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Dschibuti – Im Beisein der beiden Staatschefs von Djibouti und Äthiopien wird diese Woche das letzte Stück Gleis in Angriff genommen, so dass von Oktober an der regelmäßige Eisenbahnverkehr zwischen Djibouti und Addis Abeba aufgenommen werden kann, meist für den Gütertransport. Statt zwei Tage im LKW auf der Straße, braucht die Bahn zehn Stunden für die 752 km Strecke. Äthiopien erhält so Zugang zum Hafen und Djibouti zu dem 95 Mio. Einwohner zählenden Markt im Binnenland. Die Planer träumen, in Friedenzeiten die Linie weiter durch den Südsudan, Zentralafrika nach Kamerun zu bauen, eine Verbindung vom Roten Meer zum Atlantik. Und Djibouti mit seiner sich schnell entwickelnden Infrastruktur sieht sich schon als Wirtschaftszentrum Ostafrikas.

Dschibuti – Das kleine Land am Roten Meer ist strategisch und wirtschaftlich für Äthiopien unverzichtbar, der einzige Zugang zum Meer. Der Land Transport nach Addis Abeba erfolgt durch LKW bis zur Fertigstellung der neuen Eisenbahn in 2016. Dazu bietet Dschibuti auch etwa 50.000 Äthiopiern Heimat. Die ersten kamen als Flüchtlinge vor dem kommunistischen Derg-Regime. Jetzt geht es meist um fair bezahlte Arbeit – „Sira“ in amharisch. Die Äthiopier haben sich in Gemeindezentren mit eigenen Restaurants organisiert, leider oft ohne Papiere.

Bei den Präsidentschaftswahlen in Dschibuti ist Ismail Omar Guelleh als einziger Kandidat mit 100% der Stimmen gewählt worden, nachdem die Opposition die Wahlen boykottiert hatte. Mit 78,% war die Wahlbeteiligung unerwartet hoch.

69 Menschen ertranken, als ein Schiff mit 200 Passagieren an der Küste von Dschibuti kenterte.

Großbritannien warnt, dass nach den Anschlägen Ende Mai neue Angriffe auf westliche Einrichtungen, wie die Militärstützpunkte von Frankreich und den USA, folgen könnten. Auch werden Bürger in mehreren ostafrikanischen Ländern, wie Äthiopien, Kenia und Uganda, die Truppen in Somalia haben, zur Vorsicht gemahnt, besonders bei den in Bars und Restaurants organisierten „Public Viewings“ der Weltmeisterschaftsspiele. Bei der WM vor vier Jahren kamen in Kampala durch Bombenanschläge 76 Menschen ums Leben.

In dem ostafrikanischen Kleinstaat haben Polizisten einen Priester festgenommen und halten ihn seit sechs Wochen ohne offizielle Anklage in Einzelhaft fest. Das berichtete der Bischof von Dschibuti und apostolische Administrator in Mogadischu, Bischof Giorgio Bertin. Der festgenommene Geistliche, ein Italiener, ist der einzige Diözesanpriester Dschibutis.

Die Regierung hat drei Protestmärsche gegen Frankreich organisiert. Hintergrund könnte eine Untersuchung über den Mord des französichen Richters Bernard Borrel im Jahr 1995 sein. Es besteht der Verdacht, dass der Präsident von Dschibuti, Ismaïl Omar Guelleh, impliziert sein könnte.

Ein Boot mit 23 illegalen Einwanderern ist für der Küste Dschibuti gesunken. 40 Schiffbrüchige konnten gerettet werden.

Nach Uganda und Burundi hat Dschibuti Truppen nach Mogadishu entsandt, um die 10.000 Mann starke Friedenstruppe der Afrikanischen Union zu verstärken. Auch Kenia will seine in den Süden des Landes entsandten Soldaten in die AU-Truppe integrieren. Die islamistischen al-Shabab Rebellen kontrollieren immer noch große Teile des Landes.

Das Bild des für „National Geographic“ arbeitenden US-Fotografen John Stanmeyer, in einer Mondnacht am Strand von Djibouti aufgenommen, wurde als bestes Presse-Foto des Jahres erklärt. Es zeigt Silhouetten von Migranten, die ihre flimmernden Handys in die Luft recken, um wenigstens ein schwaches Funksignal von ihren Familien zu erhaschen. Es ist nicht nur die mysteriöse und ästhetische Qualität des Bildes, sondern auch die Vielfalt der Themen, wie „Technologie, Globalisierung, Migration, Armut und Verzweiflung“, die die Entscheidung der Jury begründeten. Djibouti ist allgemeiner Sammelpunkt für Menschen aus den umliegenden Krisenländern, die in Europa oder im Mittleren Osten ein besseres Leben suchen.

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