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Botsuana – Gegen den Wunsch von Präsident Ian Khama hat das Oberste Gericht die Wahl des Vize Präsidenten durch Handzeichen abgelehnt und sieht die geheime Wahl als gesetzlich korrekt. Khama hat weitere Rückschläge auch aus der eigenen Partei erfahren, als bekannt wurde, dass sein Bruder, Tshekedi Khama, dieses Amt übernehmen sollte. Die Parlamentarier beschuldigen Khama, in einer der demokratischsten Nationen Afrikas eine Dynastie schaffen zu wollen.

In einem gemeinsamen Projekt der Regierung und dem südafrikanischen Diamantenproduzenten De Beers wird in Botsuana eine Diamantenschleiferei eröffnet. Die 89 Millionen Dollar Anlage soll 3.000 Arbeitsplätze schaffen.

Die Regierung Botwanas hat die Buschmänner, die im Reservat der Zentral-Kalahari leben, aufgefordert, das Gebiet innerhalb von zehn Tagen zu verlassen. Die meisten Buschmänner wurden bereits in den letzten zwangsumgesiedelt. Nichtregierungsorganisationen vermuten, dass der Grund die Ausbeutung der riesigen Diamantenvorkommen in der Region ist.

Die Website der Menschenrechtsorganisation, die sich für indigene Völker einsetzt, wurde gezielt von Computern weltweit bombardiert und musste den Dienst einstellen. Die Initiative könnte von Indonesien und Botswana kommen. Survival International hatte vor einer Woche Foltervideos von Indonesien gezeigt und vor einem Monat Touristen den Boykott von Botswana wegen der schlechten Behandlung der Buschleute nahegelegt. Die Angriffe waren aufwendiger Cyberterror gegen Einrichtungen, die sich für die Rechte gefährdeter Volksgruppen und gegen die Vorherrschaft von Geld und Macht stark machen.

In seinem Jahresrückblick teilte der Vatikan mit, dass er zu 177 Staaten diplomatische Beziehungen unterhält. Als letztes kam Botswana hinzu, indem 84000 Katholiken leben, das sind 5% der Bevölkerung.

Ian Khama, Sohn des Staatengründers Seretse Khama und vor drei Jahren im Amt bestätigt, regiert ein Land anderthalbmal so groß wie Deutschland mit aber nur knapp zwei Millionen Einwohneren. Reiche Diamantenvorkommen gleichen 80% Halbwüste aus. Die zauberhaften Naturparadiese, wie das Okavango Delta, ziehen Ökotouristen an. Bis auf den Konflikt mit der indigenen Bevölkerung, hat Botswana nicht viele Schlagzeilen gemacht.

Armee und Polizei sind ins Central Kalahari Game Reserve eingedrungen, wo die Buschleute ihr Dasein fristen. Man vermutet eine bevorstehende Vertreibung, da ein Plan ansteht, eine Diamantenmine zu öffnen. Auch könnte ein erwartetes Urteil, das die Inbetriebnahme eines Wasserbohrlochs für Buschleute verlangt, mit im Spiel sein.

Gem Diamonds investiert rund 330 Millionen Dollar in den Ausbau ihrer Mine in Botswana und in das Letseng-Projekt in Lesotho. Das Gope-Projekt in Botswana will man nun als Untertage-Bergwerk ausbauen.

Mit Beginn des neuen Schuljahres letzte Woche sind Schulgebühren für die höheren Klassen in Botswana wieder Pflicht. Nach zwanzig Jahren freier Erziehung für alle sieht sich die Regierung gezwungen, Kosten einzusparen. Etwa 170.000 Lernende im Alter von 13 bis 18 Jahren sind betroffen. Botswana gilt als „Musterland“ und Entwicklungsmodell Afrikas. Bis jetzt war es das einzige Land Afrikas, in dem Oberschulen gratis waren.

Ein Gericht in Botswana hat die zwangsweise Umsiedlung der Buschmänner aus der Zentral-Kalahari für illegal erklärt. Diese waren zwischen 1997 und 2002 aus ihrem Siedlungsgebiet ausgewiesen worden. Die Regierung liess verlauten, dass sie das Urteil nicht anfechten wird.

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