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Amnesty International hat seine Besorgnis wegen der Verhaftung des Führers der neu registrierten Oppositionspartei Ayam Nour, und mehrerer Intellektueller, zum Ausdruck gebracht. Nour hatte eine Verfassungsänderung gefordert, damit bei den Präsidentschaftswahlen im September mehr als ein Kandidat aufgestellt werden kann.
Die Internationale Atombehörde (IAEA) untersucht zur Zeit Ungereimten in Berichten der ägyptischen Regierung. Verschieden Versuche, die zum Bau der Atombombe beitragen können, waren verschwiegen worden.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) kritisiert die ägyptischen Sicherheitskräfte, die nach dem Anschlag auf ein Hotel in Taba in letzten Oktober in der Umgebung über 2.500 Beduinen verhaftet und gefoltert habe. Die Resultate des Untersuchungsbericht, der fünf lokale Täter verantwortlich macht, werden angezweifelt.
Der 76-jährige Präsident Mubarak, der Ägypten seit 1981 regiert, will in Zukunft mehrere Kandidaten bei Präsidentschaftswahlen zulassen. Bisher wurde nur ein einziger Kandidat vom Parlament aufgestellt.
Die ägyptische Regierung hat den Anführer der Ghad-Partei, Aiman Nour, und fünf andere Parteimitglieder gegen Kaution aus dem Gefängnis entlassen. Nour hatte aus dem Gefängnis seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen angekündigt. Die USA hatten gegen die Verhaftung Nours protestiert.
Die ägyptische Regierung hat nach vier Jahren wieder einen Botschafter nach Tel Aviv entsandt. Der Botschafter war 2000 zurückgezogen worden als Protest gegen die israelische Reaktion gegen die Intifada.
Mitglieder von muslimischen Bruderschaften demonstrierten in Kairo und forderten die Abschaffung des Notrechts, Parteienfreiheit und die Einführung der Sharia.
Bei der Explosion einer Bombe in einem Basar der kairoer Altstadt kamen außer dem Attentäter zwei Touristen ums Leben. Mehrere Personen wurden schwer verletzt. Wer hinter dem Attentat steht, ist bisher unklar.
Zum ersten Mal hat eine Frau ein Selbstmordattentat verübt. Bei zwei Anschlägen auf Touristenziele in Kairos wurden neuen Menschen verletzt.
Eine Volksbefragung soll über einen neuen Modus der Präsidentschaftswahl entscheiden, bei der mehrere Kandidaten in einer direkten Wahl zugelassen sind. Die Zahl der Amtsperioden des Präsidenten bleibt unbegrenzt und die Bedingungen für unabhängige Kandidaten schwierig.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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