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Omar Bongo Ondimba starb in einer Klinik in Barcelona. Noch am Morgen hatte der Premier Ndong dementiert, dass der Präsident tot sei. Bongo war seit 1967 im Amt und galt als einer der reichsten Staatsoberhäupter der Welt. In Frankreich läuft seit 2007 ein Verfahren gegen ihn wegen „Veruntreuung von Staatsgeldern und Anhäufung illegaler Reichtümer“. Sein Sohn und Verteidigungsminister, Ali Ben Bongo, rief zu Ruhe und Gelassenheit auf und hat See- und Landgrenzen schließen lassen. Er gilt als möglicher Nachfolger seines Vaters.
Ona, der Gewinner des „African 2009 Goldman Environmental Prize“ für seine Bemühungen um Erhaltung des Regenwaldes im Kongobecken, hat einen geheimen 3.5 Mrd. Dollar Vertag zwischen Gabun und China aufgedeckt, durch den in einem Nationalpark ein Stausee und eine Mine gebaut werden sollten. Die allgemeine Empörung hat die Regierung gezwungen, die Konzession um 90% zu kürzen. Afrika dürfe seine Ressourcen nicht vergeuden, mahnte der Preisträger. Gabun verliere sowieso schon zu viel Wald durch oft illegalen Holzschlag.
Addax Petroleum gab die erfolgreiche Erforschung und Entwicklung des Ebouri-Ölfelds im Etame Marin Lizenzgebiet vor der Küste Gabuns bekannt. Zusätzliche Bohrungen sind im Sandsteinverlauf von Gabun auf dem Etame Marin Ölfeld und im angrenzenden Gryphon Marin Lizenzgebiet geplant. Addax Petroleum ist eines der grössten internationalen Ölförderunternehmen in Westafrika.
Das ist die Anklage der Weltgesundheitsorganisation gegen die Industrieländer, die ungeachtet von Umweltschäden ihren Industrie und andern Müll in Afrika abladen. Der Vorwurf wurde vom Päpstlichen Missionswerk FIDES veröffentlicht. Jährlich sollen etwa 2,4 Millionen Menschen in Afrika an Umweltschäden sterben. Besonders betroffen sind die armen, schwachen Bevölkerungsschichten. Die 80 Gesundheits- und Entwicklungsminister aus 53 afrikanischen Staaten arbeiteten in Libreville an einem Konzept, wie eine gesunde Umwelt die Lebensqualität und Entwicklungsmöglichkeiten verbessern kann.
Präsident Omar Bongo, der 1881 den populären Radiosender 'Afrika 1' gründete, hat wegen finanzieller Schwierigkeiten 52% des Kapitals an Libyens Präsidenten Ghadafi verkauft. Afrika 1 kann in den meisten Großstädten Afrikas und über UKW auch in Paris empfangen werden und hat nach eigenen Angaben täglich 30 Millionen Hörer. Ghadafi will die Sendezentrale nach Tripolis verlegen.  
Die Leichen von etwa 12 Flüchtlingen und Teile eines kleinen zerschellten Holzkahns wurden bei Libreville an Land gewaschen. Die Männer waren anscheinend auf dem Weg nach Gabun, dessen verhältnismäßiger Wohlstand das Land für Migranten sehr attraktiv macht. Gabun hat weniger als anderthalb Millionen Einwohner, dazu aber 400 000 illegale Migranten.
Ein Bericht des französischen Fernsehens über den beträchtlichen Immobilienbesitz von Präsident Omar Bongo, der mit 40 Jahren im Amt der am längsten dienende Präsident der Welt ist, hat die Spannungen mit Frankreich weiter verschärft. Nach der Abschiebung von zwei gabunischen Studenten hatte die Regierungin Libreville mit ähnlichen Maßnahmen gegen die 10.000 französischen Staatsbürger in Gabun gedroht. Nach Angaben des französischen Innenministerium leben 5-10% illegal in Gabun.
Präsident Omar Bongo, dienstältestes Staatsoberhaupt Afrikas, will den Bau einer neuen 9-Millionen-Euro-Basilika für 4.500 Menschen finanzieren. 55% der Bevölkerung Gabuns sind katholisch. Bongo wurde 1974 Muslim.
Die Regierung hat die Aktivitäten von 20 Nichtregierungsorganisationen zuweilig gestoppt, weil sie sich in die Politik des Landes einmischten. Die Organisationen hatten die Regierung beschuldigt, Staatsgelder für politische Kampagnen zu missbrauchen und nicht genug gegen die Korruption zu tun.
Der Ministerrat hat die Abschaffung der Todesstrafe beschlossen, eine Entscheidung, die noch vom Parlament bestätigt werden muss. Schon seit 20 Jahren wurde kein Todesurteil mehr vorstreckt.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

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