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Die Behörden haben 13 protestantische Kirchen und Gebetsräume geschlossen, die meisten in der Unruheregion Kabylei. Gründe wurden offenbar nicht genannt. Auch die katholische Kirche Algeriens beklagt sich über eine wachsende Intoleranz bei den Behörden. Seit Februar 2006 verlangt ein Gesetz, dass nicht-islamische Kultstätten genehmigt werden müssen.
Die Behörden haben Hugh Johnson, einen Geistlichen, der zeitweilig Algeriens ranghöchster protestantischer Kirchenmann war, des Landes verwiesen. Eine Begründung für den drastischen Schritt wurde nicht genannt. Viele Kirchenvertreter, darunter auch die katholischen Bischöfe, haben gegen den Bescheid der Behörden heftig protestiert.
Unlängst hat die Unesco die Kasbah ins Weltkulturerbe aufgenommen. Jetzt hat das Land knapp drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die historische Altstadt zu restaurieren und dadurch Touristen anzuziehen. Ein Sprecher der Stadt Algier sagte, das Geld solle eingesetzt werden, um in den nächsten drei Jahren verfallene Häuser und Moscheen zu reparieren. Einige Häuser sollen zu Bibliotheken umgebaut werden.
Algerische Sicherheitskräfte haben Medienberichten zufolge bei einem Einsatz östlich der Hauptstadt Algier 25 mutmaßliche Terroristen getötet, die der Terrororganisation Al Kaida nahe standen.
Bei einem Besuch von Präsident Abdelaziz Bouteflika in Moskau wurde mit Präsident Putin eine engere Zusammenarbeit im Energiesektor vereinbart. Beobachter befürchten die Schaffung eines Gaskartells, wie Opec. Beide Länder gehören zu den wichtigsten Gasproduzenten.
Zum ersten Mal seit dem Inkrafttreten eines neuen Dekrets, das die religiöse Praxis für nicht-muslimische Gemeinschaften regelt, ist ein Priester zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, weil er „eine religiöse Feier“ in einem dafür vom Staat „nicht anerkannten Ort“ zelebriert habe. Fr. Pierre Wallez war von kamerunischen Studenten gebeten worden, einen Gottesdienst zu feiern. Der Erzbischof von Algier, Henry Tessier, sagte in einem Interview, die neue Haltung der Regierung sei durch das aggressive Auftreten von evangelikalen Gruppen geprägt worden.
Zwei deutsche Unternehmen wurden mit dem Bau der drittgrößten Moschee der Welt in der Hauptstadt Algier beauftragt. Die Riesen-Moschee soll in ihren Dimensionen nur noch den islamischen Gebetshäusern von Mekka und Medina nachstehen. Ihr Minarett hingegen soll das höchste der Welt werden.
Weil sie nicht im voraus konsultiert wurde, weigert sich die Regierung, mit einem Team der UN zusammenzuarbeiten, das den Bombenanschlag am 11. Dezember untersuchen soll, bei dem 41 Menschen, davon 17 UN-Mitarbeitern, ums Leben kamen.
Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Polizeistation in Algiers sind mindestens 20 Menschen, darunter 8 Polizisten umgekommen. 2007 haben 491 Personen ihr Leben durch politische Gewalttaten verloren.
Bei den zwei Autobombenanschlägen in der algerischen Hauptstadt Algier sind mindestens 52 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere weitere Menschen, unter ihnen Ausländer, sind zum Teil schwer verletzt worden.Nahezu zeitgleich waren ein Tankwagen vor dem UNHCR-Büro im Wohnviertel Hydra sowie ein Schulbus nahe dem Obersten Gerichtshof auf der Anhöhe von Ben Aknoun in die Luft gesprengt worden.
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