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  • Kenia

Präsident Uhuru Kenyatta hat eine Wiederaufnahme der internationalen Flüge ab dem 1. August sowie die Aufhebung der internen Reisebeschränkungen angekündigt. Dieser Schritt erfolgt, da der Druck zunimmt, die marode Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. 4 Monate der Coronavirus-Restriktionen haben die Schlüsselindustrien, wie den Tourismus, verwüstet.

  • Algerien

24 Schädel von Freiheitskämpfern, die im 19. Jhd. Widerstand gegen die Kolonisation Algeriens durch Frankreich geleistet hatten, wurden anlässlich des Jahrestages der Unabhängigkeit beim „Denkmal der Märtyrer der Algerischen Revolution“ feierlich beerdigt. Die Schädel wurden bisher als „Kriegstrophäen“ im Nationalen Naturkundemuseum in Paris aufbewahrt. Präsident Theboune forderte von Frankreich eine Entschuldigung. Unter Präsident Macron haben sich die angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern verbessert.  Algerien war von 1830 bis 1962 französische Kolonie.

  • Afrika

Obwohl die meisten afrikanischen Regierungen drastische Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie angeordnet haben, steigt die Zahl der Infektionen in Afrika weiter. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wurden 432.000 Personen positiv getestet. Rwanda erklärte die Epidemie für besiegt und hob alle Restriktionen auf. Andere Länder, wie Madagaskar, mussten nach einer Lockerung wieder strikte Quarantäneregeln einfügen. Im internationalen Vergleich sind die Neuinfektionen in Afrika allerdings gering.

  • Kongo-RDC

Am 30. Juni 1960 wurde das zweitgrößte Land Afrikas nach einer unheilvollen Kolonialzeit von Belgien ganz unvorbereitet in die Unabhängigkeit entlassen. Korrupte Diktatoren, mehrere Bürgerkriege, die Ausbeutung der reichen Bodenschätze -  Diamanten, Gold, Coltan, Kupfer, Platin, Uran und Erdöl - und die Zerstörung der Regenwälder ließen ein gebeuteltes Land zurück. Nach 60 Jahren hat Belgiens König Philippe  erstmals öffentlich sein Bedauern über das Terror Regime des belgischen Monarchen Leopold II. ausgedrückt und den anhaltenden Rassismus angeprangert. Das Schreiben ging an den amtierenden Staatspräsidenten Felix Tshisekedi

  • Afrika

Das deutsche Bildungsministerium hat zum zweiten Mal Preise an sechs afrikanische Forschungsprojekte vergeben, die durch innovative Technologien die Lebensbedingungen in Afrika verbessern. Beispiele sind: Die Verarbeitung der umweltschädlichen Wasserhyazinthen zur Energieproduktion; die Nutzung von Abwässern aus der Olivenölerzeugung zur Gewinnung wichtiger Rohstoffe, Dünger und Biogas; eine verbesserte Gewinnung von Wertmetallen aus Elektroschrott. Die Projekte wurden von deutschen und afrikanischen Experten und Expertinnen aus 46 Anträgen ausgewählt.

  • Sudan

Eine Geberkonferenz von 40 Ländern hat der Übergangsregierung von Abdalla Hamdok finanzielle Unterstützung in Höhe von 1.8 Milliarden Dollar zugesagt. Deutschland trägt 150 Millionen dazu bei. Damit sollen wirtschaftliche und soziale Programme finanziert werden. Obwohl die politische und wirtschaftliche Lage auch ein Jahr nach dem Sturz des Bashir-Regimes immer noch prekär bleibt, will die internationale Gemeinschaft die Reformbemühungen der Regierung weiterhin unterstützen.

  • Malawi

Es war das zweite Mal, dass ein Oberstes Gericht in Afrika eine Wahl für ungültig erklärte. Die Fälschung der Resultate durch die Regierungspartei von Präsident Peter Mutharika bei den Wahlen im Mai war zu offensichtig. Bei der vom Gericht angeordneten Neuwahl gewann jetzt der Kandidat der Oppositionspartei Malawi Congress Party, der 65-jährige Lazarus Chakwera, mit 58% der Stimmen gegen 39% für Amtsinhaber Mutharika. Chakwera ist Theologe und arbeitete als Pastor und Dozent an der theologischen Hochschule der „Assemblies of God“. Bei seiner Vereidigung versprach, das Land wieder zu vereinigen und Armut und Korruption zu bekämpfen.

  • Tansania

Saniniu Laizer, ein Kleinbergmann mit Schürfrechten, stieß auf die beiden größten jemals in Tansania entdeckten Tansanit- Edelsteine, die zusammen 15 Kilogramm auf die Waage und 3,4 Millionen US $ in seine Kasse brachten, als er sie bei einer Handels Veranstaltung in der Region Manyara an das Bergbau Ministerium verkaufte. Es gab eine große Party mit seinen 4 Frauen und über 30 Kindern. Jetzt will Laizer, der selbst nie eine Schule besuchte, in seinem Distrikt eine Schule und ein Einkaufszentrum bauen, um Bildungs- und Lebensstandard der Leute zu heben. Präsident Magufuli gratulierte ihm zu seinem Fund. Seinen Lebensstil soll der Gewinn nicht ändern; er will sich weiterhin um seine große Rinderherde kümmern.

  • Afrika

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson kündigte an, dass das Ministerium für internationale Entwicklung (DFID) im September in das Außen- und Commonwealth-Büro (FCO) eingegliedert wird. Die entwicklungspolitische Gemeinschaft ist bestürzt, die Konservativen Partei erfreut.

  • Uganda

Die Wahlkommission hat angeordnet, dass der Wahlkampf für den Urnengang in 6 Monaten ausschließlich über digitale Medien ausgetragen werden soll. Wegen der Corona Epidemie sind alle Wahlversammlungen verboten. Die von den Leuten als „wissenschaftlich“ bezeichnete Methode wird kontrovers diskutiert. Die Opposition befürchtet, dass sie die Regierungspartei begünstigen könnte.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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