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Ein Selbstmordattentäter zündete eine Autobombe vor einer Polizeistation in der Küstenstadt Zemmouri el Bahri und tötete acht Menschen.  
Schon wieder wurden zwei Christen zu Geld- und Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie angeblich versucht haben, Muslime zum christlichen Glauben zu bekehren. Bei einer Routinekontrolle fand die Polizei im Auto der Angeklagten Bibeln und andere christliche Literatur.
Vier Algerier wurden zu Haft - und Geldstrafen verurteilt, weil sie zum Christentum konvertierten. Zwei andere wurden wieder freigelassen, weil sie dem neuen Glauben abschworen. Die Verhaftung kam wegen des Besuchs eines „illegalen“ Gottesdienstes.
13 Insassen eines Flüchtlingsboots wurden tot an der Küste vor Oran aufgefunden. Moscheen und Regierungsmedien haben eine Kampagne begonnen, verzweifelte Algerier von einer Überfahrt nach Europa abzuraten.
Die Behörden haben 13 protestantische Kirchen und Gebetsräume geschlossen, die meisten in der Unruheregion Kabylei. Gründe wurden offenbar nicht genannt. Auch die katholische Kirche Algeriens beklagt sich über eine wachsende Intoleranz bei den Behörden. Seit Februar 2006 verlangt ein Gesetz, dass nicht-islamische Kultstätten genehmigt werden müssen.
Die Behörden haben Hugh Johnson, einen Geistlichen, der zeitweilig Algeriens ranghöchster protestantischer Kirchenmann war, des Landes verwiesen. Eine Begründung für den drastischen Schritt wurde nicht genannt. Viele Kirchenvertreter, darunter auch die katholischen Bischöfe, haben gegen den Bescheid der Behörden heftig protestiert.
Unlängst hat die Unesco die Kasbah ins Weltkulturerbe aufgenommen. Jetzt hat das Land knapp drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die historische Altstadt zu restaurieren und dadurch Touristen anzuziehen. Ein Sprecher der Stadt Algier sagte, das Geld solle eingesetzt werden, um in den nächsten drei Jahren verfallene Häuser und Moscheen zu reparieren. Einige Häuser sollen zu Bibliotheken umgebaut werden.
Algerische Sicherheitskräfte haben Medienberichten zufolge bei einem Einsatz östlich der Hauptstadt Algier 25 mutmaßliche Terroristen getötet, die der Terrororganisation Al Kaida nahe standen.
Bei einem Besuch von Präsident Abdelaziz Bouteflika in Moskau wurde mit Präsident Putin eine engere Zusammenarbeit im Energiesektor vereinbart. Beobachter befürchten die Schaffung eines Gaskartells, wie Opec. Beide Länder gehören zu den wichtigsten Gasproduzenten.
Zum ersten Mal seit dem Inkrafttreten eines neuen Dekrets, das die religiöse Praxis für nicht-muslimische Gemeinschaften regelt, ist ein Priester zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, weil er „eine religiöse Feier“ in einem dafür vom Staat „nicht anerkannten Ort“ zelebriert habe. Fr. Pierre Wallez war von kamerunischen Studenten gebeten worden, einen Gottesdienst zu feiern. Der Erzbischof von Algier, Henry Tessier, sagte in einem Interview, die neue Haltung der Regierung sei durch das aggressive Auftreten von evangelikalen Gruppen geprägt worden.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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