guelleh hatte die Amtszeit-Begrenzung schon 2010 abgeschafft. Die von ihm in die Wege geleiteten Infrastrukturprojekte – Bau eines neuen Hafens und einer Bahnlinie nach Äthiopien – geben ihm Ansehen, doch vier Fünftel seines Volkes leben unter der Armutsgrenze. Die internationale Kritik fällt verhältnismäßig mild aus.

Dschibuti – Djibuti ist wegen seiner günstigen geographischen Lage am Horn von Afrika bereits Marinebasis für westliche Mächte, darunter Frankreich und die USA. Nun hat auch China Interesse angemeldet. Bei dem militärischen Umbau solle Heer, Marine, Luftwaffe und Raketenabwehr unter ein Kommando gestellt werden. Und für die Versorgung der chinesischen Flotte im Golf von Aden hat China bereits einen 10-Jahres-Vertrag für einen Stützpunkt mit Djibuti unterzeichnet. Dies ist der erste Auslandsstützpunkt; weitere sollen in Afrika folgen.

Dschibuti – Im Beisein der beiden Staatschefs von Djibouti und Äthiopien wird diese Woche das letzte Stück Gleis in Angriff genommen, so dass von Oktober an der regelmäßige Eisenbahnverkehr zwischen Djibouti und Addis Abeba aufgenommen werden kann, meist für den Gütertransport. Statt zwei Tage im LKW auf der Straße, braucht die Bahn zehn Stunden für die 752 km Strecke. Äthiopien erhält so Zugang zum Hafen und Djibouti zu dem 95 Mio. Einwohner zählenden Markt im Binnenland. Die Planer träumen, in Friedenzeiten die Linie weiter durch den Südsudan, Zentralafrika nach Kamerun zu bauen, eine Verbindung vom Roten Meer zum Atlantik. Und Djibouti mit seiner sich schnell entwickelnden Infrastruktur sieht sich schon als Wirtschaftszentrum Ostafrikas.

Dschibuti – Das kleine Land am Roten Meer ist strategisch und wirtschaftlich für Äthiopien unverzichtbar, der einzige Zugang zum Meer. Der Land Transport nach Addis Abeba erfolgt durch LKW bis zur Fertigstellung der neuen Eisenbahn in 2016. Dazu bietet Dschibuti auch etwa 50.000 Äthiopiern Heimat. Die ersten kamen als Flüchtlinge vor dem kommunistischen Derg-Regime. Jetzt geht es meist um fair bezahlte Arbeit – „Sira“ in amharisch. Die Äthiopier haben sich in Gemeindezentren mit eigenen Restaurants organisiert, leider oft ohne Papiere.

Bei dem Selbstmordanschlag am Wochenende auf ein beliebtes Restaurant hatte es die al-Shabaab-Miliz auf „westliche Kreuzfahrer“ abgesehen. Es gab drei Tote und mehrere Verletzte, darunter auch drei deutsche Mitglieder einer EU-Mission. Letztere wurden von einer fliegenden Krankenstation nach Berlin geholt. Dschibuti ist ein Ausgangspunkt für den Einsatz gegen die Piraterie am Horn von Afrika und gegen die somalische al-Shabaab. Im November hat der UNO-Sicherheitsrat einer Truppenaufstockung von 4400 auf 22,100 zugestimmt, um Dschibuti und andere ostafrikanische Staaten zum eigenen Schutz zu befähigen.

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