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Libyen – Ein von CNN ausgestrahltes Video, das zeigt, wie afrikanische Migranten in Libyen auf dem Markt öffentlich versteigert und verkauft werden, hat für weitgehende Empörung gesorgt. Der Preis für die jungen Männer, meist aus sub-Sahara Afrika, die kein Geld für Schleuser haben oder deren Familien kein Lösegeld zahlen können, wird von ihrer Muskelkraft oder erlernten Fertigkeiten bestimmt, zwischen 400 und 850 US Dollar. Der AU-Vorsitzende Alpha Condé und westafrikanische Regierungen fordern Aufklärung und Strafverfolgung. Auch eine Untersuchungskommission der libyschen Regierung will der Sache nachgehen. Die EU-Politik, die die Ausbildung libyscher Küstenwächter organisiert, trägt, so der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Mitschuld an dem Elend der Betroffenen, die, in Haftzentren gepfercht, unmenschliches Leid erdulden müssen.

 

 

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

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