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  • Kenia
Kenia – Der tropische Wirbelsturm Pawan wütet in Kenia und Uganda und bedroht das Horn von Afrika. Schwere Regenfälle verursachten Wasserfluten und Schlammlawinen und zerstörten in West-Pokot Häuser, Felder und Vieh von 350 Familien, die jetzt in Regen und Kälte verzweifelt auf Hilfe warten. Drei große Staudämme entlang des Tana Flusses laufen über und drohen zu brechen. Die Behörden haben die Bevölkerung aufgerufen, sich in höher gelegene Gebiete zu retten. Auch im Ostkongo sind bei Überflutungen Tausende von Häusern zerstört worden.
  • Simbabwe
Simbabwe – Der chinesische Präsident Xi Jinping hat Präsident Emmerson Mnangagwa ihm und der Nation zum 40. Jahrestag der Unabhängigkeit gratuliert. Er führte aus,“ dass China und Simbabwe eine gemeinsame ‚Nabelschnur‘ (umbilical cord) haben. Nachdem China 1980 das erste Land war, das eine diplomatische Mission im unabhängigen Simbabwe eröffnete, sind die Beziehungen zwischen China und Simbabwe von Allwetterfreunden zu einer umfassenden strategischen Partnerschaft im Jahr 2018 aufgewertet worden.“
  • Südafrika
Südafrika – Der Krüger Nationalpark ist seit dem 25. März wegen der Coronavirus-Sperre geschlossen. Dass keine Menschen mehr umherfahren, haben auch die Tiere zur Kenntnis genommen. Ein Park Ranger beobachte wie nun ein Rudel Löwen auf dem autofreien warmen Asphalt schlief und sich nicht stören ließ.
  • Mosambik
Mosambik – Drogenbaron Gilberto Aparecido dos Santos ist an sein Heimatland Brasilien ausgeliefert worden. Er gehörte zu den meistgesuchten Kriminellen Brasiliens und war seit 20 Jahren auf der Flucht. Zum Zeitpunkt der Festnahme, in Mosambik, war er im Besitz von 15 Mobiltelefonen, 100 Gramm Cannabis und 3 Reisepässen. Die brasilianischen Behörden werfen ihm vor, tonnenweise Kokain geschmuggelt zu haben.
  • Kongo-RDC
DR Kongo – Die Regierung hat aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus öffentliche Gebäude geschlossen – darunter auch Schulen und Kirchen. Viele Menschen in Afrika haben keinen Zugang zu Internet oder Fernsehen. Das Radio ist deshalb die beste Möglichkeit, sie zu erreichen. Kirchliche Sender geben den verängstigten Menschen Trost und Hoffnung durch live Gottesdienste, Gebete und geistliche Vorträge. Da auch alle Schulen geschlossen sind, bieten manche Radiostationen auch Unterrichtsstunden für die Kinder an.
  • Lesotho
Lesotho – In der Hauptstadt Maseru, hat der Premierminister Thomas Thabane Militär in Panzerwagen auffahren lassen, mit der Begründung er werde auf skrupellose Personen und Institutionen reagieren, die das kleine «Königreich im Himmel» in Verruf bringen. Vor Gericht hatte er eine Niederlage erlitten, als er versuchte den Polizeichef des Landes abzusetzen, der gegen ihn und seine zweite Frau, wegen Mordes an seiner ersten Frau ermittelt hatte.
  • Burundi
Burundi – Der späte Ausbruch des Coronavirus wird dem "Schutz Gottes" zugeschrieben. Das Land hat 3 Fälle. Die Behörden schreiben dies wiederum göttlichem Eingreifen zu und sehen keinen Grund, den Alltag zu unterbrechen. Am 20. Mai sollen die geplanten Präsidentschaftswahlen stattfinden. Hochzeiten und Beerdigungen finden weiter statt, Tausende von Gläubigen strömen in Kirchen und Moscheen, und die Märkte und Geschäfte bleiben offen. "Habt keine Angst. Gott liebt Burundi, und wenn es Menschen gibt, die positiv getestet wurden, dann nur, damit Gott seine Macht in Burundi manifestieren kann", sagte General Evariste Ndayishimiye, der Präsidentschaftskandidat der regierenden Partei CNDD-FDD.
  • Ghana
Ghana – Präsident Akufo-Addo kündigte an, dass niemandem in Ghana in den nächsten drei Monaten wegen fehlender Bezahlung der Strom abgeschaltet werden darf. Die Regierung übernimmt die Wasser- und Stromrechnungen aller Ghanaer für die Monate April, Mai und Juni. Die Ghana Water Company Limited und die Electricity Company of Ghana wurden angewiesen, stabile Versorgung mit Wasser und Elektrizität zu gewährleisten. Händewaschen, und somit Wasserversorgung, wird als eine notwendige Maßnahme angesehen im Kampf gegen den Covid-19.
  • Südafrika
Südafrika – Präsident Cyril Ramaphosa verkündete, dass der stellvertretende Präsident, die Mitglieder des Kabinetts und er selbst, als Teil eines Beitrags zum Kampf gegen das Coronavirus, ihr Gehalt kürzen. In den nächsten drei Monaten wird es eine Lohnkürzung von 33% geben. Das Geld wird in einen eingerichteten Solidaritätsfonds fließen.
  • Kenia
Kenia – Investico (Plattform für investigativen Journalismus) enthüllte, wie niederländische Blumenfirmen lokale Steuern durch Exportunternehmen in den Niederlanden und Trusts in Steueroasen wie den Kaiman- und Britischen Jungferninseln, Liechtenstein und Jersey hinterziehen; oder wie sie an Schwesterunternehmen in Dubai ihre Erzeugnisse zu einem künstlich niedrigen Preis verkaufen, und so die Gewinnsteuer drücken. Die ausländischen Firmen, welche den Blumensektor in Kenia dominieren, sind bereits wegen Umweltverletzungen und schlechter Arbeitsbedingungen in den Nachrichten, obwohl sie stolz die "Fair Trade"-Marke tragen. In den Niederlanden ist den letzten Jahrzehnten der Rosenanbau spektakulär zurückgegangen; viele Betriebe verlegten ihre Produktion in afrikanische Länder wie Kenia und Äthiopien.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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