Bei dem Anschlag auf ein Restaurant, in dem sich oft Soldaten der UN-Truppe Amison aufhalten, hat eine Attentäter zwölf Menschen getötet und zahlreiche andere verletzt. Die al-Shabaab-Miliz bekannte sich zu dem Anschlag.
Somalia » Seite 26
Bei dem Anschlag auf ein Restaurant, in dem sich oft Soldaten der UN-Truppe Amison aufhalten, hat eine Attentäter zwölf Menschen getötet und zahlreiche andere verletzt. Die al-Shabaab-Miliz bekannte sich zu dem Anschlag.
Das UNO Welternährungsprogramm wird gezwungen, sich aus weiten Teilen im Süden des Landes zurückzuziehen. Etwa eine Million Menschen sind von diesem Schritt betroffen, darunter 109,000 Kleinkinder, die wegen Krieg und Dürre auf regelmäßige Nahrungslieferung angewiesen sind.
Islamische Extremisten haben einen Stützpunkt der AU Friedenstruppe in Mogadischu angegriffen und so die prekäre Lage am Horn von Afrika noch verschlechtert. Bischof Giorgio Bertin ist zuversichtlich, dass unter dem neuen gemäßigten Präsidenten, Sheik Sharif Sheik Ahmed, die Friedensverhandlungen trotzdem weitergehen. Während den 18 Jahren ohne funktionierende Regierung konnten sich die Exilregierungen nie gegen den starken Block der islamischen Opposition durchsetzen; mit den zwei verschiedenen Untergruppierungen sei eine Einigung eher möglich.
Weil ein junger christlicher Gast auf einer muslimischen Hochzeit darum bat, dass die arabischen Reden in die örtliche Sprache übersetzt werden sollten um sie den Gästen verständlich zu machen, ließ der beleidigte Scheich ihn töten. Er sei vom Islam abtrünnig geworden und sollte zum Schweigen gebracht werden. Seit Anfang des Jahres sind sechs Christen ihres Glaubens wegen getötet worden. Der Anteil der Christen in dem überwiegend muslimischen Land ist 0,2 Prozent.
Sieben der Somali Piraten, die ein Schiff der Vereinigten Arabischen Emirate gekapert hatten, erhielten hohe Strafen. In denselben Gewässern brachten vor kurzem Piraten ein spanisches Fischerboot und eine französische Yacht in ihre Gewalt.
Tausende von Somalis begrüßten auf der 15 km langen Straße zwischen dem Flughafen und der Stadt Jowhar Präsident Addullahi Yuzuf Ahmed und seinen Premierminister Mohamed Ali Ghedi, die vor Ort die Möglichkeit untersuchen wollen, die neugewählte Regierung aus dem Exil in Kenia nach Mogadischu zu verlegen. Ob die Sicherheitslage es erlauben wird, die Hauptstadt zu besuchen, ist noch nicht geklärt.
Die Ernährungslage im Land hat sich seit Juli drastisch verschlechtert. Laut dem Welternährungsprogramm (WFP) leiden inzwischen schätzungsweise 300.000 Personen an Hunger. Grund sind Vertreibung durch Krieg und gestiegene Lebensmittelpreise.
Nach sieben Monaten haben somalische Piraten den südkoreanischen Tanker „Samho Dream“ gegen Zahlung einer Rekordsumme von 9,5 Millionen Dollar freigegeben, die höchste Lösegeldsumme, die bisher bezahlt wurde. Das Geld soll von einem Helikopter abgeworfen worden sein. Der Tanker ist mit Öl im Wert von 170 Millionen Dollar unterwegs in die USA.
Drei Mitarbeiter von ‚Medicins Sans Frontières‘ , ein kenianischer Arzt und ein französischer Logitikexperte und der somalische Fahrer kamen bei einem Bombenanschlag in Kismayo um, das bisher relativ friedlich war. In Mogadischu werden immer wieder Regierungsgebäude und äthiopische Soldaten angegriffen. Der neue Premierminister Nur Adde versucht, sich mit dem Hawiye Clan zu arrangieren.
Nach den erneuten Kämpfen zwischen somalischen Regierungstruppen und radikal- islamischen Milizen mit vielen Toten und Verletzten, hat nun die Regierung des gemäßigten Islamisten Sheik Sharif Ahmed eine Offensive auf die Hauptstadt angekündigt. Der Präsident hat sich einer Unterstützung durch die USA nicht abgeneigt gezeigt.