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Sauberes Wasser ist rar in Uganda. Unzählige Kinder sterben jedes Jahr an verseuchtem Wasser. Auch Flüchtlinge leiden unter der Knappheit; sie kochen Wasser vom See ab, was viel Holz braucht und einen hohen CO2 Ausstoß verursacht. Zwei  junge Sozialunternehmer haben ein klimafreundliches Filtersystem entwickelt und bereits in 30 Schulen aufgestellt. Das Wasser läuft durch einen Granitsandfilter und wird auch ohne kochen keimfrei. Jeder Filter spart der Firma Tusafishe täglich 1500 Kilogramm CO2 ein. Für ihr  Wasserprojekt wurden die beiden Wissenschaftler 2019 mit dem „SEED Low Carbon Award“ ausgezeichnet.

Die Uganda Wildlife Authority (UWA) sicherte eine Finanzierung durch das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen für die Beschaffung von Drohnen, um Teile seiner Schutzgebiete zu überwachen. Ein Bericht aus dem Jahr 2020 über illegale Finanzströme in Afrika stellte fest, dass Uganda durch den illegalen Handel mit Wildtieren jährlich zwischen 7 und 23 Mrd. $ verliert. Der Tourismus ist Ugandas größter Devisenbringer mit etwa 1,6 Mrd. $ jährlich.

Präsident Omar Guellehs hat, in Anwesenheit zahlreicher Würdenträger, darunter Kenias Präsident Uhuru Kenyatta, Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed, Präsident Muse Biihi von Somaliland, der somalische Premierminister Mohamed Roble und Édouard Ngirente, der ruandische Premierminister, seine fünfte reguläre Amtszeit begonnen. Im April hatte der 73-Jährige mit 97,44 % die Wahlen gewonnen. Er regiert eines des kleinsten Länder Afrikas, aber mit der afrikaweit größten Ansammlung fremder Militärbasen. Seit der Unabhängigkeit von Frankreich (1977) ist er der zweite Präsident von Dschibuti

Mehr als 94.000 Personen fordern die Bundesregierung auf, beim Bauxit-Abbau in Guinea Menschenrechtsverletzungen zu stoppen und eine angemessene Entschädigung der Betroffenen zu garantieren. FIAN, "PowerShift" und "Rettet den Regenwald" haben die Petition heute dem Bundeswirtschaftsministerium übergeben. Die deutsche Bundesregierung bürgt mit einem ungebundenen Finanzkredit an den Minenbetreiber für mehrere hundert Millionen Euro. Das abgebaute Bauxit wird in Stade bei Hamburg zu Aluminium für deutsche Autos weiterverarbeitet. Seit Februar 2019 klagen 540 Vertreter*innen aus 13 betroffenen Dörfern vor der Weltbank auf Wiedergutmachung. Pressemitteilung FIAN

29 Menschen wurden nach einem eintägigen Prozess, der live im Fernsehen übertragen wurde, zum Tode verurteilt. Seit 2003 werden keine Todesstrafen mehr vollstreckt, stattdesessen in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. Bei Zusammenstößen in Kinshasa zwischen rivalisierenden muslimischen Gruppen wurden ein Polizist getötet und Dutzende andere verletzt. Sie hatten sich versammelt, um das Ende des Fastenmonats Ramadan zu feiern, stritten sich aber darüber, wer die Veranstaltung leiten sollte. Seit Jahren streiten sie sich um die Führung des muslimischen Verbandes Comico in der DRC. Etwa 10 % der Bevölkerung sind Muslime.

In einem Rahmenabkommen erklärt sich Deutschland bereit, die Verbrechen an den Volksgruppen der Herero und Nama als Völkermord anzuerkennen, erstmals offiziell um Entschuldigung zu bitten und Entschädigung zu leisten. In etwa 2 Wochen soll das Dokument von den Außenministern beider Länder in Namibia unterzeichnet werden.

Der Oberste Gerichtshof Simbabwes hat entschieden, dass die umstrittene Verlängerung der Amtszeit des „Chief Justice“ (vgl. Präsident des Bundesverfassungsgerichts) durch Präsident Emmerson Mnangagwa illegal ist. Mnangagwa hatte bekannt gegeben, dass er die Amtszeit von Luke Malaba um 5 Jahre verlängert hatte, nur wenige Stunden bevor der Oberste Richter in den Ruhestand gehen sollte.  In einem Grundsatzurteil erklärten die 3 Richter des Obersten Gerichtshofs, dass Malaba aufhörte, Chief Justice zu sein, als er 70 Jahre alt wurde, in Übereinstimmung mit der Verfassung von 2013. Präsident Mnangagwas Handlung wurde als Schritt gesehen, seine Macht zu konsolidieren.

Das Ministerium für Landwirtschaft, Landreform und ländliche Entwicklung (DALRRD) will dem National Economic Development and Labour Council (Nedlac) einen Cannabis-Masterplan vorlegen. DALRRD-Minister Thoko Didiza sagt, die Legalisierung und Kommerzialisierung von Cannabis steht an der Spitze der öffentlichen Debatte und auf der Agenda der politischen Entscheidungsträger weltweit. Der medizinische Cannabis-Anbau und der Handel mit Nutzhanf stellt auf dem Weltmarkt eine enorme wirtschaftliche Chance auf ein Milliardengeschäft für Südafrika dar. Vorausgesagt wurde im „African Cannabis Report“ ein Potenzial von mehr als 7 Milliarden US-Dollar pro Jahr ab dem Jahr 2023, insofern weitere afrikanische Staaten mit Gesetzen zur Legalisierung von Cannabis nachziehen. In Simbabwe und Lesotho wurde der Anbau von medizinischem Cannabis bereits legalisiert.

Neben dem Corona-Virus und der Heuschreckenplage kämpfen einige Staaten Ostafrikas mit schweren Regenfällen. Rund 300 Menschen starben durch Überschwemmungen. In Kenia ist der Kuja-Fluss über die Ufer getreten und hat mehrere Dörfer überflutet; auch stürzte die Oria-Riat-Brücke ein.  In Uganda haben die großen Seen (Victoria, Albert, Kyoga) die umliegenden Gebiete unter Wasser gesetzt. Tausende von Menschen wurden vertrieben. Die ruandische Regierung hat Hilfsmaßnahmen für Überschwemmungsopfer eingeleitet. Die UN warnt, dass Somalia eine gefährliche Zukunft bevorsteht, da die Dürre, gefolgt von sintflutartigen Regenfällen, die diesjährige Pflanzsaison zerstört hat.

Der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, Moussa Faki Mahamat, verurteilt aufs Schärfste die Bombardierungen im Gazastreifen, bei denen mehr als 21 Palästinenser getötet wurden, sowie die gewalttätigen Angriffe in der Al-Aqsa-Moschee, die von israelischen Sicherheitskräften gegen palästinensische Gläubige verübt wurden und bei denen etwa 300 Gläubige während des heiligen Monats Ramadan verletzt wurden.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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