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  • Mosambik

Die U.S. Special Operations Forces werden 2 Monate lang mosambikanische Marinesoldaten ausbilden. Zuvor hatte die USA die IS-Ableger im Kongo und in Mosambik als Terrorgruppe eingestuft. Die Gruppen und ihre Anführer wurden mit Sanktionen belegt; US-Firmen, Bürger und ausländische Banken dürfen keine Geschäfte mit ihnen machen. Die mosambikanische Gruppe um Ansar Al-Sunnna und Al-Shabaab habe sich 2018 zum IS bekannt und wird als IS-Mosambik bezeichnet. Sie haben hunderte von Zivilisten getötet und fast 700.000 Menschen in die Flucht getrieben.

  • Namibia

Derzeit bedroht das Land die zweite Welle der Wanderheuschrecke Plage; sie tritt in Nord-, Zentral- und Ost-Namibia auf, bewegt sich in Richtung Süden und ist schlimmer als die Erste. Das biologische Schädlingsbekämpfungsmittel ist ein knappes Gut; es wird von mehreren afrikanischen Ländern nachgefragt, in denen es derzeit zu schweren Heuschreckenausbrüchen kommt. Europäische Lieferanten haben mitgeteilt, dass sie erst in 6 Monaten liefern können, und der einzige afrikanische Lieferant in Marokko kämpft ebenfalls damit, die Nachfrage zu befriedigen.

  • Niger

Das Verfassungsgericht hat Mohamed Bazoum, die rechte Hand des bisherigen Regierungschefs von der regierenden PNDS-Partei als Sieger der Präsidentschaftsstichwahl bestätigt. Bazoum gewann mit 55,66% der Stimmen, während sein Herausforderer, Mahamane Ousmane von der Partei RDR-Tchanji, 45,34% der Stimmen erhielt, so das veröffentlichte Endergebnis. Die Vereidigung soll am 2. April stattfinden. Die Oppositionskoalition CAP 2021 und ihre Verbündeten hatten die Ergebnisse angefochten, da sie Betrug vermuten. CAP2021 beansprucht den Sieg mit 50,3% der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,81%. Das Land ist eins der wichtigsten Transitländer für afrikanische Geflüchtete. Europa versucht, die nigrische Regierung zu mehr Maßnahmen gegen Menschenschmuggel zu bewegen.

  • Kongo-Brazzaville

Guy-Brice Parfait Kolelas (61) starb in dem medizinischen Flugzeug, das ihn am Sonntagnachmittag aus Brazzaville nach Frankreich bringen sollte. Er wurde erstmals am Freitag positiv auf Covid-19 getestet. Den Wahltag verbrachte er im Krankenhaus und richtete sich in einer Videobotschaft an die Wähler: "Erhebt euch als eine Person ... Ich kämpfe auf meinem Sterbebett. Kämpft auch ihr für Veränderung", es geht "um die Zukunft unserer Kinder". Kolelas war einer von sechs Kandidaten, die gegen Denis Sassou Nguesso (77) antraten und wurde als Hauptkandidat der Opposition angesehen. Er galt als die größte politische Bedrohung für Sassou Nguesso, der das zentralafrikanische Land seit 1979 regiert.

  • Südafrika

Das Land hatte sich einen großen Vorrat von AstraZeneca Vakzinen angelegt und verkauft nun 1 Mio. Dosen davon; da der Stoff nur einen begrenzten Schutz gegen die eigene Virusvariante bietet. Die Afrikanischen Union soll für den Verkauf andere afrikanische Staaten vorschlagen.  Gesundheitsminister Zweli Mkhize erklärt, es soll mit Johnson & Johnson und Biontech/Pfizer weiter geimpft werden.

  • Äthiopien

US-Präsident Joe Biden schickt einen Senator nach Äthiopien, um mit Premierminister Abiy Ahmed seine große Besorgnis über die Krise in der nördlichen Region Tigray zu erörtern. US-Außenminister Antony Blinken bezeichnete die Gewalt in Tigray als ethnische Säuberung - dies wurde von Äthiopien zurückgewiesen. Senator Chris Coons wird auch die Afrikanische Union konsultieren. Die Menschenrechtsbeauftragte der Vereinten Nationen, Michelle Bachelet, hat sich bereit erklärt, gemeinsam mit der staatlich ernannten äthiopischen Menschenrechtskommission eine Untersuchung der Situation in Tigray durchzuführen.

  • Tansania

Nach dem Tod von Präsident John Pombe Magufuli wurde die Vizepräsidentin, Frau Samia Suluhu Hassan, erste weibliche Präsidentin von Tansania, durch den Obersten Richter Ibrahim Juma, im State House Dar es Salaam als sechstes Staatsoberhaupt Tansanias vereidigt. Die tansanische Verfassung sieht vor, dass sie die verbleibende fünfjährige Amtszeit an der Spitze des Landes zu Ende führt.

  • Gambia

Er war 16 Jahre alt und Waisenkind als Lexy sich auf den horrenden Weg durch die  Sahara machte und von einem sinkenden Dingy vor Sizilien aus dem Mittelmeer gerettet wurde. Er wollte seine beiden jüngeren Geschwister und die Großmutter zu Hause unterstützen. Sein Glück war, dass die Familie Ferraro ihn umsorgte als den Sohn, den sie nie hatten. Lexy integrierte sich schnell; sprachgewandt und lernbereit arbeitete er bald in einer Apotheke und schickte Geld nach Hause. Der in Italien als „affidemento“ bekannte Prozess, in dem Pflegeeltern minderjährige Migranten betreuen, kam Lexy zu Gute.  Inzwischen konnte er mit seiner Pflegemutter Giusella Ferraro nach Gambia fliegen. Die Freude auf beiden Seiten war unbeschreiblich groß.

  • Afrika

Für 5 Monate ab November 2021 wird Dänemark eine Fregatte in den Golf von Guinea entsenden, um die steigende Seepiraterie zu bekämpfen. Piraten greifen weiterhin Schiffe an der westafrikanischen Küste an und waren für mehrere Entführungen in der Region verantwortlich. Sie haben es meist auf Öl- und Gastanker abgesehen, aber auch kleinere Boote wurden gelegentlich angegriffen. Etwa 40 dänische Handelsschiffe fahren täglich durch den Golf von Guinea und transportieren Waren im Wert von 1,6 Milliarden Dollar pro Jahr.

  • Afrika
  • Sudan

Der sudanesische Premierminister Abdalla Hamdok hat die Vereinten Nationen, die Afrikanische Union (AU), die Europäische Union und die Vereinigten Staaten schriftlich um ihre Vermittlung in einem erbitterten regionalen Streit um die Befüllung des von Äthiopien gebauten riesigen Staudamms, Grand Ethiopian Renaissance Dam (GERD), am Blauen Nil gebeten. Abdalla Hamdok zeigt sich besorgt, dass Äthiopien erklärte den Stausee hinter dem GERD wie im vergangenen Jahr wieder aufzufüllen.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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