Schlagwort: Dschibuti

Schon im Januar fingen die Proteste gegen eine dritte Amtszeit von Präsident Guelleh an. Nach dem Freitagsgebet soll es eine große Demonstration geben, in der die Menschen „Freiheit, Demokratie und Würde“ verlangen. Die Opposition warnt den Präsidenten, der das Vertrauen der nationalen Polizei verloren hat, gegen den Einsatz von somalischen Einheiten, die seit Beginn der Proteste in Djibouti City ausgebildet werden. Unruhen im strategisch am Eingang des Roten Meeres gelegenen Land, das Militär Stützpunkte der USA und Frankreichs beherbergt, könnte den Kampf gegen Piraterie und Terror erschweren.

Bei den Präsidentschaftswahlen in Dschibuti ist Ismail Omar Guelleh als einziger Kandidat mit 100% der Stimmen gewählt worden, nachdem die Opposition die Wahlen boykottiert hatte. Mit 78,% war die Wahlbeteiligung unerwartet hoch.

69 Menschen ertranken, als ein Schiff mit 200 Passagieren an der Küste von Dschibuti kenterte.

Großbritannien warnt, dass nach den Anschlägen Ende Mai neue Angriffe auf westliche Einrichtungen, wie die Militärstützpunkte von Frankreich und den USA, folgen könnten. Auch werden Bürger in mehreren ostafrikanischen Ländern, wie Äthiopien, Kenia und Uganda, die Truppen in Somalia haben, zur Vorsicht gemahnt, besonders bei den in Bars und Restaurants organisierten „Public Viewings“ der Weltmeisterschaftsspiele. Bei der WM vor vier Jahren kamen in Kampala durch Bombenanschläge 76 Menschen ums Leben.

In dem ostafrikanischen Kleinstaat haben Polizisten einen Priester festgenommen und halten ihn seit sechs Wochen ohne offizielle Anklage in Einzelhaft fest. Das berichtete der Bischof von Dschibuti und apostolische Administrator in Mogadischu, Bischof Giorgio Bertin. Der festgenommene Geistliche, ein Italiener, ist der einzige Diözesanpriester Dschibutis.

Die Regierung hat drei Protestmärsche gegen Frankreich organisiert. Hintergrund könnte eine Untersuchung über den Mord des französichen Richters Bernard Borrel im Jahr 1995 sein. Es besteht der Verdacht, dass der Präsident von Dschibuti, Ismaïl Omar Guelleh, impliziert sein könnte.

Ein Boot mit 23 illegalen Einwanderern ist für der Küste Dschibuti gesunken. 40 Schiffbrüchige konnten gerettet werden.

Nach Uganda und Burundi hat Dschibuti Truppen nach Mogadishu entsandt, um die 10.000 Mann starke Friedenstruppe der Afrikanischen Union zu verstärken. Auch Kenia will seine in den Süden des Landes entsandten Soldaten in die AU-Truppe integrieren. Die islamistischen al-Shabab Rebellen kontrollieren immer noch große Teile des Landes.

Das Bild des für „National Geographic“ arbeitenden US-Fotografen John Stanmeyer, in einer Mondnacht am Strand von Djibouti aufgenommen, wurde als bestes Presse-Foto des Jahres erklärt. Es zeigt Silhouetten von Migranten, die ihre flimmernden Handys in die Luft recken, um wenigstens ein schwaches Funksignal von ihren Familien zu erhaschen. Es ist nicht nur die mysteriöse und ästhetische Qualität des Bildes, sondern auch die Vielfalt der Themen, wie „Technologie, Globalisierung, Migration, Armut und Verzweiflung“, die die Entscheidung der Jury begründeten. Djibouti ist allgemeiner Sammelpunkt für Menschen aus den umliegenden Krisenländern, die in Europa oder im Mittleren Osten ein besseres Leben suchen.

Die deutsche Hotelkette Kempinski hat mit arabischem Geld in Dschibuti ein 800-Betten-Hotel mit einem Kasino eröffnet. Dschibuti will sich zu einem internationen Umschlagplatz zwischen dem Roten Meer und den Indischen Ozean entwickeln.

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