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  • Nigeria
Nigeria – Zwei junge Wissenschaftler haben in Ilorin, der Hauptstadt des Bundesstaates Kwara, in vier Jahren mit Unterstützung mehrerer Stiftungen ein blühendes Geschäft aufgebaut, um aus Plastikmüll diverse Produkte zu machen, wie künstlicher Rasen, Teppiche, Schuhsolen und neue Plastiktüten. Bis jetzt wurden die dafür notwenigen Harze aus China importiert. Ihre Firma „Vicfold recylers“ produziert aus lokalem Plastikabfall die gleichen Rohstoffe. Gleichzeitig schafft die Initiative Jobs für Frauen, die den Müll einsammeln und sortieren.
  • Algerien
Algerien – Die Regierung hat beschlossen, den Haushalt dieses Jahr von 50% zu reduzieren, aber gleichzeitig den Mindestlohn leicht zu erhöhen. Durch den Verfall des Gas- und Ölpreises auf dem Weltmarkt sind die nationalen Devisenreserven von 180 Milliarden Dollar im Jahr 2014 auf 62 Milliarden in 2019 gesunken.
  • Kenia
Kenia – Beklagenswert ist die Situation im Westen des Landes, rund um den Fluss Nzoia. Nach heftigen Regenschauern und Überflutungen sind fast 200 Menschen ums Leben gekommen. 2 Stauseen sind komplett voll, was “noch nie in der Geschichte verzeichnet wurde”. Die Regierung ermahnt die Menschen das Gebiet zu verlassen, da Dammbrüche drohen. Es wird erwartet, dass der Regen noch wochenlang anhalten wird.
  • Marokko
Marokko – Im Kampf gegen die Covid -19 hat Marokko seine Drohnenflotte ausgebaut, sie dient zur Luftüberwachung, für Durchsagen im öffentlichen Dienst und zur Desinfektion. Seit Beginn der Pandemie wurden 5.053 Krankheitsfälle gemeldet, darunter 179 Tote. Frühzeitig wurden die Grenzen geschlossen und strikte Maßnahmen ergriffen. Bei Zuwiderhandlungen gegen die Sperrmaßnahmen werden drastische Strafen fällig, bis drei Monaten Gefängnis, Geldstrafe in Höhe von 125 Dollar oder beidem. Die Polizei hat offiziellen Angaben zufolge in den letzten 6 Wochen 85.000 Personen festgenommen und 50.000 Personen strafrechtlich verfolgt.
  • Südafrika
Südafrika – Nach Simon‘ s Town kommen gewöhnlich die Touristen, um die Kolonie der Brillenpinguinen zu sehen, nun gehen diese zu Menschen und spazieren auf den Straßen, des Vorortes von Kapstadt, umher. Wegen der weltweiten Corona-Krise sind die Straßen in vielen Ländern seit Wochen leer, Wildtiere machen sich dies nun zu Nutze: ein Puma in Chiles Hauptstadt Santiago, Wildschweine auf den Avenues in Barcelona, Schakale in Tel Aviv, wilde Kaschmir-Ziegen im walisischen Seebad Llandudno, Seelöwen in der argentinischen Stadt Mar del Plata und in Brasilien schlüpfen am menschenleeren Strand vom Aussterben bedrohte „Unechte Karettschildkröten“.
  • Madagaskar
Madagaskar – "Covid Organics", ein Getränk basierend auf der Artemisia-Pflanze (deren Substanz auch gegen Malaria eingesetzt wird), wird zunehmend beliebter. Der tansanische Präsident John Magufuli schickte ein Flugzeug nach Madagaskar, um das Mittel abzuholen. Die Republik Kongo, Senegal, Guinea-Bissau und Äquatorialguinea hatten auch schon Bestellungen getätigt. Die Regierung von Madagaskar teilte das Getränk bereits an die eigene Bevölkerung aus. Laut WHO gibt es jedoch noch keine Studien, die die Wirksamkeit des Stoffs gegen Covid-19 belegen.
  • Lesotho
Lesotho – Das Hochland von Lesotho verwandelte sich nach heftigen Schneefällen, mehr als in den vergangenen zwei Jahren, in eine weiße Landschaft. Wegen der Corona Sperrmaßnahmen bleibt die Natur unberührt. Die Wintersportler können nur auf die zukünftigen Monate hoffen.
  • Senegal
Senegal – Im Kampf gegen Covid-19 erobert sich der Senegal eine internationale Vorreiterrolle. Ein Test, der nur einen Dollar kostet und schon nach 10 Minuten Resultate produziert, wird gerade getestet. Sollte er erfolgreich sein, will die Regierung die gesamte Bevölkerung testen lassen. Senegalischen Ingenieuren ist es gelungen mit 3D Druckern Beatmungsgeräte für 60 Dollar zu produzieren, die sonst 16.000 Dollar kosten. Das Land hat außerdem die höchste Rate von Genesenen in Afrika und die dritthöchste weltweit.
  • Uganda
Uganda – Präsident Museveni hat dem "Sugar Act, 2020" zugestimmt und wird seinen Überschuss von Zucker nach Tansania und Kenia exportieren. Im Jahr 2018 verbannte Tansania, das nun Zuckerknappheit leidet, ugandische Zuckerhändler von seinem Markt mit der Behauptung, dass sie billigen Zucker aus Kenia und Brasilien importierten, bevor sie ihn neu verpackten und nach Tansania exportierten; daraufhin wurde eine 25% Verbrauchersteuer erhoben. Die Präsidenten, der Länder, lobten nun das neue Abkommen, weil es zur Stärkung der Ostafrikanischen Gemeinschaft beitrage.
  • Uganda
Ugandqa – Der Oberste Gerichtshof hat die Abgeordneten angewiesen, eine Summe von 5.000 $ die jedem von ihnen zur Bekämpfung des Coronavirus in ihren Wahlkreisen gegeben wurde, zurückzugeben. Der unabhängige Abgeordneten Gerald Karuhanga hatte die Sache vor Gericht gebracht. Er und eine kleine Anzahl anderer Abgeordneter hatten das Geld abgelehnt. Präsident Yoweri Museveni, r Oppositionsabgeordnete und Präsidentschaftsanwärter Bobi Wine hatten das Vorgehen als "moralisch verwerflich" bezeichnet. Es gibt 79 bestätigte Fälle von Coronaviren in Uganda.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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