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"Afrika kann nicht die rohstoffproduzierende und -exportierende Wirtschaft der Vergangenheit sein, wenn wirtschaftlichen Wandel erreichen und Arbeitsplätze für seine junge Bevölkerung schaffen will", sagte Wamkele Meme, Leiter der afrikanischen Freihandelsagentur. "Afrika ist heute weniger industrialisiert als in den 1970er Jahren", und das verarbeitende Gewerbe trägt nur noch 10 % zum afrikanischen BIP bei, während es in den 1970er Jahren noch 15 % waren,“ sagte er. Die afrikanische Freihandelszone (African Continental Free Trade Area, AfCFTA), soll weiter vorangetrieben werden. Das Abkommen wurde 2018 von 54 Mitgliedsstaaten unterzeichnet, 30 haben inzwischen ihre Ratifizierungsurkunde bei der Kommission der Afrikanischen Union hinterlegt. Im Januar 2021 hat der Handel zu AfCFTA-Bedingungen begonnen. Der ein einheitlicher Markt wird gemessen an der Zahl der teilnehmenden Länder die größte der Welt sein.

Das Biotechnologieunternehmen Afrigen Biologics and Vaccines in Kapstadt will die beiden derzeit zugelassenen mRNA-Präparate von Moderna und Biontech/Pfizer so bearbeiten, dass der Impfstoff  keine Kühllagerung erfordert – Afrigen wird deshalb von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem UN Medicines Patent Pool (MPP) sowie der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC) unterstützt. Der neue Impfstoff soll kostenlos lizenziert werden.

Die die in Kenia geborene Wissenschaftlerin Patricia Kingori ist die jüngste schwarze Professorin an der Universität Oxford, sogar eine der jüngsten Frauen, die in der 925-jährigen Geschichte der Universität jemals eine volle Professur erhalten haben. Professorin Kingori ist medizinisch spezialisierte Soziologin, die bereits die WHO,  „Save the Children“ und „Ärzte ohne Grenzen“ beraten hat. Sie bedankte sich bei den vielen Menschen, die ihr Inspiration und Unterstützung gaben. Zur Zeit sind unter den 23.000 Universitätsprofessoren Großbritanniens nur 155 Schwarze.

COVID-19 Dashboard des Zentrums für Systemwissenschaft und -technik (CSSE) an der Johns Hopkins University (JHU). https://coronavirus.jhu.edu/map.html.  Die neuesten Entwicklungen weltweit und in den einzelnen Ländern können sie hier nachverfolgen.

Das Oberste Gericht von Makhanda wird am Freitag über den Antrag auf eine einstweilige Verfügung zur Unterbindung der Untersuchung von seismischen Untersuchungen von Shell vor der Wild Coast entscheiden. Ein früherer Versuch von internationalen und lokalen Umweltschützern, eine einstweilige Verfügung zu erwirken, war Anfang des Monats gescheitert. Der amtierende Richter Avinash Govindjee vom Makhanda High Court entschied, dass die Behauptungen über die schädlichen Auswirkungen der Untersuchung auf die Umwelt und die Meeresfauna "bestenfalls spekulativ" seien und die Antragsteller keine begründete Befürchtung eines irreparablen Schadens nachgewiesen hätten. Die Antragsteller behaupten jedoch, dass die Untersuchung das Meeresleben zerstören wird.

Das sagte Mpho Phalatse nach ihrer Wahl zur Bürgermeisterin von Johannesburg. Sie ist die erste Frau in diesem Amt, eine Schwarze, alleinerziehende  Mutter von 3 Kindern und Ärztin. Ihre Vision ist eine sichere, friedliche Stadt, viele Arbeitsplätze, wirtschaftliches Wachstum und Sorge für Bedürftige. Sie will keine Müllberge an allen Ecken, keine Straßen mit Schlaglöchern, ausgehende Lichter und trockene Wasserhähne. Sie will kriminelle Gruppen eliminieren, die Korruption stoppen, den Fremdenhass beenden und Einwanderer als Bereicherung sehen. Ihre Stadt Johannesburg ist, besonders seit dem Auftreten der Omikron-Variante, das Epizentrum der Pandemie. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt rasant, und nur jeder vierte Südafrikaner ist voll geimpft. Die Ärztin umwirbt die Impfgegner in der Überzeugung, dass nur weitverbreitete Impfung Krankenhauseinweisungen und Lockdowns verhindern kann. Fünf Jahre werden nicht reichen, um alle Probleme zu lösen, aber viele Bürger sehen mit der Wahl von Mpho Phalatse einen politischen Aufbruch für ein besseres Leben in Südafrikas Millionenstadt.

Der Oberste Gerichtshof des Landes ordnete an, dass der ehemalige Staatschef Jacob Zuma ins Gefängnis zurückkehren muss, um seine 15-monatige Haftstrafe abzusitzen. Die Entscheidung, ihn auf medizinische Bewährung freizulassen, ist aufgehoben.  Die Anwälte des ehemaligen Präsidenten legen gegen die Entscheidung des Gerichts Berufung ein.

5 Flüchtlinge haben versucht, ihre Abschiebung durch das botsuanische Ministerium für Verteidigung, Justiz und Sicherheit vor Gericht anzufechten. Sie waren 2008 mit der Begründung ins Land gekommen, sie seien vor der politischen Gewalt während der Jahre von Robert Mugabe geflohen. Sie hatten sich mit einer Petition an den UNHCR-Hauptsitz in Genf gewandt, nachdem im Januar 2020 der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR), erklärte dass die Flüchtlinge nicht mehr gefährdet seien, und damit den Weg für Botsuana ebnete, etwa 300 simbabwischen politischen Flüchtlingen und einigen Deserteuren der Armee die Rückkehr in ihre Heimat zu gestatten, damit sie sich für eine freiwillige Rückführung registrieren lassen können. Botsuana erkennt nun keine politischen Flüchtlinge aus Simbabwe mehr an.

Am 9. Dezember 1961 wurde Tanganjika unabhängig, etwas später auch Sansibar; die beiden bilden nun den Staat Tansania. Die Staatspräsidentin Hassan sowie Politiker und Bürger würdigten den Frieden im Landesinnern und mit den Nachbarn, das weite Netz von Beziehungen und Partnerschaften, die erstaunliche Entwicklung zu einem Land „mit einem niedrigen mittleren Einkommen“ und die Verbesserung von Infrastruktur und sozialen Diensten. Die offizielle Staatsfeier fand im Uhuru National Stadion in Daressalam statt unter Teilnahme der Nachbarpräsidenten aus Kenia, Ruanda, Mosambik und den Komoren und vielen Ehrengästen. Über 300 Tansanier stellten die Pilgerfahrt auf den Kilimandscharo nach, denn vor 60 Jahren wurde die Uhuru-Fackel als Symbol der Befreiung auf den höchsten Berg des Landes gebracht.

Die Europäische Union hat Sanktionen gegen das russische private Militärunternehmen Wagner Gruppe sowie gegen acht Einzelpersonen und drei weitere Energieunternehmen in Syrien verhängt. "Die Wagner-Gruppe ist für schwere Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine, Syrien, Libyen, der Zentralafrikanischen Republik, dem Sudan und Mosambik verantwortlich", erklärte die EU in ihrem Amtsblatt und nannte Folter und außergerichtliche Hinrichtungen. Unternehmen und Bürger aus der EU dürfen mit den Involvierten keine Geschäfte mehr machen. Zudem wurden deren Vermögen in der EU eingefroren und sie wurden mit Einreisesperren belegt.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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