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In einigen Teilen von Mogadischu wurden solarbetriebene Straßenlampen installiert, ein Hoffnungszeichen, dass sich die einst schöne und liebenswerte Stadt nach 20 Jahren Zerstörung und Verwüstung langsam erholt und das Leben leichter und sicherer wird. Auch verliert Mogadischu den inoffiziellen Titel „Gefährlichste Stadt der Welt“. Botschaften und Hilfsorganisationen und einige Flüchtlinge kehren langsam zurück. Weiteren Grund zur Hoffnung geben die ersten Gespräche in London zwischen Somalia und dem 1991 abgespaltenen Somaliland, die demnächst weitergeführt werden sollen.

In dem wüstenartigen Somaliland, das sich 1991 von Somalia trennte, ist die Köhlerei für viele Menschen die einzige profitable Beschäftigung, besonders auch, weil die meisten keine andere Energiequelle haben. So schlagen sie Bäume und verkaufen die Holzkohle für 6 $ pro Sack. Eine Familie kann so bis zu 40 Bäume im Monat verarbeiten. Das Land wird zusehends eine Wüste. Wälder, Gras und Tiere verschwinden. Was bleibt ist mehr Armut.

In den von al-Shabab kontrollierten Gebieten wurden die Bewohner jetzt aufgefordert, ihre Fernsehgeräte und Satelliten Antennen einzuhändigen. Wer sich weigert, ist ein Spion. Es ist dies ein weiterer Versuch, Information zu ersticken und Furcht zu verbreiten.

Bei einem Angriff islamischer Rebellen auf Regierungstruppen in der südsomalischen Stadt Dinsoor sind am Sonntag mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen.

Die meisten Radiostationen in Somalia haben aufgehört, Musiksendungen auszustrahlen. Dies sei eine Taliban-ähnliche Anordnung der Aufständischen, die behaupten, dass Lieder unislamisch sind. Gewehrknattern und rollende Fahrzeuge ersetzen Einleitungs- und Übergangsmusik. Viele Menschen sind verärgert, und Betreiber fürchten den Verlust von Hörern und Inserenten. Letzte Woche hat die al-Shabab Miliz BBC Relaisstationen in fünf südsomalischen Städten geschlossen.

„Afweyne = Großmaul“, einer der berüchtigtsten Seeräuber, hat seinen Ausstieg angekündigt. Gründe gab er nicht. Die Präsenz internationaler Kriegsschiffe vor Somalias Küste hat die Angriffe erschwert. Afweyne soll in seiner achtjährigen kriminellen Tätigkeit durch die Entführung von Schiffen Lösegelder in Millionenhöhe erpresst haben.

Als ihr Boot am Sonntag vor der jemenitischen Küste von Beer Ali kenterte, kamen 42 afrikanische Migranten ums Leben. Die Küstenwache von Jemen konnte 30 retten. Die Migranten kommen meist aus Somalia und Äthiopien auf der Flucht vor Armut und Gewalt. Allein in 2012 haben 84,000 die gefährliche Überfahrt nach Jemen gewagt, um von dort aus in Saudi Arabien und andern Golf Staaten Arbeit zu suchen. Wie viel Hunderte in überfüllten und oft seeuntüchtigen Booten ums Leben kamen, wird man nie erfahren.

Nach einem Bericht des US-Außenministerium sind 12 benachbarte Länder im Konflikt zwischen der Übergangsregierung und den Milizen der Islamischen Gerichte mit Geldtransfers, Waffenlieferungen oder diplomatischer Unterstützung auf einer Seiten beteiligt. Genannt werden Kenia, Äthiopien, Eritrea, Uganda, Tanzania, Dschibuti, Sudan, Ägypten, Jemen, Libyen, Saudi Arabien, die Vereingten Arabischen Emirate, Iran und die USA.

10 Menschen starben, als äthiopische Truppen den Marktplatz mit Artillerie beschossen. 16 Tote gab es bei einem Angriff auf ein Armeelage in der Region von Galgadud. Von zwei entführten Mitarbeitern der FAO fehlt jede Spur.

Vier Wochen nach dem Einmarsch in Somalia haben die ersten 200 äthiopischen Soldaten das Land verlassen. Nur zwei Länder, Malawi und Uganda, haben sich bisher bereit erklärt, Truppen für eine AU-Friedenstruppe in Somalia zur Verfügung zu stellen.

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