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Premierminister Pravind Jugnauth teilte mit, dass ein Forschungsschiff zu den abgelegenen Chagos-Inseln aufbrechen werde. Es ist das erste Mal, dass Mauritius eine Expedition zu den seit langem umstrittenen Inseln anführt, ohne das Vereinigte Königreich oder die Vereinigten Staaten um Erlaubnis zu bitten. Die Entscheidung folgt auf ein Urteil des Internationalen Gerichtshofs aus dem Jahr 2019, das den Anspruch von Mauritius bestätigte und besagte, dass Großbritannien die Kontrolle über die Inseln aufgeben sollte. Die Chagos-Inseln stehen im Mittelpunkt eines jahrzehntelangen Streits über die Entscheidung Großbritanniens, sie 1965 von Mauritius abzutrennen und auf Diego Garcia einen gemeinsamen Militärstützpunkt mit den USA einzurichten.

Weltweit leben über 40 Millionen Menschen unter sklavenartigen Bedingungen; 3 /4 davon sind Frauen und Kinder. Sie sind Opfer von Zwangsarbeit, Kinderhandel, Organhandel und sexueller Ausbeutung. Mit Menschenhandel, der modernen Form von Sklaverei, werden jährlich 150 Milliarden US Dollar Gewinn gemacht. Laut einem aktuellen UNO Bericht wurden über eine halbe Milliarde Mädchen und Frauen als Minderjährige verheiratet, die meisten davon in Afrika. Auch landen viele Migranten aus dem Kontinent auf dem Weg nach Europa in der Sklaverei. Der am 8. Februar 2015 eingeführte „Welt- gebetstag gegen Menschenhandel“ soll auf die Ohnmacht der Betroffenen aufmerksam machen. Das Datum wurde wegen dem Gedenktag der hl.  Josephine Bakhita (1869 – 1947) gewählt, dem Mädchen aus dem Sudan, das 5 Mal auf Sklavenmärkten verkauft wurde bis ein Konsul sie nach Italien mitnahm. Zeitgleich am 8. und 9. Februar läuft die Europa-Konferenz „Sklaverei heute abschaffen...wie kann das gelingen?“ Wegen der Pandemie wurde die Konferenz, mit Teilnehmern aus 21 Ländern, ins Internet verlegt.

Die Regierung hat ein vorgeschlagenes Kontrollgesetz geändert, das breite Proteste von inländischen und regionalen Medienorganisationen ausgelöst hatte. Mit den Änderungen wird die richterliche Aufsicht über Überwachungen, Abhörmaßnahmen und Beschlagnahmungen wieder eingeführt und der Missbrauch der Überwachungsbefugnisse der Regierung unter Strafe gestellt. Die Nachricht von den Änderungen kam, nachdem eine Koalition von Journalistenorganisationen aus dem gesamten südlichen Afrika auf Einladung des botswanischen Redakteursforums in der Hauptstadt Gaborone zusammengekommen war. Die Journalisten sagten, das Gesetz hätte die Arbeit der Journalisten und die Meinungsfreiheit gefährdet.

Vor den im August anstehenden Wahlen haben die kath. Bischöfe vor einem, „gefährlichem Dialogvakuum zwischen Regierenden und Regierten, zwischen Partei und Führung und zwischen den verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren", gewarnt. Rund 41 % der über 31 Millionen Einwohner Angolas gehören der katholischen Kirche an.

Batsirai, hinterließ in Mauritius 1.600 Haushalte ohne Strom und einen Toten. Auf Madagascar wurden mindestens 10 Menschen getötet und fast 50.000 Menschen obdachlos. Ganze Dörfer sollen fast vollständig zerstört sein. Der Zyklon traf an der Ostküste auf Land, mit Böen von 235 km/h und hohen Wellen. Einige der Vertriebenen wurden in Evakuierungszentren gebracht, in denen auch die Opfer des Tropensturms Ana vom Januar untergebracht sind.

In einem dramatischen Elfmeterschießen, das mit 4:2 für den Senegal endete, schrieben die "Löwen von Teranga" Geschichte, indem sie im großen Finale im Paul-Biya-Stadion Ägypten, die "Pharaonen", besiegten und damit ihre erste AFCON-Meisterschaft gewannen. In der regulären Spielzeit und nach Verlängerung hatte es 0:0 gestanden. Präsident Macky Sall erklärte den heutigen Montag zum offiziellen Feiertag, arbeitsfrei bei voller Bezahlung. Den dritten Platz im Turnier haben die "Unzähmbaren Löwen" aus Kamerun nach einem 3:3-Unentschieden gegen Burkina Faso, "die Hengste", im Elfmeterschießen geholt.

Der äthiopische Premierminister Abiy Ahmed forderte In seiner Begrüßungsrede auf der 35. ordentlichen Tagung der Versammlung der Afrikanischen Union (AU), dass Afrika eine größere Rolle in der UNO erhält. Er forderte eine Überprüfung dessen, wofür die UNO in der heutigen Welt steht, und zwar unter Berücksichtigung der globalen Realitäten. Es sei an der Zeit, dass Afrika mindestens zwei ständige und fünf nicht-ständige Sitze im Sicherheitsrat erhalte, sagte er.

Bei den Winterspielen in Peking werden bei der Eröffnungsfeier die Flaggen von 5 afrikanischen Nationen für 6 Athleten wehen. Samuel Ikpefan - Nigeria – Skilanglauf; Carlos Maeder - Ghana - Ski Alpin;( ältester Athlet im alpinen Skirennen). Shannon Abeda - Eritrea - Ski Alpin; Yassine Aouich - Marokko - Ski Alpin (Slamon + Riesenslalon); Mathieu Neumuller - Madagaskar - Ski Alpin; und Mialitiana Clerc - Madagaskar - Alpiner Skilauf, die einzige Afrikanerin, die in Peking antritt.

Am 1. Februar 2022 unterzeichneten die französische Total und die chinesische CNOOC ein Abkommen über 10 Milliarden US-Dollar mit dem Ziel, die Erdölreserven unter dem Albertsee an der Grenze zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo zu erschließen.  Geologen schätzen, dass von den 6,5 Milliarden Barrel im Boden 1,4 Milliarden Barrel förderbar sind. Umweltgruppen warnen, dass die Pipeline verheerende Auswirkungen auf die Tierwelt und die Menschen entlang der Strecke haben wird.

Die Organisation „Join Bands,  Not Gangs“ bietet gefährdeten Jugendlichen in der von Unruhen geplagten Westkap Provinz, besonders im Großraum von Kapstadt, Musikunterricht an. Sie sollen sich für ein Instrument entscheiden statt für eine Waffe. Durch den Musikunterricht für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren in Klavier, Gitarre und Schlagzeug soll verhindert werden, dass sie in Gangs eintreten. So könnte das Gangstertum geschwächt werden. Die Musik soll als Instrument zum Aufbau von Freundschaften zwischen den Mitgliedern von Bands dienen. Neben dem Musikunterricht werden auch Beratungsdienste von qualifizierten Beratern angeboten. Karien de Waal, die Gründerin von „Join Bands, Not Gangs“ und ihre Mitarbeiter hoffen, dass die Musik den Klang der Waffen in Südafrika zum Schweigen bringt.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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