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In einem Treffen zum interkulturellen Dialog in Kairo, an dem Vertreter des Islam, der koptischen Kirche und verschiedener katholischer Teilkirchen aus dem Mittelmeerraum teilnehmen, betonte der Sekretär des Päpstlichen Kulturrats, dass der Dialog der beste Weg sei, sich dem Fremden zu nähern und eine echte „Kultur des Friedens“ zu schaffen.
Archäologen haben in neu entdeckten Grabstätten 30 Mumien gefunden, manche davon über 4.300 Jahre alt.  
Ein Gericht in Port Said hat sechs koptische Brüder zu drei Jahren Haft mit Zwangsarbeit verurteilt. Sie wurden angeklagt, im islamischen Fastenmonat Ramadan ihr Café tagsüber geöffnet zu haben.  
Beim Empfang der neuen ägyptischen Botschafterin bekräftigte der Papst, dass Religionen Friedensfaktoren sein müssen und lobte Ägyptens Bemühungen um ein friedliches Miteinander aller Menschen und die bereitwillige Aufnahme von muslimischen und christlichen Flüchtlingen. Er hoffe, dass Ägypten den vielen Touristen entgegenkomme und ihnen geeignete Gebetsorte zur Verfügung stellen würde, um so die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Religionen zu fördern.
In Frankreich starb fast 100jährig Schwester Emmanuelle, die Jahrzehnte ihres Lebens den Armen in den Müllsiedlungen von Kairo gewidmet hat. Durch ihren Einsatz entstanden dort soziale Einrichtungen, von Kindergärten zu Altersheimen, die das Los dieser Menschen erheblich verbesserten. Mit ihrer Energie, Liebenswürdigkeit und christlicher Mildtätigkeit hat sie Grenzen überwunden. Ein Vatikansprecher und der französische Staatspräsident würdigten Ihr Leben und Werk.
Das ägyptische Staatsfernsehen berichtet, dass die 5 Deutschen, 5 Italiener, 1Rumänin und ihre 8ägyptischen Begleiter in Sicherheit sind und wohlauf seien; zuvor hatte die sudanesiche Armee 6 Entführer getötet.
Die Reisegruppe, unter der sich auch fünf Deutsche befanden, ist während einer Wüstensafari in der Nähe der sudanesischen Grenze entführt worden. Die ägyptische Regierung vermutet einen kriminellen Hintergrund der Kidnapper.  
Die koptische Kirche wird von radikalen Islamisten beschuldigt, einen Parallelstaat in Ägypten aufgebaut zu haben. Durch soziale Angebote und viele Kontakte ins Ausland hätten sich die Kopten vom Rest der Gesellschaft abgespaltet. Es gab in letzter Zeit vermehrt Angriffe mit Todesfolgen auf Kopten, zuletzt im Christenviertel in Kairo.
Ab diesem Wochenende sind Genitalverstümmelungen bei Frauen strafbar. Das vom Kairoer Parlament verabschiedete Gesetz sieht Freiheitsstrafen und Geldbußen vor, wird aber von manchen Menschenrechtsgruppen für nicht scharf genug gehalten. Nach einer Studie von 2005 mussten sich 96% aller Ägypterinnen, ganz gleich welcher Religionszugehörigkeit, diesem Ritual unterziehen.
Beim „Weltwirtschaftsforum“ im ägyptischen Sharm El Sheik haben 138 islamische Gelehrte ein wichtiges theologisches Dokument an christliche Kirchenführer verfasst. Der Brief „Ein gemeinsames Wort“, schon von 246 muslimischen Gelehrten unterschrieben, sei ein ausgezeichneter Gegenentwurf zum Radikalismus und eine Einladung zum Dialog.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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