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Der Bergbaugigant Anglo American hat in einer Platinmine im Norden Südafrikas den größten wasserstoffbetriebenen Lkw der Welt vorgestellt, ein 220 Tonnen schweres Ungetüm. Das Fahrzeug, das als erstes einer Flotte bezeichnet wird, die die dieselbetriebenen LkWs des Unternehmens ersetzen soll, nutzt 2-Megawatt-Wasserstoffbrennstoffzellen, um bis zu 290 Tonnen Erz zu transportieren. Anglo American hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 kohlenstoffneutral zu sein. Das Unternehmen wird die Solarenergie nutzen, um den Brennstoff bereitzustellen. Dabei wird die Energie verwendet, um Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. Im November letzten Jahres sagten reiche Nationen, darunter Frankreich, Deutschland, UK und die Vereinigten Staaten, mindestens 8,5 Milliarden Dollar und technische Hilfe zu, um Südafrika bei der Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft zu unterstützen.

11 ägyptische Soldaten wurden getötet, als sie versuchten, einen "terroristischen" Angriff auf das Gebiet des Suezkanals zu vereiteln, dass an die Sinai-Halbinsel grenzt, eine Brutstätte dschihadistischer Aktivitäten. Die Gruppe "Islamischer Staat" hatte erklärte, sie habe eine Gaspipeline auf der unruhigen ägyptischen Sinai-Halbinsel in die Luft gesprengt und behauptet, sie sei mit Israel verbunden. Sicherheitsquellen sagten zuvor, dass es sich bei der getroffenen Pipeline um eine inländische Pipeline handelte, die mit einem Kraftwerk in El-Arish verbunden ist, dass Häuser und Fabriken im zentralen Sinai mit Strom versorgt. Präsident Abdel Fattah al-Sisi versprach auf Facebook: „Diese terroristischen Operationen werden die Entschlossenheit des Landes und der Armee, den Terrorismus weiter auszurotten, nicht besiegen.“

Die britische National Crime Agency hat die Wiedererlangung von 23,5 Mio. USD an geraubten Geldern von Verbündeten und der Familie des ehemaligen nigerianischen Diktators Sani Abacha bekannt gegeben. Nigeria hatte in der Vergangenheit auch mehrere andere Tranchen der Abacha-Beute wiedererlangt, darunter die letzte, 308 Millionen US-Dollar, die der Gouverneur des Bundesstaates Kebbi, Abubakar Bagudu, auf Jersey gewaschen hatte. Im Jahr 2006 wurden etwa 723 Millionen US-Dollar an Abacha-Geldern aus der Schweiz an Nigeria zurückgegeben, aber über die Verwendung der Gelder wurde nicht Buch geführt, so Transparency International.

 „Wir ziehen Lehren aus Russland, eine davon ist, dass eine starke Abhängigkeit vom US-Dollar nicht gut ist“, sagt Persistence Gwanyanya. „Wir wollen versuchen, einige dieser geopolitischen Fragen in unserer lokalen Wirtschaft zu berücksichtigen.“ Im Rahmen der neuen Maßnahmen wird die Zahlung in Landeswährung für Dienstleistungen wie die Beantragung von Pässen, die Zahlung von Einfuhrzöllen und Steuern zunehmen. Mit „Greenbacks“ wird fast alles bezahlt, von Lebensmitteln über Treibstoff und Medikamente bis hin zu Straßenbenutzungsgebühren. Arbeitnehmer, darunter Lehrer und Bankangestellte, fordern seit Anfang dieses Jahres Gehälter in US-Dollar, um die an die ausländische Währung gekoppelten Lebenshaltungskosten zu begleichen.

Bei der von dem südafrikanischen Gewerkschaftsbund COSATU veranstalteten Maikundgebung in Rustenburg sollte Präsident Cyril Ramaphosa sprechen. Doch die seit Wochen für höhere Löhne streikenden Minenarbeiter begrüßten ihn mit Spott und Buhrufen und stürmten die Bühne. Die Polizei musste eingreifen, während ein Leibwächter den Präsidenten in Sicherheit brachte. Wie andere Unternehmen Südafrikas, wurde auch die Sibanye-Stillwater Mine, der größte Platin Produzent, von der Covid-Krise hart getroffen. Trotzdem bleibt der Bergbau einer der wichtigsten Sektoren Südafrikas; er macht 8 - 10% des Nationaleinkommens aus und beschäftigt fast 450.000 Menschen.

Dem mit 90 Jahren verstorbenen Mwai Kibaki wurde bei der Trauerfeier am Wochenende von Würdenträgern aus dem In- und Ausland unendlich viel Lob gespendet. Kibaki war der dritte Präsident des unabhängigen Kenia, der erste aus der Opposition nach 40 Jahren Einparteienwirtschaft. Nach seiner Wahl in 2002 führte er effektive Wirtschaftsreformen ein. Leider löste seine Wiederwahl 5 Jahre später landesweite Gewalt aus. Er war ein „wahrer Patriot“, ein „großer Führer“, der auch Macht teilen konnte, solange es nicht zu Korruption kam. Er war der „beste Ökonom“ und der „großartigste Präsident“, der Architekt der jetzigen Wirtschaft, der  das Land entwickelte und zur Vereinigung des kenianischen Volkes beigetragen hat.

Die stellvertretende US-Außenministerin Wendy Sherman beginnt ihre Vier-Nationen-Reise in Südafrika und reist anschließend nach Angola, Gabun und Frankreich. Mit den afrikanischen Ländern wird sie Fragen des regionalen Friedens, der maritimen Sicherheit und des Klimawandels erörtern. Anfang April hatte der Francisco Furtado (angolanische Staatsminister und Leiter der Abteilung für militärische Angelegenheiten) sich mit dem amerikanischen Verteidigungsminister Lloyd Austin getroffen und vereinbart, Angola zur führenden panafrikanischen Friedensorganisation zu machen. Dies soll durch den Modernisierungsprozess der angolanischen Streitkräfte erreicht werden.

Mehr als 35 000 Menschen, die im Bezirk Kiryandongo ohne Entschädigung von ihrem Land vertrieben wurden, sind in ihrer Existenz bedroht. Die Opfer, vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen aus zehn Dörfern, wurden im Jahr 2020 von ihrem Land ausgewiesen, das etwa 9.300 Hektar groß ist und auf dem sie seit Generationen siedelten. Die Bewohner haben sich mit drei Unternehmen gestritten, die ebenfalls Anspruch auf das Land erheben und angeblich in betrügerischer Absicht Landtitel erworben haben. Bei den Unternehmen handelt es sich um Kiryandongo Sugar Limited, Agilis Partners Limited und Great Seasons SMC Limited. Sie haben auf dem Land verschiedene Investitionen getätigt, darunter Zuckerrohranbau, Sojabohnen, Sonnenblumen, Mais und Kaffee.

Die wirtschaftliche Erholung in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara hat in der zweiten Jahreshälfte 2021 positiv überrascht. In diesem Jahr wurde dieser Fortschritt jedoch durch die russische Invasion in der Ukraine gefährdet, die einen globalen wirtschaftlichen Schock ausgelöst hat, der die Region zu einer Zeit trifft, in der der politische Spielraum der Länder, darauf zu reagieren, minimal bis nicht vorhanden ist. Vor allem die steigenden Öl- und Lebensmittelpreise belasten die Außenhandels- und Haushaltsbilanzen der rohstoffimportierenden Länder und haben die Sorge um die Ernährungssicherheit in der Region verstärkt. Darüber hinaus verschärft der Schock einige der drängendsten politischen Herausforderungen der Region, darunter das soziale und wirtschaftliche Erbe der COVID-19-Pandemie, der Klimawandel, erhöhte Sicherheitsrisiken in der Sahelzone. Vollständiger Report

Präsident Uhuru Kenyatta teilte mit, dass der Mindestlohn des Landes sofort um 12 % angehoben wird. Der aktuelle Mindestlohn in Kenia beträgt 13 500 Kenia-Schilling pro Monat, ca.110€.; seit 3 Jahren ist er nicht mehr überprüft worden. Im vergangenen Monat war das Land von Kraftstoffknappheit betroffen. In einigen Teilen Nairobis kam der Verkehr zum Erliegen, da sich die Autofahrer in langen Schlangen vor den Tankstellen anstellten.  Wie in anderen Ländern der Region haben die Kenianer, bedingt durch den Krieg in der Ukraine, mit einem Preisanstieg bei Lebensmittel und Treibstoff zu kämpfen.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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