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46 Jahre nach dem Ende des Unabhängigkeitkrieges hat Frankreich endlich die Pläne, nach denen Landminen verlegt wurden, der algerischen Armee übergeben. In den 46 Jahren sind 4.000 Menschen durch die Minen getötet und 13.000 schwer verletzt worden.
Bei Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und Al Kaida Kämpfern sind 27 Menschen getötet worden, unter ihnen ein hochrangiger Anführer der Terrorgruppe.
Nachdem ein Selbstmordattentäter 22 Menschen in einer Menge, die in Batna den Besuch von Präsident Abdelaziz Bouteflika erwarteten, getötet hatte, kamen zwei Tage später 30 Soldaten bei einer Bombenexplosion in einer Kaserne in Dellys ums Leben. Al Kaida hat mit weiteren Anschlägen gedroht.
Der Vorsitzende der verbotenen islamistischen Partei FIS, Madani Mezrag, will eine neue Partei gründen und den Friedensprozess der Regierung unterstützen.
Präsident Mahmoud Ahmadinejad macht einen zweitägigen Besuch in Algiers, um die Unterstützung Algeriens im Streit um das iranische Atomprogramm und die bilateralen Beziehungen zu stärken.
Sicherheitskräfte haben den mutmaßlichen Drahtzieher eines Terroranschlags auf den Regierungssitz getötet. Bei dem Anschlag im April auf den Sitz des Ministerpräsidenten und auf eine Polizeistation wurden 30 Menschen getötet. Der 33-jährige ist bei einem Feuergefecht in der Region Kabylei ums Leben gekommen.
Das größte kontinentale Sportereignis Afrikas begann mit über 8.000 Sportlern und Wettkämpfen in 20 Disziplinen. Überschattet wurde das Ereignis durch ein Selbsmordattentat in Bouira, 20 km östlich von Algiers, bei dem zehn Soldaten umkamen.
Bei einer seiner ersten Auslandsreisen hat der französische Präsident Sarkozy Algerien und Tunesien besucht, um engere Beziehungen mit den ehemaligen Kolonien Frankreichs zu knüpfen.
Eine Serie von Bombenanschlägen und der Mord des Gouverneurs von Tizi-Ouzou zeigen an, dass die Terrorgruppe Al Kaida au Maghreb ihre Aktivitäten in die Kabylei verlegt haben.
Durch Seewinde und Erdbeben war die Basilika stark beschädigt; jetzt wurde mit kostspieligen Restaurierungsarbeiten begonnen. Seit es in Algerien nur noch wenige Katholiken gibt, kommen viele katholische Schwarzafrikaner zur Schwarzen Madonna. Aber auch viele Muslime sind unter den Pilgern, wie sich aus den Ex-Votos und den Eintragungen im Fürbittbuch erkennen lässt. In der Apsis befindet sich seit 1872 die goldene Inschrift „Unsere Liebe Frau von Afrika, bitte für uns und für die Muslime”.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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