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Während des heiligen Monats Ramadan wird die Mehrwertsteuer auf importierten Zucker aufgehoben. Aufgrund der Zuckerknappheit sind die Preise in Tansania und auf den halbautonomen Inseln Sansibars in den letzten drei Monaten in die Höhe geschossen. Sansibars Präsident Hussein Ali Mwinyi sagte zu den Markthändlern: "Hören Sie auf, die Preise während des Ramadans unnötig in die Höhe zu treiben, denn das bringt den meisten Armen Unannehmlichkeiten". Sansibar hat eine mehrheitlich muslimische Bevölkerung.

Das Parlament hat ein strenges neues Gesetz verabschiedet, das eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren für jeden vorsieht, der sich als LGBTQ+ identifiziert. Auch die Gründung oder Finanzierung von LGBTQ+-Gruppen wird mit maximal fünf Jahren Gefängnis bestraft. Der Gesetzentwurf sieht eine Gefängnisstrafe von bis zu 10 Jahren für alle vor, die an LGBTQ+-Kampagnen beteiligt sind, die sich an Kinder richten. Außerdem wird die Öffentlichkeit aufgefordert, Mitglieder der LGBTQ+-Gemeinschaft den Behörden zu melden, damit diese die "notwendigen Maßnahmen" ergreifen können. Der Gesetzentwurf, der von den beiden großen politischen Parteien Ghanas unterstützt wird, tritt in Kraft, wenn Präsident Nana Akufo-Addo ihn unterzeichnet.

Seit das von Jugendlichen geführte Start-up Unternehmen Kuza Freezer besteht, sammeln Frauen eifrig Plastikmüll am Strand von Mombasa und verkaufen ihn an die Firma, die daraus solarbetriebene Kühlschränke formt. Jede Einheit wird mit einem Akku geliefert, der über ein Solarpanel aufgeladen wird. Eine zweistündige Ladezeit bedeutet bis zu 7 Stunden Betriebszeit. Diese Gefrierschränke sind von unschätzbarem Wert für Fischer an Land und auf See. Auch werden die tragbaren Kühlanlagen – 350 seit Bestehen der Firma – an Geflügel–Milch– und Eisverkäufer geliefert. So wird der Plastikmüll, der die Umwelt zu ersticken droht, zum Segen für Viele.

Zwei Jugendliche wurden in Conakry erschossen, als die Hauptstadt Guineas am ersten Tag eines unbefristeten Generalstreiks gegen die Militärregierung lahmgelegt wurde. Ein Zusammenschluss der wichtigsten Gewerkschaften hat den öffentlichen und privaten Sektor zum Streik aufgerufen, um die Freilassung eines prominenten Medienaktivisten, niedrigere Lebensmittelpreise und ein Ende der Medienzensur zu fordern. Der Streik findet eine Woche nach der unerwarteten Auflösung der seit Juli 2022 amtierenden Übergangsregierung durch das Militär statt, ohne dass ein Grund genannt oder ein Termin für die Einsetzung einer neuen Regierung bekannt gegeben wurde. Das Militär ordnete außerdem an, die Pässe der Regierungsmitglieder zu beschlagnahmen und ihre Bankkonten einzufrieren.

Hitzewellen, Überschwemmungen und Krankheitsausbrüche haben das Land seit 2010 heimgesucht. Eine Pflanze, die von den extremen Wetterbedingungen stark betroffen ist, ist die Banane, Malawis viertgrößtes Grundnahrungsmittel nach Mais, Reis und Maniok. Auf einer kleinen Farm im Karonga-Distrikt im Norden Malawis gingen die Erträge schrittweise von einer halben Tonne auf nur noch wenige Eimer pro Ernte zurück und durch die extreme Hitze verfaulen die reifen Bananen schnell, so dass sie nicht mehr verkauft werden können. Eine Gruppe von vier Männern und 30 Frauen aus dem Dorf Mlare haben begonnen, aus überreifen Bananen, die sie selbst angebaut oder von anderen Bauern gekauft haben, Wein herzustellen. Das Projekt ist nun eine Lebensgrundlage für diese Gemeinde und ein Beispiel dafür, wie Gemeinden in Malawi die Auswirkungen des Klimawandels bekämpfen.

Die ägyptische Luftwaffe hat 45 Tonnen Hilfsgüter im nördlichen und zentralen Gazastreifen abgeworfen; weitere Lieferungen werden folgen. Die ägyptischen Lieferungen sind von entscheidender Bedeutung, da das Welternährungsprogramm in der vergangenen Woche seine Lieferungen im nördlichen Gazastreifen ausgesetzt hat, weil dort Vorräte geplündert wurden. UN-Hilfsorganisationen berichten, dass sie systematisch daran gehindert werden, ihre Arbeit in Gaza zu verrichten, und dass ihre Mitarbeiter angegriffen werden. Die UN-Hilfsorganisation Ocha erklärte, israelische Soldaten hätten am Sonntag ein Team daran gehindert, Patienten aus dem Krankenhaus Al Amal in Khan Younis zu evakuieren.

Der aus Algerien stammende Feuerwehrmann Rabah, ohne Arbeits - und Bleiberecht, bemerkte unterwegs im Pariser Vorort Aulnay-sous-Bois eine Frau, die sich auf einem Bürgersteig vor Schmerzen krümmte und eilte sofort zur Hilfe. Er assistierte bei der Geburt, und als die Ambulanz eintraf, konnte er das Neugeborene in den Armen halten. Glückwünsche und Anerkennung kamen von allen Seiten. Er hofft nun endlich auf Legalisierung seines Lebens in Frankreich. Der emotionalste Moment jedoch war, als er beim Besuch im Krankenhaus erfuhr, dass die junge Mutter ihrem Sohn den Namen des entschlossenen Helfers gegeben hatte: Rabah.

Die ECOWAS hielt am Wochenende eine außerordentliche Sitzung in Abuja unter dem Vorsitz des nigerianischen Präsidenten Bola Tinubu ab, um die neue Lage zu bewerten. Burkina Faso, Mali und Niger sind alle aus der ECOWAS ausgetreten, als die Region von Putschen erschüttert wurde. Sie stehen nun alle unter Militärherrschaft und haben einen Militärpakt mit der Bezeichnung "Allianz der Sahelstaaten" (AES) geschlossen. Tinubu sagte, es sei wichtig, dass die Staatsoberhäupter der ECOWAS „einen konstruktiven Dialog führen, Augenmaß walten lassen und gemeinsam nach Lösungen suchen, um Frieden, Sicherheit und politische Stabilität in unserer Region zu fördern".

Afrika wird im Jahr 2024 elf der 20 am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt stellen, so die Afrikanische Entwicklungsbank in ihrem jüngsten makroökonomischen Leistungsbericht und Ausblick (MEO) für den Kontinent. Die 11 afrikanischen Länder mit der höchsten prognostizierten Wirtschaftsleistung sind Niger (11,2%), Senegal (8,2%), Libyen (7,9%), Ruanda (7,2%), Côte d'Ivoire (6,8%), Äthiopien (6,7%), Benin (6,4%), Djibouti (6,2%), Tansania (6,1%), Togo (6%) und Uganda mit 6%. Ostafrika wird weiterhin die Wachstumsdynamik Afrikas anführen, mit einem prognostizierten Anstieg des Wachstums auf 5,1 % im Jahr 2024 und 5,7 % im Jahr 2025. Insgesamt wird für den Kontinent ein durchschnittliches Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,8 % im Jahr 2024 und von 4,2 % im Jahr 2025 erwartet.

Die nigerianischen Gewerkschaften haben zu einem zweitägigen Streik gegen die steigenden Lebenshaltungskosten aufrufen. Die Inflation in der größten Volkswirtschaft Afrikas liegt bei fast 30 %, während die Landeswährung, der Naira, rapide an Wert verliert. Stromknappheit verschärft die Notlage noch.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

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