Schlagwort: Somalia

Die Regierung hat die sich häufenden Entführungen von Hilfspersonal angeprangert. Erst wurden ausländische Helfer für Lösegeld gekidnappt, jetzt sind es einheimische Mitarbeiter. Nach UNO Schätzungen sind 2.6 Millionen Somalis auf Unterstützung angewiesen; bis Jahresende könnten es 3.6 Millionen sein, wenn sich die humanitäre Lage nicht bessert.

Die Milizen der Union of Islamic Courts (UIC) haben die Ortschaft Barhakaba, 60 km von Baidoa, eingenommen und scheinen sich auf den Sitz der Übergangsregierung zuzubewegen. Sie drohen Äthiopien, das nach Presseberichten Truppen nach Baidoa entsandt haben, mit ‚Heiligem Krieg‘.

Zum ersten Mal haben deutsche Marinesoldaten, bei der Abwehr eines Angriffs auf die Fregatte Courier der Hamburger Reederei, neun mutmaßliche Seeräuber auf ein deutsches Schiff gebracht. Die Staatssekretärsrunde muss das weitere Verfahren entscheiden.

Die Bewohner des südlichen Baynile Distrikts waren erstaunt, als äthiopische Soldaten 400 Sack Getreide, das sie von ihren Gehältern bezahlt hatten, an die Hungernden austeilten. Truppen aus Äthiopien sind seit 17 Monaten zur Unterstützung der Somali Armee im Land und wegen ihrer Grausamkeit von der Bevölkerung gefürchtet.

Ein Jahr nach den Parlamentswahlen sind 205 der 275 Abgeordneten in Baidoa zu ihrer ersten Sitzung zusammengekommen. Aus Sicherheitsgründen konnte die Regierung bisher nicht nach Mogadischu ziehen.

Über 3.5 Millionen Somalier deren Überleben von internationalen Hilfsorganisationen abhängt, sind von Piratenangriffen betroffen. Der Apostolische Administrator, Bischof Bertin, ruft die internationale Gemeinschaft auf, an der Besserung der Versorgungslage zu arbeiten, da der Landweg durch Kenia langwierig, gefährlich und zu teuer sei. Die NATO hat Beteiligung an einer Lösung zugesagt.

Nach Ende der Monsunregen sind die Bedingungen für die Piraten wieder günstiger. Sie haben am Wochenende vor der ostafrikanischen Küste zwei Schiffe in ihre Gewalt gebracht, den Flüssiggastanker „York“ und einen Schwergutfrachter einer Bremer Reederei. Auf beiden Schiffen sollen sich deutsche Staatsbürger befinden. Bei dem Gastanker besteht große Explosionsgefahr. Zurzeit haben die somalischen Piraten 19 Schiffe mit etwa 400 Geiseln in ihrer Gewalt.

Osama Bin Laden rief Somalier auf, den moderaten Präsidenten Ahmed zu stürzen. Er hätte sich in den von den USA vermittelten Verhandlungen mit den Ungläubigen in einer Regierung der nationalen Einheit verbündet. Obwohl Ahmed nach seinem Amtsantritt im Januar versprach, das Sharia Gesetz einzuführen, bekämpfen ihn die al Kaida Rebellen weiter.

Premierminister Ali Mohamed Gedi ist nach einem langen Machtkampf mit dem Präsidenten zurückgetreten. Sein Nachfolger wird Salim Aliyow Ibrow. Seit mehreren Tagen kommt in der Hauptstadt immer wieder zu Schlachten zwischen islamischen Kämpfern und äthiopischen Truppen.

Die Vereinigung der Islamischen Gerichte (UIC) wendet Sharia-Gesetzgebung strikt an. Ein junger Mann wurde wegen Raubmord zum Tod verurteilt und öffentlich erschossen. Das Kauen von Khat, einer populären Droge, wurde während des Rhamadan verboten.

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