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Frauen in Abidjan, die seit langem von der öffentlichen Wasserversorgung abgeschnitten sind, errichteten in Protest Barrikaden auf den Straßen der Hauptstadt. 300 000 Menschen haben keinen Zugang zu Wasser. Die Situation wird verschlimmert durch die Zuwanderung von 1,5 Millionen Kriegsflüchtlingen. Ende 2007 erhielt die Regierung 15,8 Millionen Dollar für den Ausbau der Wasserversorgung.
Zehn Personen sind wegen eines angeblichen Umsturzversuches in Haft genommen worden. Nach Angaben des Generalstaatsanwalts befinden sich unter ihnen zwei französische Staatsbürger, eine Journalistin und ein Unternehmer; von den acht anderen sind drei ivorische Staatsangehörige, vier kommen aus Mali und einer aus Gambia. Die Festnahmen stehen in Zusammenhang mit einem angeblichen Staatsstreichversuch des im Exil lebenden Ex-Putschisten Ibrahim Coulibaly.
Frankreich hat den Abbau seines Truppenkontingents in der Elfenbeinküste um ein Viertel auf 1800 Mann angekündigt. Die Verringerung erfolgt unter Hinweis auf eine Beruhigung der politischen Lage, dient aber wohl auch einer Umverteilung der knappen Interventionskräfte vor allem zugunsten des französischen Engagements in Tschad.
Der UN-Sicherheitsrat hat das Mandat der Friedenstruppe UNOCI um sechs Monate verlängert., um die Abhaltung von Wahlen zu ermöglichen.
Sieben Kinder, die in einer Koranschule in Bondoukou mit Handgranaten spielten, kamen ums Leben, als eine Granate explodierte.
Präsident Laurent Ggagbo fbesucht ür drei Tage die Rebellengebiete im Norden, um für friedliche Wahlen in der ersten Hälfte 2008 zu werben.
Präsident Gbagbo besucht zum ersten Mal den extremen Norden seines Landes, eine früher von Rebellen kontrollierte Zone. Einen Tag zuvor hatten er und Ex-Rebellenchef Soro sich, unter Vermittlung des Präsidenten von Burkina Faso, auf das Datum für Präsidentschafts- und Parlamentswahlen bis spätestens Ende des ersten Halbjahres 2008 geeinigt.
Eine Untersuchungskommission soll Licht werfen auf Korruption und massive Unterschlagungen in der Kakaoindustrie. Die lokale Presse berichtet täglich von neuen Skandalen.
Vor Tausenden von Einwanderern aus Burkina hat Präsident Ggagbo versprochen, die umstrittenen Aufenthaltspapiere für Einwohner, die aus Burkina stammen, abzuschaffen. Sie sind seit Jahren eine Ursache von Spannungen zwischen beiden Volksgruppen.
Ein Augenzeuge berichtete einem französischen Fernsehsender, wie der 2004 entführte franco-kanadische Journalist Guy-André im Präsidentpalast nach zwei Tagen Misshandlungen ermordet wurde.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

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