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Saboteure haben die Gas Pipeline von der Sinai-Halbinsel nach Israel und Jordanien gesprengt und so die Lieferung gestoppt. Es war schon der dritte Anschlag seit dem Sturz von Mubarak im Februar. Die Versorgung Israels mit Erdgas, um damit Strom zu erzeugen, ist in Ägypten schon länger umstritten.
In Kairos Tahrir Platz ging die Polizei gegen Hunderte von Anti-Regierung Demonstranten vor, sogar mit Tränengas. Mehrere Menschen wurden verletzt. Die Bevölkerung will, dass die Strafverfolgung der Verantwortlichen für die Gewalt vom Januar und Februar, die zum Sturz Mubaraks führte, beschleunigt wird.
Mit Hilfe von hochauflösenden Infrarotbildern, von einem NASA Satelliten etwa 700 km von der Erde entfernt aufgenommen, konnten Wissenschaftler der Alabama Universität 17 Pyramiden und etwa 1000 Gräber und 3000 antike Siedlungen orten. Die ersten Testgrabungen haben den Fund von zwei Pyramiden bestätigt. In Ägypten hofft man, dass die neuen Entdeckungen den durch die Revolution geschrumpften Tourismus wieder ankurbeln können.
Mubaraks Ehefrau Susanne hat ihr Privatvermögen den Behörden übergeben. Auf diese Weise hofft sie, einer Haftstrafe zu entgehen. Als die unter Korruptionsverdacht stehende frühere First Lady befragt werden sollte, brach sie zusammen und musste ins Krankenhaus. Mubarak selbst ist weiter in Untersuchungshaft.
Zwei brennende Kirchen , 12 Tote und 230 Verletzte sind das Fazit der jüngsten Straßenschlachten zwischen koptischen Christen und radikalen Muslimen in Kairo, ausgelöst durch den Verdacht, dass die Christen eine Frau entführt hätten, die zum Islam übergetreten war. Es war eine der schlimmsten Auseinandersetzungen. Der Zusammenhalt zur Zeit der Revolution ist vorbei. Kairo will nun mit „eiserner Hand“ weitere Gewalt verhindern. Die Christen jedoch fordern, dass die Regierung nicht nur reagiert, sondern durch ehrliche Debatte die Konflikte auszuräumen versucht.
Zwei Monate nach seinem Sturz müssen Mubarak und seine Söhne Gamal und Alaa sich vor Gericht verantworten. Während die Söhne in einem Kairoer Gefängnis sind, wird der kranke Vater im Militärkrankenhaus verhört. Alle drei bestreiten die Anschuldigungen: Korruption, Verschwendung und Machtmissbrauch. Inzwischen füllen sich Ägyptens Gefängnisse mit ehemaligen Politikern und bekannten Geschäftsleuten.
Eine kleine Bombe detonierte in der Nähe der Gizeh Pyramiden und verletzte drei Händler. Die Explosion wurde durch Suche nach wertvollen Funden ausgelöst.
Die Militär Regierung dementiert Berichte, dass der am 11. Februar gestürzte Präsident nach Saudi-Arabien geflohen sei. Er und seine Familie seien unter Hausarrest im Ferienort Sharm el-Sheikh am Roten Meer.
Anders als unter Mubarak durften alle Ägypter, die sich ausweisen konnten, wählen. 77% stimmten elf Verfassungsänderungen zu, darunter einer strengeren Einschränkung der Amtszeit des Präsidenten. Kritiker, unter ihnen ElBaradei und junge Demonstranten, hätten lieber eine total neue demokratische Verfassung gesehen und eine längere Vorbereitung bis zur nächsten Wahl. Die Kopten haben dagegen gestimmt, da ihnen die Änderungen nicht weit genug gehen. Sie wollen eine Abschaffung des umstrittenen Artikels über den muslimischen Charakter des Landes.
Soldaten der ägyptischen Armee haben, auf Kosten der Regierung angefangen, die im Süden Kairos von Moslems Anfang März in Brand gesteckte Kirche an derselben Stelle und in derselben Größe wieder aufzubauen. Radikale Moslems protestieren; die koptischen Christen freuen sich, wollen aber trotzdem weiter für ihre Rechte demonstrieren.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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