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  • Afrika

Das „Africa Centre for Disease Control and Prevention” veröffentlichte diese Woche die neuesten Zahlen zu Covid-19: Afrika insgesamt 2.261.589 Fälle, Genesende 1.927.697; südliches Afrika 914.800 Fälle, Genesende 829.300 + 23.900 Todesfälle (TF); Nordafrika 786.500 Fälle + mindestens 20.500 TF; Ostafrika 283.100 + mind. 5.400 TF; Westafrika 210.400 + mind. 2.900 TF;  Zentralafrika 66.800 + mind. 1.200 TF.

  • Afrika

Als erste afrikanische Frau, die demokratisch als Staatsoberhaupt gewählt wurde, sprach 2006 Ellen Johnson Sirleaf (Liberia) vor der UN-Vollversammlung. 2011 wurde sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. In ihrer letzten Rede vor der UN-Vollversammlung, zu deren 75ten Bestehen sagte sie, dass "die nächste Generation den Frauen gehören muss". Die drei anderen afrikanischen Staatschefinnen, die vor der UNO-Generalversammlung sprachen, waren Joyce Banda (Malawi), Catherine Samba-Panza (Zentralafrikanische Republik) und Sahle-Work Zewde (Äthiopien). Von den insgesamt 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (UNO) sind 54 afrikanische Länder.

  • Malawi

Laut Präsident Lazarus Chakwera sollen bereits am 15. 12. 2020 malawische Truppen nach Mosambik entsandt werden, um die islamistischen Aufständischen zu bekämpfen. Der 3jährige Aufstand hat laut offiziellen Angaben mehr als 2.000 Menschen in Cabo Delgado getötet und etwa 500.000 weitere vertrieben. Auch die Führer der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC) haben sich verpflichtet, eine robuste regionale Antwort auf die wachsende Bedrohung durch Terrorismus und Aufstände in Teilen Mosambiks zu geben.

  • Afrika

Die Länder Afrika geraten immer mehr in eine „Schuldenfalle.“ Ursache sind fallende Rohstoffpreise, wirtschaftliche Rezession und die Folgen der Covid-19 Pandemie. Sie brauchen knapp 410 Milliarden Euro, um alle bis 2023 fälligen Auslandsschulden zu begleichen. Sambia war das erste Land Afrikas, das zahlungsunfähig wurde. Andere Länder werden folgen. Die Konsequenzen sind dramatisch. "Staaten würden aufhören, elementare Funktionen zu erfüllen: Sicherheit, Bildung, Gesundheitsversorgung: was letztendlich bedeutet, dass viele Menschen in ihrer Heimat keine Zukunft mehr sehen", warnt Jürgen Kaiser vom erlassjahr.de. Die Geste der G20 Staaten, 73 Ländern die Rückzahlung ihrer Schulden bis Ende Juli 2021 auszusetzen, löst das Problem nicht.

  • Kenia

Neben dem Naivasha See ist der Baringo See der einzige Süßwasser See im östlichen Rift Valley; alle anderen, besonders der benachbarte Bogoria See,  sind Salzseen mit starkem Alkali Gehalt. Um den Baringo See leben Zehntausende Menschen, und unzählige Tierarten tummeln sich an den Ufern, bewundert von Touristen. Durch schwere Regenfälle und Versandung steigen die Wasserspiegel der beiden Seen, die keinen bekannten Abfluss haben, bedrohlich an. Am Baringo See sind bereits ganze Gebiete überflutet. Der Landstreifen zwischen ihnen wird immer schmaler. Sollten die Wasser der beiden Seen ineinanderfließen, ist eine ökologische Katastrophe unabwendbar.

  • Afrika

INTERPOL hat Nigeria, Südafrika, das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Staaten und 190 weitere Länder vor Kriminalität im Zusammenhang mit Corona-Impfstoffen gewarnt. „Während Regierungen die Markteinführung von Impfungen vorbereiten, planen kriminelle Organisationen, Lieferketten zu unterwandern oder zu stören“, sagte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock.

  • Algerien

Henri Tessier, in Lyon geboren, beeinflusste stark das Verständnis von Mission als Dialog zwischen den Religionen. Sein Vorbild war Charles de Foucauld, der als Einsiedler in der Sahara lebte und ermordet wurde. Auch in den schwierigen Jahren, als im Bürgerkrieg Zehntausende Algerier den Tod fanden, darunter 100 Imame, solidarisierte sich die katholische Kirche mit der leidenden Bevölkerung. 18 katholische Missionare wurden von den Islamisten ermordet und letztes Jahr seliggesprochen, darunter ein Bischof, sieben Trappistenmönche, vier Weiße Väter und mehrere Ordensschwestern.

  • Simbabwe

Finanzminister Mthuli Ncube hat für alle wichtigen Flughafeneinrichtungen des Landes ein Sanierungsprogramm bekannt gegeben, da mit einem Boom im Tourismus und im Luftverkehr gerechnet wird. China hat ein Darlehen zur Instandsetzung des Haupstadtflughafens gegeben. Luftfahrtexperten warnen seit langem, dass das veraltete Flugverkehrskontrollsystem das Leben der Passagiere in Gefahr bringt. Von 1997-2007 stellten mehr als zwanzig Linienfluggesellschaften den Flugbetrieb in Simbabwe ein, darunter Air France (1997), KLM (1998), Lufthansa (2000), Swiss Air (2000) und British Airways (2007). Gegenwärtig bieten etwa 16 Fluggesellschaften Flüge von und nach Simbabwe an. Neben Bergbau und Landwirtschaft soll der Tourismus die wirtschaftliche Erholung des Landes vorantreiben.

  • Sudan

Im Nordosten Afrikas am Roten Meer, an einer der wichtigsten Handelsstraßen der Welt, soll nach Vereinbarungen zwischen dem Sudan und Russland eine Marinebasis aufgebaut werden. In der für Moskau wichtigen Region wäre es nach Tartus in Syrien der zweite Stützpunkt. Die USA, Frankreich und China haben Marinestützpunkte in Dschibuti am Roten Meer. Im Herbst 2019 in Sotschi gab es den Russland- Afrika Gipfel, mit Vertretern aus mehr als 50 afrikanischen Ländern. Das russische Militär hat bereits Abkommen über eine Zusammenarbeit mit mehreren afrikanischen Regierungen; es werden Waffen und Technik geliefert. Russische Militärberater sind bereits in einigen afrikanische Staaten aktiv.

  • Afrika

Die Medizin, die Medien und die Politik sind fixiert auf die Bekämpfung der Corona-Pandemie. Alle sprechen über Corona und die vielen Todesfälle durch das Virus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erinnert daran, dass letztes Jahr über 400.000 Menschen an Malaria starben, in der Mehrzahl Kinder in den ärmsten Regionen Afrikas. Durch die Folgen von Corona wird auch die Anzahl der Malariatoten nochmal dramatisch steigen.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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