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Die Regierung hat sich ausdrücklich für eine Festnahme von Muammar Gadaffi ausgesprochen. Damit stellt sich Botswana als einziger afrikanischer Staat gegen eine aktuelle Resolution der Afrikanischen Union, dem Internationalen Strafgericht in Den Haag bei der Ausführung des Haftbefehls gegen Gadaffi nicht behilflich zu sein.
Beamte in dem sonst so ruhigen Land streiken schon über einen Monat für eine Gehaltserhöhung von 16%; die Regierung bietet nur 5% an. Seit Schüler mit lauten Protesten und fliegenden Steinen ihre Lehrer zu unterstützen suchen und gefährliche Schlachten mit der Polizei verursachten, wurden alle Grund - und Sekundarschulen der Regierung bis auf weiteres geschlossen um Leben und Eigentum zu schützen.
Gem Diamonds investiert rund 330 Millionen Dollar in den Ausbau ihrer Mine in Botswana und in das Letseng-Projekt in Lesotho. Das Gope-Projekt in Botswana will man nun als Untertage-Bergwerk ausbauen.
Die Website der Menschenrechtsorganisation, die sich für indigene Völker einsetzt, wurde gezielt von Computern weltweit bombardiert und musste den Dienst einstellen. Die Initiative könnte von Indonesien und Botswana kommen. Survival International hatte vor einer Woche Foltervideos von Indonesien gezeigt und vor einem Monat Touristen den Boykott von Botswana wegen der schlechten Behandlung der Buschleute nahegelegt. Die Angriffe waren aufwendiger Cyberterror gegen Einrichtungen, die sich für die Rechte gefährdeter Volksgruppen und gegen die Vorherrschaft von Geld und Macht stark machen.
Wegen der brutalen Verfolgung der Kalahari Buschleute durch die Regierung hat die Menschenrechtsorganisation Survival International zum Welttourismustag (27.09.) Touristen aufgerufen, das Land zu meiden. Während man den Ureinwohnern Wasser und Nahrung verweigert, werden Touristen in die Luxusressorts der Wilderness Safaris angelockt.
Nach der Gesetzesänderung der Regierung sind sexuelle Orientierung oder HIV-Status keine Kündigungsgründe mehr. Die Gründe für Stigmatisierung und Diskriminierung am Arbeitsplatz sollen damit abgeschächt werden.
Das Oberste Gericht hat gegen die San Leute entschieden. In ihrem angestammten Land im Kalahari Wildreservat dürfen sie weder einen schon bestehenden Brunnen benutzen noch einen neuen graben. Nachdem sie vor Jahren wegen Diamantenfunden und Luxus Safari Lodges ausgesiedelt wurden, kehrten Hunderte von ihnen später zurück. Doch ohne Wasser in einem Gebiet, wo Tiere Wasserstellen und Touristen Swimming Pools haben, ist ihre Existenz bedroht. „Survival International“, eine Gruppe, die sich indigener Völker annimmt, will Einspruch erheben.
Armee und Polizei sind ins Central Kalahari Game Reserve eingedrungen, wo die Buschleute ihr Dasein fristen. Man vermutet eine bevorstehende Vertreibung, da ein Plan ansteht, eine Diamantenmine zu öffnen. Auch könnte ein erwartetes Urteil, das die Inbetriebnahme eines Wasserbohrlochs für Buschleute verlangt, mit im Spiel sein.
Zwanzig Dörfer mussten evakuiert werden, weil der Okavango Fluss nie da gewesene Wassermassen führt und über die Ufer ging. Die Behörden kämpfen nun gegen die Ausbreitung von Krankheiten, gegen Schlangen und Krokodile. Drei Länder, Angola, Namibia und Botswana nutzen den Fluss für Fischfang, Transport und Bewässerung, bevor er im sumpfigen Okavango Delta verschwindet, wo er einer außergewöhnlichen Artenvielfalt Lebensraum bietet.
Die Entdeckung einer Handgranate in einem Auto hinter Präsident Khamas Büro hat in einem der stabilsten Länder Afrikas für Panik gesorgt. Die Granate wurde entschärft, Khama war zurzeit auf Staatsbesuch in Australien.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

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