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Nach der Verhaftung des ehemaligen Präsidenten Jacob Zuma am Mittwoch kam es in den letzten Tagen in ganz KwaZulu-Natal zu Gewalt und Plünderungen. Die Ausschreitungen von Zumas Anhängern begannen in seiner Heimatprovinz und breiteten sich am Wochenende auf die Provinz Gauteng und Johannesburg aus. Hauptverkehrsstraßen wurden mit brennenden Trümmern blockiert, die Infrastruktur beschädigt, Geschäfte geplündert und mindestens 33 Lastwagen abgefackelt. Die Autobahn N3 Johannesburg - Durban war für viele Stunden blockiert. Der städtische Busverkehr in eThekwini (Durban) ist ausgesetzt und auch Taxis werden in der Provinz nicht fahren.

Die Hoffnungen waren groß, als 2011, nach jahrzehntelangem Krieg mit dem Norden, der Süden mit überwältigender Mehrheit für die Abspaltung stimmte und so der Südsudan zur jüngsten Nation der Welt wurde. Ehemalige Rebellenführer wurden Führer des Landes: Salva Kiir, erster Präsident, Riek Machar Stellvertreter. Viele Südsudanesen, die geflohen waren, kehrten zurück, während die internationale Gemeinschaft Millionen von Dollar in die Unterstützung der neuen Regierung steckte. Im Machtkampf (2013 – 2018) zwischen Präsident Salva Kiir und Vizepräsident Riek Machar verloren rund 400 000 Menschen ihr Leben, 3,9 Millionen Südsudanesen, wurden zu Flüchtlingen. 2018 wurde ein Einheitsvertrag für eine Koalitionsregierung geschlossen. Heute ist das ölreiche Land eines der ärmsten Länder der Welt, in dem 8 Mill. Menschen, 2/3 der Bevölkerung, auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.

Die WHO teilt mit, dass Afrika gerade seine verheerendste Woche (251 000 neue Covid-19-Fälle) der Pandemie erlebt hat, aber das Schlimmste noch bevorsteht. 16 afrikanische Länder verzeichnen ein Wiederauftreten des Virus. Südafrika ist am schlimmsten betroffen. Nur 16 Millionen Menschen, 2 % der afrikanischen Bevölkerung, sind vollständig geimpft. Aktuelle Übersicht     https://allafrica.com/coronavirus/#covid19-map 

Kurz vor seiner Verhaftung (40 Min.) stellt Ex-Präsident Zuma sich den Behörden. Hunderte seiner Anhänger, einige mit Gewehren, Speeren und Schilden bewaffnet, hatten sich in der Nähe seines Wohnortes versammelt, um zu versuchen, seine Verhaftung zu verhindern. Er war zu einer 15-monatigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er sich einer Anordnung widersetzt hatte, bei einer Untersuchung über Korruption während der neun Jahre, in denen er Präsident war, auszusagen. Die Vorwürfe waren bereits während seiner Amtszeit (2009 bis 2018) erhoben worden. Seine eigene Partei, der Afrikanische Nationalkongress (ANC), hatte Zuma wegen Korruption und Vetternwirtschaft zum Rücktritt gedrängt. Kritiker gaben ihm den Spitznamen "Teflon-Präsident" für seine Fähigkeit, die Justiz zu umgehen. Der ANC rief seine Mitglieder dazu auf, "ruhig zu bleiben und die Entscheidung des ehemaligen Präsidenten Jacob Zuma zu respektieren, sich an die Urteile des Gerichts zu halten".

Durch die Straßen von Accra marschierten und demonstrierten hunderte von Oppositionsanhängern gegen das, was sie als steigende Unsicherheit und Gesetzlosigkeit beschrieben, seit Präsident Nana Akufo-Addo 2017 an die Macht kam.  Die Katholische Bischofskonferenz von Ghana (GCBC) ermutigt die Ghanaer, zum Wohle der Allgemeinheit, sich an der Volkszählung, dem Zensus (PHC) 2021 zu beteiligen. Sie fordert, aber auch, dass Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen, dass niemand den Aktivitäten einiger skrupelloser Personen zum Opfer fällt, die sich als Volkszählungsbeamte ausgeben könnten.

Vor der bevorstehenden Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen zum Disput über GERD (Grand Ethiopian Renaissance Dam) hat Äthiopien die Flutung des riesigen Staudammes am Blauen Nil aufgenommen. Ägypten, das bis zu 97 % seines Wasserbedarfs aus dem Nil deckt sagt, der einseitige Schritt verletze internationale Gesetze und Normen. Schon in der Antike wurde der Nil, als «Strom des Lebens» verstanden und der mit einer eigenen Göttin namens Anukis gewürdigt. Im September 2020 hatte die USA die Hilfe für Äthiopien wegen dem Streit um GERD ausgesetzt.

Nachdem sie im Meer gebadet hatten, litten 150 Menschen unter Übelkeit, Fieber und Rötung der Augen und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Grund dafür, so wird vermutet, ist das unter tansanischer Flagge fahrende Schiff »Barhom II«, das von Sète (Südfranreich) nach Ténès (Algerien) mit Vieh beladen unterwegs war. Nach dem Vorfall wurden im nordwestalgerischen Ténès drei Strände sowie eine Meerwasser-Entsalzungsanlage geschlossen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Ein vorgeschlagenes Gesetz (Lifestyle Audit Bill, 2021) soll die Beschränkungen für Kenianer aufheben Informationen über Einkommen, Vermögen und Verbindlichkeiten von Personen mit öffentlichen Ämtern zu erhalten. Es sieht vor, dass die Formulare zur Selbsterklärung von Reichtum der Öffentlichkeit über eine Website oder in einer unbeschränkten Datenbank, die von der Ethik- und Anti-Korruptionskommission (EACC) gehostet wird, leicht zugänglich gemacht werden. Von Interesse sind die Vermögensverhältnisse des Präsidenten und seines gesamten Kabinetts, der Abgeordneten und Senatoren, der Spitzenbeamten der Bezirke, der Führungskräfte staatlicher Firmen und anderer hoher Beamter, deren Rolle beim Diebstahl von Milliarden von Schilling an Steuergeldern in Prüfberichten aufgedeckt wurde. Gegenwärtig deklarieren die Amtsträger ihr Vermögen alle 2 Jahre, die Informationen bleiben aber vertraulich. Die Neufassung des Gesetzes zielt darauf ab, die Transparenz im öffentlichen Sektor zu erhöhen und die Praxis einzudämmen, bei der sich einflussreiche Staatsangestellte durch Skandale um gefälschte Ausschreibungen und Lieferanten bereichern.

Christen in Nigeria sehen sich einer eskalierenden Verfolgung und einer steigenden Zahl von Todesopfern gegenüber. „Intersociety“ sagt, dass, obwohl die Christen fast die Hälfte der Bevölkerung des Landes ausmachen, seit 2009 etwa 32.000 bei islamistischen Angriffen getötet wurden. Nigerias wichtigste islamische Dschihadisten: Militante Fulani-Hirten und Boko Haram/ISWAP haben ihre antichristliche Gewalt in den alten Regionen des Mittleren Gürtels und des Nordostens intensiviert. "Die Gräueltaten gegen Christen sind unkontrolliert verlaufen", so der Bericht, "wobei die Sicherheitskräfte des Landes und die betroffenen politischen Akteure wegschauen oder mit den Dschihadisten kollaborieren." Im März forderte Erzbischof Ignatius Kaigama von Abuja, Nigeria, Präsident Muhammadu Buhari auf, sich mit der Gewalt und den Entführungen auseinanderzusetzen. Nun sind wieder 140 Schüler der Bethel Baptist High School entführt worden. Seit Dezember 2020 wurden rund 1 000 Studenten und Schüler entführt.

Kaunda, 97 wurde nach 21-tägiger Trauerzeit, in der sein Leichnam durch alle 10 Provinzstädte gereist war, am Freitag im National Heroes' Stadium von Lusaka verabschiedet. Als Kaundas Sarg in das Stadion gebracht wurde winkten viele Menschen mit weißen Taschentüchern, dem Markenzeichen, für das Kaunda als Symbol des Friedens bekannt war. Ihm wurde von den drei Verteidigungsstreitkräften die volle militärische Ehre zuteil, was einen Salut mit 21 Kanonen und einen Vorbeiflug von Militärjets einschloss. Präsidenten und ranghohe Politiker aus ganz Afrika und darüber würdigten sein Leben. Der Vertreter von Großbritannien Mr. James Duddridge irritierte die Versammelten als er offensichtlich Länder verwechselte „Heute trauert das Vereinigte Königreich an der Seite seiner Familie, des Volkes von Simbabwe und der ganzen Welt um Dr. Kaunda."

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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