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  • Niger

In der Region Tillabery, die nahe der Grenze zu Mali und Burkina Faso, haben bewaffnete Männer mindestens 58 Menschen getötet, als sie einen Konvoi abfingen, der von einem Wochenmarkt zurückkehrte, und ein nahegelegenes Dorf angriffen. Die zunehmenden tödlichen Angriffe werden von bewaffneten Gruppen verübt, die in der gesamten Region aktiv sind und Verbindungen zu ISIL (ISIS) und al-Qaida haben.

  • Südafrika

Der amtierende König der Zulu Nation, König Goodwill Zwelithini kaBhekuzulu (1948), verstarb nach 50 Jahren Herrschaft. Im Dezember 1971 wurde er in Anwesenheit von 20.000 Zulu in Nongoma als achter König eingesetzt. König Zwelithini proklamierte die Souveränität des Zulu-Königreichs in den präkolonialen Grenzen. Der südafrikanische Präsident de Klerk verhängte daraufhin über Natal und KwaZulu den Ausnahmezustand.  Die Lage beruhigte sich erst nachdem der African National Congress (ANC) unter dem späteren Staatschef Nelson Mandela das Zugeständnis machte, Zwelithini als konstitutionellen Monarchen im Gebiet der Zulu anzuerkennen. Die Zulus sind die größte Volksgruppe des Landes, ca. 11 Mio., etwa 1/6 der Gesamteinwohnerzahl.

  • Afrika

Bis zum 14. März wurden in 55 afrikanischen Ländern 4.027.046 Fälle von Covid-19 bestätigt. Bisher wurden auf dem gesamten Kontinent über 4.904.557 Impfungen verabreicht. Die neuesten Gesamtzahlen finden Sie auf der interaktiven AllAfrica-Karte mit den Zahlen pro Land. Die Zahlen wurden vom Center for Systems Science and Engineering (CSSE) an der Johns Hopkins University zusammengestellt. https://allafrica.com/coronavirus/#covid19-map

  • Malawi

Politiker blockierten eine Debatte über Vorschläge zur Lockerung der Abtreibungsbeschränkungen.  Vor fast fünf Jahren wurde ein neues Gesetz entworfen, das bei kirchlichen Gruppen auf starken Widerstand stößt. Malawi erlaubt derzeit eine Abtreibung nur dann, wenn sie notwendig ist, das Leben einer Frau zu retten; eine Reform würde Abbrüche in Fällen von Vergewaltigung, Inzest oder wenn die Schwangerschaft die körperliche oder geistige Gesundheit der Mutter gefährdet, erlauben. Unsichere Schwangerschaftsabbrüche tragen zu einer der höchsten Müttersterblichkeitsraten der Region bei.

  • Kenia

Die kenianische Landwirtschafts- und Lebensmittelbehörde teilte mit, dass sie "die Sicherheit von Lebensmittelimporten nach Kenia überwacht". Maisimportteure müssen sich zukünftig registrieren lassen, die eintreffenden Sendungen müssen Bescheinigungen über den Aflatoxingehalt haben und die Händler müssen Angaben zu ihren Lagern machen. Letzte Woche hatte Kenia den Import von Mais aus Tansania und Uganda verboten hat, nachdem Untersuchungen höhere als normale Mykotoxinwerte ergeben hatten. Mykotoxine sind natürlich vorkommende Toxine, die von bestimmten Schimmelpilzen produziert werden und in Lebensmitteln vorkommen können. Sie wachsen auf einer Vielzahl von verschiedenen Pflanzen und Lebensmitteln, darunter Getreide, Nüsse, Gewürze, Trockenfrüchte, Äpfel und Kaffeebohnen, oft unter warmen und feuchten Bedingungen. Mais ist jedoch besonders gefährdet durch Aflatoxin-Befall. Die Internationale Krebsforschungsagentur klassifiziert Aflatoxin als primäres karzinogen für Menschen. Das Gift gefährdet rund 500 Millionen Menschen weltweit. Es verursacht jährlich schätzungsweise bis zu 155.000 Fälle von Leberkrebs und ist einer der Faktoren, die zu Wachstumshemmungen bei Millionen von Kindern beitragen.

  • Niger

Der kürzlich aus dem Amt geschiedene Präsident Mahamadou Issoufou wurde als neuer Gewinner des begehrten mit 5 Millionen Dollar dotierten Ibrahim Preises ausgezeichnet. Bedingungen für die Ehrung sind pomptes Zurücktreten nach der legalen Amtszeit und erwiesene Führungsqualitäten während des Amtes. Issoufou hat trotz der Armut Nigers das Wirtschaftswachstum gefördert und sich für regionale Stabilität, die Verfassung, demokratische Werte und Frauenrechte eingesetzt. Nach Ellen Johnson (Liberia), Pohamba (Namibia), Pires (Cabo Verde), Mogae (Botswana) und Chissano (Mosambik) ist Issoufou erst  der sechste Empfänger des Ibrahim Preises. Zu wenig Kandidaten auf dem Kontinent erfüllen die hohen Kriterien.

  • Tansania

In den frühen Morgenstunden des Donnerstags ereignete sich ein moderates Erdbeben, in einer geringen Tiefe von 10 km unter dem Epizentrum, im Tarime District Council, 53 km östlich von Musoma. Nennenswerter Schäden sollte es bei dieser Magnitude nicht gegeben haben. Der nächstgelegene Vulkan ist „Homa Mountain“ (128 km) entfernt. Er gilt als erloschen und ist einer der wenigen Karbonatit-Vulkane auf der Welt. Seine Entstehungszeit wird auf das Miozän oder Pleistozän geschätzt. Der letzte Ausbruch ist unbekannt.

  • Tansania

Der Bau des Projekts SGR (Standard Gauge Railway), einer elektrifizierten Normalspurbahn von Dar es Salaam nach Morogoro, steht vor der Fertigstellung und wird in den nächsten 3 Monaten getestet. Es verbleiben 3 weitere Streckenabschnitte: Morogoro - Tabora (294 km), Tabora - Isaka (133 km) und Isaka - Mwanza (248 km). Damit wäre Dar es Salaam mit den ohne Seezugang ausgestatteten Nachbarländern - der Demokratischen Republik Kongo, Ruanda und Uganda - verbunden. Die neue Strecke verläuft parallel zu einer 1905 von der Kolonie Deutsch-Ostafrika errichteten Bahn von Dar es Salaam nach Kigoma und einer von 1923 bis 1928 unter britischem Völkerbundmandat gebauten Bahn von Tabora nach Mwanza.

  • Ägypten
  • Sudan

Sudan, Ägypten und Äthiopien führen seit fast einem Jahrzehnt in ergebnislosen Gesprächen über das Fluten des Grand Ethiopian Renaissance Dam (GERD). Sowohl Ägypten als auch der Sudan liegen flussabwärts des GERD.  Äthiopien beansprucht das Nilwasser zu nutzen und begann damit das Reservoir hinter dem Damm zu füllen. Khartum befürchtet, dass der Damm, der am Blauen Nil nahe der Grenze zum Sudan liegt, das Risiko von Überschwemmungen erhöhen und den sicheren Betrieb seiner eigenen Nildämme beeinträchtigen könnte, während das wasserarme Ägypten befürchtet, dass seine Wasserversorgung aus dem Nil beeinträchtigt werden könnte. Ägypten und Sudan wollen wieder verhandeln, um ein "faires" und "ausgewogenes" Abkommen über die Füllung des äthiopischen Mega-Damms zu erreichen, sagt Abd al-Fattah as-Sisi.

  • Südafrika

Etwa 150 junge Krokodile konnten während starken Regenfällen aus der Zucht Farm in Hazyview in der Mpumulanga Provinz entkommen. 50 wurden wieder eingefangen, die anderen 100 sind wahrscheinlich in Flüssen und Seen und verunsichern die Anwohner. Die Tourist and Parks Agency warnte die Bevölkerung, von allen Gewässern fern zu bleiben. Dem Eigentümer des Aufzug Betriebs wurde  vorübergehend die Lizenz entzogen.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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