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Die kenianische Landwirtschafts- und Lebensmittelbehörde teilte mit, dass sie "die Sicherheit von Lebensmittelimporten nach Kenia überwacht". Maisimportteure müssen sich zukünftig registrieren lassen, die eintreffenden Sendungen müssen Bescheinigungen über den Aflatoxingehalt haben und die Händler müssen Angaben zu ihren Lagern machen. Letzte Woche hatte Kenia den Import von Mais aus Tansania und Uganda verboten hat, nachdem Untersuchungen höhere als normale Mykotoxinwerte ergeben hatten. Mykotoxine sind natürlich vorkommende Toxine, die von bestimmten Schimmelpilzen produziert werden und in Lebensmitteln vorkommen können. Sie wachsen auf einer Vielzahl von verschiedenen Pflanzen und Lebensmitteln, darunter Getreide, Nüsse, Gewürze, Trockenfrüchte, Äpfel und Kaffeebohnen, oft unter warmen und feuchten Bedingungen. Mais ist jedoch besonders gefährdet durch Aflatoxin-Befall. Die Internationale Krebsforschungsagentur klassifiziert Aflatoxin als primäres karzinogen für Menschen. Das Gift gefährdet rund 500 Millionen Menschen weltweit. Es verursacht jährlich schätzungsweise bis zu 155.000 Fälle von Leberkrebs und ist einer der Faktoren, die zu Wachstumshemmungen bei Millionen von Kindern beitragen.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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