Schlagwort: Dschibuti

Ismael Omar Guelleh ist mit 79% für eine dritte Amtszeit gewählt worden. Der Oppositionelle Mohammed Warsama Ragueh erreichte 21%. Rund 69 % der 150 000 Wahlberichtigten gaben ihre Stimme ab. Im Land gibt es die einzige amerikanische Militärbasis auf dem Kontinent; von dort werden internationale Einsätze gegen die Piraten aus Somalia geflogen.

Schon im Januar fingen die Proteste gegen eine dritte Amtszeit von Präsident Guelleh an. Nach dem Freitagsgebet soll es eine große Demonstration geben, in der die Menschen „Freiheit, Demokratie und Würde“ verlangen. Die Opposition warnt den Präsidenten, der das Vertrauen der nationalen Polizei verloren hat, gegen den Einsatz von somalischen Einheiten, die seit Beginn der Proteste in Djibouti City ausgebildet werden. Unruhen im strategisch am Eingang des Roten Meeres gelegenen Land, das Militär Stützpunkte der USA und Frankreichs beherbergt, könnte den Kampf gegen Piraterie und Terror erschweren.

Bei den Präsidentschaftswahlen in Dschibuti ist Ismail Omar Guelleh als einziger Kandidat mit 100% der Stimmen gewählt worden, nachdem die Opposition die Wahlen boykottiert hatte. Mit 78,% war die Wahlbeteiligung unerwartet hoch.

69 Menschen ertranken, als ein Schiff mit 200 Passagieren an der Küste von Dschibuti kenterte.

Großbritannien warnt, dass nach den Anschlägen Ende Mai neue Angriffe auf westliche Einrichtungen, wie die Militärstützpunkte von Frankreich und den USA, folgen könnten. Auch werden Bürger in mehreren ostafrikanischen Ländern, wie Äthiopien, Kenia und Uganda, die Truppen in Somalia haben, zur Vorsicht gemahnt, besonders bei den in Bars und Restaurants organisierten „Public Viewings“ der Weltmeisterschaftsspiele. Bei der WM vor vier Jahren kamen in Kampala durch Bombenanschläge 76 Menschen ums Leben.

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