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Mit einem Höchststand der jährlichen Inflation von 18 % im März letzten Jahres und einer Lebensmittelinflation von 23 % hat dieser Anstieg der Lebenshaltungskosten zu dem geführt, was von einigen als "Tütenwirtschaft" bezeichnet wird. Von Babynahrung über Speiseöl bis hin zu Frühstücksflocken werden nun kleinere Portionen verkauft. Nicht nur verarbeitete und industriell gefertigte Waren, sondern auch Frischwaren sind vom Preisanstieg betroffen. Süßkartoffeln werden in Scheiben angeboten und nicht wie früher nur als ganze Knolle. Nach Schätzungen der Weltbank hat die jüngste Inflation weitere 7 Millionen Nigerianer in die Armut getrieben - nun mehr als 100 Millionen Menschen etwa die Hälfte der Bevölkerung.

Der Avocado-Sektor in Kenia ist so lukrativ geworden, dass organisierte kriminelle Banden begonnen haben, die Früchte zu stehlen. Mit den Früchten eines einzigen Baumes kann man die private Ausbildung eines Sekundarschülers für ein ganzes Jahr bezahlen - bis zu 450 Euro. Die Farmer stellen Bürgerwehren auf und versuchen mit Drohnen ihre Bäume zu überwachen. Um den Schwarzmarkt einzudämmen, haben die Behörden ein Ausfuhrverbot für Avocados von November bis Ende Januar verhängt. Zu früh gepflückte Früchte reifen auch nicht nach. Kenia hat Südafrika als größter Avocado Exporteur des Kontinents überholt. In Zukunft wird der Avocado Anbau die Teeplantagen verdrängen.

Das frühere Staatsoberhaupt Ibrahim Boubacar Keita starb im Alter von 76 Jahren. Er regierte das Land ab 2013, ehe er im August 2020 durch einen Putsch entmachtet wurde. Es war ihm nicht gelungen, die Angriffe von Islamisten vor allem im Norden des Landes unter Kontrolle zu bringen und politische Reformen zu verwirklichen.  Zwischen 1994 und 2000 war er Ministerpräsident unter dem ersten demokratisch gewählten Präsidenten Alpha Oumar Konaré (1992-2002).

Russland und China haben den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen daran gehindert, eine Entscheidung des westafrikanischen Wirtschaftsblocks ECOWAS zu unterstützen, neue Sanktionen gegen Mali zu verhängen. Kenias Botschafter bei den Vereinten Nationen, Martin Kimani, sagte, er sei "enttäuscht", dass der Rat sich nicht auf eine, wie er es nannte, "relativ milde" Presseerklärung einigen konnte, und sprach sich für die "Verhängung von Sanktionen gegen die Militärbehörden in Mali aus.

Die Länder in Subsahara-Afrika verloren insgesamt 1,93 Milliarden Dollar aus ihrer Wirtschaft, weil die Regime das Internet weiträumig abschalteten. Aus dem Bericht des „Global Cost of Internet Shutdowns 2021“ geht hervor, dass Nigeria die größte Beeinträchtigung 5 040 Stunden pro Jahr (210 Tage 1,45 Mrd. $) aufweist, gefolgt von Äthiopien 8 760 Stunden (164,5 Mio. $). Weitere nennenswerte afrikanische Länder sind: Sudan 605 Stunden (25 Tagen), Uganda (109 Mio. $), Burkina Faso (35,9 Mio. $), Eswatini 216 Stunden Blackout (2,9 Mio. $). Weiter wird berichtet, dass 69 % aller Internet-Störungen mit Einschränkungen der Versammlungsfreiheit, 29 % mit Wahleinmischungen und 29 % mit Verstößen gegen die Pressefreiheit verbunden waren und 75 % der staatlichen (globalen) Internetausfälle mit zusätzlichen Menschenrechtsverletzungen.

Die Bewohner des Gebiets um Mutoko (145 km nordöstlich der Hauptstadt Harare) fühlen sich betrogen. Sie müssen zusehen, wie fremde Firmen ihren kostbaren schwarzen Granit abbauen und abtransportieren - bis zu 60 Lastwagen pro Tag. Sie fühlen sich bedroht, ausgebeutet und schlecht behandelt; ihre Häuser werden durch Sprengungen beschädigt; Ackerland wird unbrauchbar und die schon prekären Straßen werden weiter demoliert. Die Königliche Bibliothek in Kopenhagen ist von Mutoko Granit gebaut. Für die 6.500 Tonnen hat die simbabwische Regierung 975.000 US Dollar eingesteckt. Bis die Dörfler  lernen, ihren Stein selbst zu bearbeiten, bleiben sie die Verlierer.

In öffentlichen Gesundheitseinrichtungen ist die Verschreibung von Verhüttungsmittel vom Familienstand abhängig.   Unverheirateten Frauen werden Verhütungsmittel oft verweigert, während bei verheirateten Frauen in der Regel die Zustimmung des Ehemannes eingeholt wird; in einigen Fällen wird unverheirateten Frauen geraten, zu heiraten. Das Land hat eine jährliche Wachstumsrate von 2,6 %. Bis 2050 wird es voraussichtlich das drittbevölkerungsreichste Land der Welt werden.

Die Forderung nach einem vollständigen Verbot von DDT (Dichlor-Diphenyl-Trichlorethan) hat eine Debatte ausgelöst. DDT wird in der Landwirtschaft (z.B. Indien) und zur Eindämmung krankheitsübertragender Insekten (Malariabekämpfung) eingesetzt.  Prof Bontle Mbongwe, von Botsuana argumentiert, „da DDT nicht abgebaut wird, bleibt es viele Jahre lang in der Umwelt intakt; daher sind Mensch und Umwelt seinen toxischen Wirkungen ausgesetzt, von denen einige die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen können…noch bedenklicher ist, dass DDT über den Boden, das Wasser und vor allem die Luft durch die Umwelt und über Grenzen hinweg transportiert wird." Die Länder südlich der Sahara gehen von DDT und Pyrethroiden zu mehr Organophosphatchemikalien, den Neonicotinoiden, über. Ende 2020 zeigten jedoch noch 18 Staaten die Verwendung von DDT zur Seuchenbekämpfung an.

Ndugai hat die Entscheidung der Regierung angefochten, Kredite in Höhe von 560.000 US-Dollar vom Internationalen Währungsfonds IWF zu übernehmen, und erklärt, dass das Land durch die Kreditaufnahme Gefahr läuft, verscherbelt zu werden. Ndugai ist einer der dienstältesten Abgeordneten, der seit dem Jahr 2000 für den Wahlkreis Kongwa im Parlament sitzt. Der Rücktritt wird unterschiedlich bewertet.

Die katholische Kirche in Kamerun erhofft sich vom Africa-Cup einen wichtigen Impuls für die Konfliktlösung im Land. Die katholischen Bischöfe erklärten, dass das Fußballturnier "der Beginn eines neuen Kamerun sein könnte, das an Frieden, Einheit und Brüderlichkeit glaubt". Zum Start des Turniers gab es ein interreligiöses Gebet mit katholischen, protestantischen und muslimischen Geistlichen. Kamerun wird aktuell von zwei Krisen dominiert: zum einen dem Konflikt zwischen Regierung und englischsprachiger Minderheit im Südwesten; zum anderen der Bedrohung durch die islamistische Terrormiliz Boko Haram im Norden des Landes.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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