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Frauenministerin Pauline Tallen erklärte, dass Nigeria die meisten Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen bis 2030 nur dann erreichen kann, wenn es sich mit dem Problem der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) auseinandersetzt. Nigeria hat die meisten Fälle von Genitalverstümmelung in der Welt.  Frau Tallen sagte, dass die 2030-Ziele in den Bereichen Gesundheit und Wohlbefinden, Bildung, Gleichstellung der Geschlechter, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum nur erreicht werden können, wenn FGM in dem Land abgeschafft wird. Über 200 Millionen Mädchen und Frauen sind in 30 Ländern, darunter Nigeria, der Praxis der Genitalverstümmelung ausgesetzt.

Die Tatsache, dass die USA wegen des Ukraine Krieges russische Steine auf die Sanktionsliste stellen - Russland ist der größte Produzent - könnte für Botswana, den zweitgrößten Produzenten, eine große Chance sein. Vor 50 Jahren gehörte Botswana noch zu den 25 ärmsten Ländern der Welt, jetzt zur oberen Mittelschicht. In 2021 verkaufte die Debswana Mine Diamanten im Wert von 3,5 Milliarden US  Dollar. Während Bodenschätze in anderen Ländern Afrikas eher ein Fluch waren, hat Botswana klug gehandelt. Die Regierung hat von Anfang an das Einkommen von den Diamanten für Schulen, Straßen sowie medizinische und andere Entwicklungen verwendet. Anders als Blutdiamanten, gelten Botswanas Steine als ethisch einwandfrei und sollten dem Land noch mehr Wohlstand bringen.

Aus ethischen Gründen will Italien seit Kriegsanfang sich vom russischen Gas lösen. Neben den von Regierungschef Mario Draghi ausgehandelten Verträgen mit Algerien und Katar war jetzt ein italienisches Team zu Besuch in der Republik Kongo und in Angola. Von der Republik Kongo sollen von 2023 an jährlich  4. 5 Milliarden Kubikmeter Flüssiggas (LNG) nach Italien kommen. Ähnliche Verträge gibt es mit Angola. Bisher hat Russland 45% des in Italien verbrauchten Erdgases geliefert. Jetzt sichert und diversifiziert Italien seine Energiequellen.

Laut UNICEF sind 10 Millionen Kinder am Horn von Afrika von schwerer Dürre betroffen; schätzungsweise 3 Mio. mehr als noch vor 2 Monaten. Wenn in dem schlimmsten klimabedingten Notfall seit 40 Jahren nicht bald Regen fällt und Hilfe von außen kommt, können die Menschen nicht überleben. UNICEF benötigt 250 Mio. US Dollar für humanitäre Hilfe für Äthiopien, Somalia, Kenia, Eritrea und Dschibuti. Die Krise wird durch die Heuschreckenplage, die Pandemie und den Ukrainekrieg noch gesteigert. Die durch letzteren bedingten Preissteigerungen für Lebensmittel und die Schrumpfung von Liefermengen könnten zu „Brotunruhen“ führen.

Arbeitslosigkeit und Armut im ölproduzierenden Nigerdelta haben die illegale Rohölverarbeitung zu einem attraktiven Geschäft gemacht - mit tödlichen Folgen. Das Rohöl wird aus einem Netz von Pipelines abgezapft, die großen Ölgesellschaften gehören, und in behelfsmäßigen Tanks zu Produkten raffiniert. Bei einer Explosion in einem illegalen Ölraffinerie-Depot im nigerianischen Bundesstaat Rivers sind mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Der Brandausbruch ereignete sich in einer illegalen Bunkeranlage und betraf mehr als 100 Menschen, die bis zur Unkenntlichkeit verbrannt wurden.

Der 25. April würdigt den weltweiten Kampf gegen die tückische, von den Anopheles Mücken übertragene, Infektionskrankheit. Zeitig zu diesem Tag hat die WHO in Genf eine positive Bilanz eines  Pilotprojekts vorgestellt. Über eine Million Kinder in Ghana, Kenia und Malawi haben mit dem neuen Wirkstoff RTS,S Impfungen gegen Malaria erhalten. Das Vakzin soll einen weitreichenden Schutz gegen die Infektion bieten, ist sicher und leicht  zu verabreichen. Jährlich könnte mit einer Impfung das Leben von zehntausenden afrikanischen Kindern gerettet werden. Bisher traten 94% aller Malaria Fälle in Afrika auf. In 2019 sind von 229 Mio. Malariaerkrankungen weltweit 409.000 Menschen im Zusammenhang mit der Krankheit gestorben.

Europa sucht nach Wegen, sich von russischen Gas- und Erdölimporten unabhängig zu machen. Langfristig soll die Wirtschaft von fossilen, klimaschädlichen Energie-trägern auf Wasserstoff umgestellt werden. Für beides wäre Afrika der natürliche Partner. Aber es gibt Hindernisse.....mehr dazu im "Hintergrundpapier 2.2022 - Erdgas aus Afrika für Europa"  siehe Publikationen

Die Nobelhotels von Kapstadt rangieren ihre Bettlaken aus, lang bevor sie abgenutzt sind. Dank Danolene Johanneson und ihrem Team finden Sie in der Nähwerkstatt ein neues Leben als frische, weiße Schulhemden für die ärmsten Kinder der Stadt. Schuluniformen sind in Südafrikas öffentlichen Schulen obligatorisch, u. a.  weil sie helfen, die große soziale Kluft zu überbrücken. Jedes Jahr machen die fleißigen Helfer aus 1.800 Laken 10.000 Hemden. Seit Beginn des Unternehmens „Restore SA“ in 2015 haben sie fast hunderttausend Kinder mit alter Wäsche eingekleidet. So können Sie die Kinder in der Schule halten, ihr Selbstwertgefühl stärken und Ihnen weitere Bildungschancen ermöglichen.

Weil wegen der extremen anhaltenden Dürre neben den Nutztieren der Hirten auch Wildtiere in den Nationalparks zu Hunderten umkamen, hat der „Kenya Wildlife Service“ (KWS) Heu bereitgestellt, Bohrlöcher gebohrt und Wasserpfannen gefüllt, um einige Tiere zu retten. Tierärzte sind in den Parks unterwegs, um kranke und schwache Tiere zu identifizieren und zu behandeln. Auch führen Sie Obduktionen an Kadavern durch. In den letzten Tagen gab es erhebliche Regenfälle, eine Erleichterung für Pflanzenfresser, die über Monate in der trockensten Jahreszeit seit 40 Jahren von Wasser und Laubmangel betroffen waren.

Als kürzlich Dutzende junge Männer sich vor der russischen Botschaft in Addis Abeba versammelten und sagten, sie wollten bei den Kriegsanstrengungen in der Ukraine helfen, kamen Gerüchte über Rekrutierung auf, die Russland heftig dementierte. Auch würde die Botschaft keine Bewerbungen entgegennehmen. Sie dankte jedoch der äthiopischen Regierung für ihre Unterstützung bei der UNO Abstimmung über den Ukraine Krieg.  Äthiopien hatte die Sitzung verpasst.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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