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Am 24. Mai 2022 gab der Schweizer multinationale Ölhandelsriese vor einem US-Gericht zu, dass er fast 100 Millionen Dollar an Bestechungsgeldern an Beamte und öffentliche Bedienstete in 8 Ländern weltweit gezahlt hat. In Afrika ging es darum, Verträge mit öffentlichen und staatlich kontrollierten Stellen in den westafrikanischen Ländern Nigeria, Kamerun, Côte d'Ivoire und Äquatorialguinea zu erhalten und zu behalten. In einigen Ländern sorgen diese Eingeständnisse für Aufsehen, nicht so jedoch in der Côte d'Ivoire, wo Glencore zugibt, zwischen 2007 und 2010, also während der Präsidentschaft von Laurent Gbagbo, Beamte des Ölsektors mit bis zu 4 Millionen US-Dollar bestochen zu haben. Nach Angaben des Schweizer Händlers machte Glencore mit dem Kauf von Öllieferungen Gewinne in Höhe von 30 Millionen US-Dollar. Helen Clark, die Präsidentin der Initiative für Transparenz in der Rohstoffwirtschaft (ITIE), fordert Côte d'Ivoire, Kamerun, die DR Kongo und Nigeria auf, diese Fälle zu untersuchen und schnell einzugreifen.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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