Schlagwort: Somalia

Seit 2009 hat die al-Shabat Miliz jede ausländische Hilfe für die von ihr beherrschten Gebiete gesperrt. Angesichts der Hunger Katastrophe und der Massenflucht bitten sie um Nahrungsmittel. Ob Muslim oder nicht, alle dürfen helfen, solange sie keine Hintergedanken haben. Die EU-Kommission hat sofort 5,7 Millionen Euro bereitgestellt, hauptsächlich für das Dadaab- Auffanglager, das größte der Welt.

Somalische Piraten haben im Indischen Ozean ein dänisches Segelboot mit vier Erwachsenen und drei Kindern an Bord gekapert. Das erste Mal sind Kinder betroffen. Die Familie war sich der Gefahr bewusst, fühlte sich aber durch die Überflüge der patrouillierenden Flugzeuge und den täglichen Kontakt mit den Piraterie Kontrollen sicher.

Bei einer Bombenexplosion während einer Rede des Präsidenten der Übergangsregierung Ali Mohammed Gedi im Stadion von Mogadischu wurden mindestens 16 Personen getötet und 34 verletzt. Die Ursache der Explosion ist bisher ungeklärt.

In Mogadischu wurde der Präsidentenpalast mit Granaten beschlossen. In anderen Landesteilen kam es zu Kämpfen zwischen Milizen und Regierungstruppen.

Beim Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) in Addis Abeba begannen Beratungen über dasGesuch der Übergangsregierung, eine Friedenstruppe nach Somalia zu entsenden. Der Einsatz von ausländischen Truppen ist in Somalia unpopulär und wird von vielen Staaten skeptisch beurteilt. Die letzten Warlords sind auf Booten aus Mogadischu auf ein US-Kriegsschiff geflohen.

Nach Berichten der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR sind mehrere Tausend Somalis nach Kenia geflohen, während Milizen der ‚Vereinigten Islamischen Gerichte‘ (UIC) sich der Grenze mit Kenia nähern. Innerhalb der UIC zeigen sich immer größere Spannung zwischen den radikal-islamistischen Sheikh Hassan Dahir Aweys und dem moderaten Sheikh Sharif Ahmed.

Das Los von etwa 350 Geiseln, die sich in den Händen der Piraten befinden, ist seit dem islamistischen Angriff am Wochenende auf eine ihrer Festungen ungewiss. Auch die laufenden Lösegeldverhandlungen werden erschwert, seitdem sich die Piraten von Haradhere zurückgezogen haben. Die Islamisten wollen das Scharia Gesetz einführen und den Piratenhandel unterbinden, obwohl man sagt, dass sie sich mit den Seeräubern verbünden wollten, um sich den beachtlichen Profit zu teilen.

Ende 2006 war Äthiopiens Armee in Somalia einmarschiert um den somalischen Ministerpräsidenten gegen die Union der Islamistischen Gerichte (UIC) zu stützen. Den Kämpfen zwischen Besatzungstruppen und islamistischen Rebellen kosteten ca. 16.000 Menschen das Leben und über 1 Million Somalier flüchteten. Nun zogen sich die äthiopischer Truppen zurück.

Bei einem frühen Überfall auf eine Moschee in Galkayo wurden fünf Ausländer, vermutlich Pakistani, erschossen und zwei weitere verletzt. Das Motiv ist nicht bekannt, aber seit der kürzlichen Ermordung des Informationsministers ist die Lage in der Puntland Region sehr angespannt.

Truppen der islamistischen Gerichtshöfe konnten die Stadt Bur Hakaba kampflos zurückerobern, nachdem sie von Einheiten der Übergangsregierung mit Hilfe äthiopischer Truppen vorübergehend eingenommen wurde. Die Islamisten haben zum heiligen Krieg gegen die Äthiopier aufgerufen.

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