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Mit Hilfe von hochauflösenden Infrarotbildern, von einem NASA Satelliten etwa 700 km von der Erde entfernt aufgenommen, konnten Wissenschaftler der Alabama Universität 17 Pyramiden und etwa 1000 Gräber und 3000 antike Siedlungen orten. Die ersten Testgrabungen haben den Fund von zwei Pyramiden bestätigt. In Ägypten hofft man, dass die neuen Entdeckungen den durch die Revolution geschrumpften Tourismus wieder ankurbeln können.
Mubaraks Ehefrau Susanne hat ihr Privatvermögen den Behörden übergeben. Auf diese Weise hofft sie, einer Haftstrafe zu entgehen. Als die unter Korruptionsverdacht stehende frühere First Lady befragt werden sollte, brach sie zusammen und musste ins Krankenhaus. Mubarak selbst ist weiter in Untersuchungshaft.
Zwei brennende Kirchen , 12 Tote und 230 Verletzte sind das Fazit der jüngsten Straßenschlachten zwischen koptischen Christen und radikalen Muslimen in Kairo, ausgelöst durch den Verdacht, dass die Christen eine Frau entführt hätten, die zum Islam übergetreten war. Es war eine der schlimmsten Auseinandersetzungen. Der Zusammenhalt zur Zeit der Revolution ist vorbei. Kairo will nun mit „eiserner Hand“ weitere Gewalt verhindern. Die Christen jedoch fordern, dass die Regierung nicht nur reagiert, sondern durch ehrliche Debatte die Konflikte auszuräumen versucht.
Zwei Monate nach seinem Sturz müssen Mubarak und seine Söhne Gamal und Alaa sich vor Gericht verantworten. Während die Söhne in einem Kairoer Gefängnis sind, wird der kranke Vater im Militärkrankenhaus verhört. Alle drei bestreiten die Anschuldigungen: Korruption, Verschwendung und Machtmissbrauch. Inzwischen füllen sich Ägyptens Gefängnisse mit ehemaligen Politikern und bekannten Geschäftsleuten.
Eine kleine Bombe detonierte in der Nähe der Gizeh Pyramiden und verletzte drei Händler. Die Explosion wurde durch Suche nach wertvollen Funden ausgelöst.
Die Militär Regierung dementiert Berichte, dass der am 11. Februar gestürzte Präsident nach Saudi-Arabien geflohen sei. Er und seine Familie seien unter Hausarrest im Ferienort Sharm el-Sheikh am Roten Meer.
Anders als unter Mubarak durften alle Ägypter, die sich ausweisen konnten, wählen. 77% stimmten elf Verfassungsänderungen zu, darunter einer strengeren Einschränkung der Amtszeit des Präsidenten. Kritiker, unter ihnen ElBaradei und junge Demonstranten, hätten lieber eine total neue demokratische Verfassung gesehen und eine längere Vorbereitung bis zur nächsten Wahl. Die Kopten haben dagegen gestimmt, da ihnen die Änderungen nicht weit genug gehen. Sie wollen eine Abschaffung des umstrittenen Artikels über den muslimischen Charakter des Landes.
Soldaten der ägyptischen Armee haben, auf Kosten der Regierung angefangen, die im Süden Kairos von Moslems Anfang März in Brand gesteckte Kirche an derselben Stelle und in derselben Größe wieder aufzubauen. Radikale Moslems protestieren; die koptischen Christen freuen sich, wollen aber trotzdem weiter für ihre Rechte demonstrieren.
Das Niederbrennen einer Kirche letzte Woche hat wieder Zusammenstöße zwischen Kopten und Muslimen verursacht. Demonstrierende Kopten blockierten eine Straße in Kairo; aufgebrachte Muslime schlugen zurück. Ein Kopte starb; weitere Personen wurden verletzt. Die koptischen Christen – etwa 10% der Bevölkerung – haben sich oft über Schikanen und Diskriminierung beklagt.
Die Demonstranten an Kairos Tahrir Platz jubeln wieder über einen Sieg, den Rücktritt von Ahmed Shafiq, der immer noch als Symbol des alten Mubarak Regimes gesehen wurde. Das Volk verlangte einen „tiefgreifenderen Wandel“. Der neue Premier, Essam Sharaf, ein Technokrat, entspricht den Vorstellungen der Demonstranten. Er soll an den entscheidenden Tagen unter ihnen am Tahrir Platz gewesen sein.
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