Schlagwort: Botsuana

Botswana, der größte Diamantenproduzent der Welt will seine geförderten Diamanten künftig im eigenen Land versteigern, anstatt sie auf dem europäischen Markt zu verkaufen. Das Land hofft so Arbeitsplätze zu schaffen. „De Beers“ will später im Jahr seinen Handelssitz nach Gaborone verlegen.

Obwohl Botsuana, wie andere Staaten im südlichen Afrika, die durch Rajoelinas Coup geformte Regierung nicht anerkennt, sollen keine SADC Truppen eingesetzt werden so lange es keine Gewalt gibt. Rechtliche Anerkennung jedoch kann nur erfolgen, wenn Madagaskar eine demokratisch gewählte Regierung hat.

Zum vierten Mal wollen die Ureinwohnern im Central Kalahari Game Reserve die Regierung vor Gericht verklagen, weil sie ihnen die Jagd verbietet, während Trophäenjäger für teures Geld auf privaten Farmen Großwild abschießen dürfen. Dem Anwalt der Indigenen, der drei Prozesse gegen die Regierung gewonnen hatte, wurde die Einreise verweigert.

Wegen der brutalen Verfolgung der Kalahari Buschleute durch die Regierung hat die Menschenrechtsorganisation Survival International zum Welttourismustag (27.09.) Touristen aufgerufen, das Land zu meiden. Während man den Ureinwohnern Wasser und Nahrung verweigert, werden Touristen in die Luxusressorts der Wilderness Safaris angelockt.

Unter diesem Motto macht „Survival International“ auf das Los der Buschleute aufmerksam, denen in ihrem angestammten Land in der Kalahari Wüste der Zugang zu einem Wasserbohrloch verweigert wird, während die Regierung neue Wasserlöcher für wilde Tiere bohren lässt und vorigen Monat eine Safari-Lodge mit Swimming Pool für Touristen eröffnet wurde.

In Botswanas Hauptstadt Gaborone trafen sich Regierungsvertreter der 37 afrikanischen Elefantenstaaten und von einigen asiatischen Ländern, um einen Plan für die Rettung der Dickhäuter zu beschließen. Jährlich fallen über 20,000 Elefanten Wilderern zum Opfer, denn der Elfenbeinhandel ist ein lukratives Geschäft. In den Ursprungs – und Zielländern, sowie in Transit, braucht es schärfere Kontrollen und härtere Strafen. Auch müssen die Gründe beachtet werden: Armut und politische Instabilität in Afrika und steigende Anfrage in Asien. Das Thema Wilderei wird im Januar auch vom EU Parlament behandelt und im Februar auf einem Londoner Gipfel von 50 Regierungschefs.

Mit dem klaren Sieg seiner Botswana Democratic Party am 16. 10. bleibt Präsident Ian Khama Regierungschef. Trotz heftiger Kritik an Khama und der großen Zahl Jungwähler, die von der Opposition umworben wurden, konnte die seit 1966 regierende BDP ihre Vorherrschaft sogar noch verbessern, zum Verdruss der jungen Politiker.

Nach der Gesetzesänderung der Regierung sind sexuelle Orientierung oder HIV-Status keine Kündigungsgründe mehr. Die Gründe für Stigmatisierung und Diskriminierung am Arbeitsplatz sollen damit abgeschächt werden.

Die Regierung vertreibt gewaltsam die Menschen des San- volkes und läßt sie verhungern. – Das Central Kalahari Game Reservat in Botswana ist seit Jahrzehnten der Zufluchtsort der Völker der Gana, Gwi und Bakgalakgadi. Seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre fanden in mehreren Wellen jedoch gewaltsame Vertreibungen statt und die San-Bevölkerung im Reservat ist dramatisch zurückgegangen. Seit 2005 überschlagen sich die Ereignisse, denn die Regierung hat beschlossen, ein für alle Mal das Central Kalahari Game Reservat von allen San zu “säubern”.

Die Entdeckung einer Handgranate in einem Auto hinter Präsident Khamas Büro hat in einem der stabilsten Länder Afrikas für Panik gesorgt. Die Granate wurde entschärft, Khama war zurzeit auf Staatsbesuch in Australien.

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