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  • Afrika

Mit ihrem Preisgeld für den Alternativen Nobelpreis und andere Ehrungen konnte die schwedische Klimakämpferin drei Gruppen in Afrika, die sich für von der Klimakrise hart betroffenen Menschen einsetzen, mit je 50.000€ unterstützen. Seit August geht Greta nach einem Jahr Auszeit für den Kampf gegen den Klimawandel selbst wieder in die Schule. Doch mit Abstand und Maske gehen nach den Pandemie Einschränkungen die „Fridays for Future“ Demonstranten weltweit wieder auf die Straße,  denn,  so sagt Greta in einem Twitter, „die Erderwärmung macht keine Pause“.

  • Ruanda

Um das Pariser Klimaabkommen zu verwirklichen, plant die Regierung, in der Landwirtschaft zur Bewässerung eingesetzte Dieselpumpen mit einem solaren Wasserpumpensystemen zu ersetzen. Auch will das Land bis 2024 den universellen Zugang zu sauberem Wasser von 87 % auf 100 % erhöhen. Ein großes Problem ist jedoch, dass 44% des Wassers in Versorgungssystemen verloren gehen. Die Wasserverluste sind hauptsächlich auf Sickerverluste, illegale Anschlüsse, Straßenbau, Ungenauigkeiten bei der Messung, Naturkatastrophen und Wasserdiebstahl durch bewegliche Zähler zurückzuführen.

  • Afrika

Magawa, eine afrikanische Riesenratte, erhielt von der britischen veterinärmedizinischen Wohltätigkeitsorganisation People's Dispensary for Sick Animals (PDSA) eine Goldmedaille für ihre Arbeit beim Aufspüren von nicht detonierten Landminen in Kambodscha. Magawa wurde von der Nichtregierungsorganisation APOPO, (auf Niederländisch für "Anti-Persoonsmijnen Ontmijnende Product Ontwikkeling", mit Sitz in Tansania, ausgebildet. In 7 Jahren hat sie 39 Landminen und 28 Blindgänger entdeckt und dabei geholfen, mehr als 141.000 Quadratmeter Land zu räumen. Sie ist so schnell darin, Landminen zu finden, dass ein Bereich von der Größe eines Tennisplatzes in 30 Minuten geräumt werden kann.  Menschen, mit Metalldetektor würden 4 Tage brauchen.

  • Afrika

Entwicklungsminister Gerd Müller fordert gegenüber dem Entwicklungsausschuss des Europaparlaments in Brüssel eine afrikanische Säule des europäischen Grünen Deals. In Afrika sind z.Zt. 450 Kohlekraftwerke in Planung und im Bau. Der Minister argumentiert, dass Europa die Technik, die Technologien und das Wissen habe, um Afrika stattdessen zum Kontinent der erneuerbaren Technologien zu machen. Die EU könne durch Technologietransfer, Ausbildung, Fortbildung und Kooperation helfen, Afrika klimaneutraler zu machen.

  • Äthiopien

Die äthiopische Menschenrechtskommission (EHRC) ist beunruhigt über die Zunahme von Angriffen gegen die Zivilbevölkerung im Westen des Landes, an der Grenze zum Sudan. Anfang des Monats kam es zur Tötung von Zivilisten und mindestens 300 Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben. "In Benishangul-Gumuz sind Zivilisten wiederholten Angriffen mit ungemilderter Grausamkeit ausgesetzt", sagte Daniel Bekele, Leiter des EHRC. Die Angriffe stellen die jüngste sicherheitspolitische Herausforderung für die Regierung von Premierminister Abiy Ahmed dar.

  • Afrika

Der UNCTAD-Bericht zur wirtschaftlichen Entwicklung in Afrika 2020 besagt, Afrika könnte durch die Eindämmung illegaler Finanzströme (Bewegungen von Geld und Vermögenswerten über Grenzen hinweg), jährlich US$89 Milliarden gewinnen. Zu diesen Finanzströmen gehören illegale Kapitalflucht, Steuer- und Handelspraktiken, wie die falsche Rechnungsstellung für Handelssendungen und kriminelle Aktivitäten, wie illegale Märkte, Korruption oder Diebstahl. Nahezu die Hälfte der illegalen Finanzaktivitäten entfällt auf den Export von Rohstoffen wie Gold, Diamanten und Platin. Die Unterbewertung des wahren Wertes eines Rohstoffs trägt dazu bei, Handelsgewinne im Ausland zu verbergen, entzieht den Entwicklungsländern Devisen und untergräbt ihre Steuerbasis.

  • Simbabwe

10 chinesische Ärzte sind in Harare eingetroffen, um für die nächsten 12 Monate im Parirenyatwa Krankenhaus zu arbeiten. Sie sollen die Zusammenarbeit zwischen Simbabwe und China im Gesundheitsbereich voranbringen und die traditionelle chinesische Medizin fördern.

  • Südafrika

Die oppositionelle Demokratische Allianz beschuldigte Mapisa-Nqakula, staatliche Ressourcen missbraucht zu haben, indem sie die Gruppe des regierenden Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) im September mit ihr in einem Flugzeug der Luftwaffe nach Harare reisen ließ. Präsident Ramaphosa hat die Verteidigungsministerin getadelt, ihren Lohn für drei Monate gekürzt und ihr auferlegt, dass sie dafür Sorge trage, dass der ANC dem Staat die Flugkosten erstatte. Der Präsident versprach, den Ruf des ANC nach einem Jahrzehnt der Skandale unter seinem Vorgänger Jacob Zuma wiederherzustellen.

  • Südafrika

Kapstadt wurde am Sonntag von einem Erdbeben der Stärke 2,7 heimgesucht; davor gab es ein Beben der Stärke 6,2. Das stärkere Beben ereignete sich etwa 1.922 km südöstlich von Kapstadt im südwestlichen Indischen Ozean, an der aktiven divergenten Plattengrenze zwischen der afrikanischen und der antarktischen Platte, die sich in der Folge wahrscheinlich jetzt einige cm weiter auseinander bewegt haben. Erdbeben sind in Südafrika selten, da das Land im Inneren einer tektonischen Platte liegt, das im Vergleich zu anderen Plattengrenzen stabiler ist.

  • Sambia

PROFLIGHT Zambia wird am 1. 10.2020 Flüge zwischen Lusaka und Johannesburg aufnehmen, nachdem Südafrika die Grenzen geöffnet hat. Bisher wurde nur Durban angeflogen.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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