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Die nigerianischen Gesetzgeber haben eine Kehrtwende vollzogen und nach einer Welle öffentlicher Kritik die elektronische Live-Veröffentlichung der Wahlergebnisse genehmigt. Erst letzte Woche hatte der Senat einen Vorschlag abgelehnt, der die Wahllokale dazu verpflichtet hätte, die Ergebnisse in Echtzeit hochzuladen, was landesweit Empörung ausgelöst hatte. Nach einer Dringlichkeitssitzung gab der Senat nun bekannt, dass er einstimmig die elektronische Übermittlung der Ergebnisse genehmigt hat. Nigeria hat etwa 176.000 Wahllokale.  Experten argumentieren, dass die sofortige Veröffentlichung der Ergebnisse auf einer zentralen öffentlichen Plattform dazu beitragen könnte, das Vertrauen in ein System wiederherzustellen, das von umstrittenen Ergebnissen und endlosen Gerichtsverfahren geplagt ist. Das Vertrauen schwindet seit Jahren, nur 27 % haben 2023 gewählt, die niedrigste Wahlbeteiligung seit 1999. Nigeria steuert auf allgemeine Wahlen Anfang 2027 zu.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

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