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Gewaltsame Landdispute zwischen Mitgliedern der Kikuyu und der nomadischen Massai Ethnien im Riftvalley haben mehrere Tote gefordert.
Nachdem John Githongo, Regierungsbeauftragter im Kampf gegen die Korruption, sein Amt niedergelegt hat, haben die USA ihre Unterstützung des Anti-Korruptionsprogramms eingestellt. Zuvor hatte der britische Botschafter, Sir Edward Clay, die wachsende Korruption scharf kritisiert.
Auf Druck der Geberländer hat Präsident Mwai Kibaki sein Kabinett neu geformt, ohne jedoch einen Minister zu entlassen. Laut Medienbereicht will die britische Regierung korrupten Minister nund Geschäftsleuten kein Einreisevisum mehr ausstellen.
Deutschland wird die versprochene Entwicklungshilfe über 6,5 Mio. Dollar nicht an Kenia auszahlen, bis die Regierung korrupte Minister entlassen hat.
Kenianer gaben ihrer Entrüstung Ausdruck über Pläne der Regierung, Abgeordneten am Ende ihrer Amtszeit einen Bonus von 20.000 US-$ auszuzahlen. Die Mehrheit der Bevölkerung in Kenia lebt von weniger als einem Dollar.
43 Menschen wurden bei Demonstrationen gegen eine WTO Ministerkonferenz die in einem Ferienressort in der Nähe von Mombasa tagte, verhaftet. Die Polizei hatte alle Manifestationen untersagt.
Ex-Minister und engster Mitarbeit von Ex-Präsident Moi, Nicolas Biwott, hat sich vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss geweigert, über den Mord an dem damaligen Außenminister Robert Ouko auszusagen.
Bei der Eröffnung des Parlaments kam es zu Ausschreitung der Polizei gegen Demonstranten, die eine Volksabstimmung über eine neue Verfassung, die die Macht des Präsidenten beschneidet, forderten. Präsident Kibaki widersetzt sich entgegen seinen Wahlversprechen einer Kürzung seiner Kompetenzen.
Bei Auseinandersetzungen zwischen nomadischen Clan über Wasser und Land sind bei einem Überfall auf ein Dorf an der Grenze zu Somalia 30 Menschen ermordet worden.
Nach Angaben der kenianischen Regierung hat Großbritannien Bankkonten von 1 Mrd. Dollar, die vermutlich mit dem Goldenbergskandal in Verbindung stehen, eingefroren. Seit 1990 läuft eine Untersuchung über den Betrugsskandal, in den hohe Beamte der damaligen Regierung von Arap Moi verwickelt waren.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

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