Die dreimal aufgeschobene nationale Versöhnungskonferenz endete in Mogadischu. Die Interimsregierung bezeichnete das Treffen als vollen Erfolg. Unabhängige Beobachter bezweifeln nachhaltige Resultate, da bedeutende Gruppen ausgeschlossen waren.
Somalia » Seite 16
Die dreimal aufgeschobene nationale Versöhnungskonferenz endete in Mogadischu. Die Interimsregierung bezeichnete das Treffen als vollen Erfolg. Unabhängige Beobachter bezweifeln nachhaltige Resultate, da bedeutende Gruppen ausgeschlossen waren.
Bei einem Treffen mit UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York sagte der somalische Ministerpräsident Gedi zu, den mehrfach verschobenen ‚Nationalen Versöhnungskongress‘ im kommenden Monat einzuberufen. Außerdem soll der Weg für Wahlen und eine Verfassung geebnet werden.
40 schwer bewaffnete Kämpfer haben einen äthiopischen Militärstützpunkt nahe der somalischen Hauptstadt Mogadischu angegriffen. Die UNO berichtet, daß z. Zt. mehr Waffen in Somalia sind, als zu Beginn des Bürgerkriegs 1991.
Während der stellvertretende Anführer von Al-Kaida zum Heiligen Krieg in Somalia aufrief, forderte die Somalia Kontakt Gruppe alle Konfliktparteien zum Dialog auf. Bei Demonstrationen gegen die äthiopischen Truppen kamen drei Menschen ums Leben.
Die Regierungen Ostafrikas haben sich geeinigt, 6.800 Truppen zur Stabilisierung des Landes nach Somalia zu senden. Da sich die lokalen Clanführer sich gegen eine Präsenz von Truppen aus den Nachbarländern, vor allem Äthiopien erklärt haben, wird Uganda und Sudan das Truppenkontingent stellen.
Nach einigen ruhigen Wochen sind wieder heftige Kämpfe nahe der Milizen Basis Jowher aufgeflammt. Die drei Minister im Konvoi blieben unversehrt, als eine Landmine unter ihrem Wagen explodierte. Jowhar, etwa 90 km nördlich der Hauptstadt, ist nach ihrem erzwungenen Rückzug die größte von al-Shabaab kontrollierte Stadt.
Das erste Kontingent ugandischer Truppen hat die Hauptstadt erreicht. Kurz nach ihrer Ankunft wurde der Flughafen von mehreren Granaten getroffen. Auch Burundi, Nigeria, Malawi und Ghana sind bereit, die 8.000 Mann starke Friedenstruppe zu unterstützen.
Streit in der Übergangsregierung hat zur Entlassung des Regierungschefs Nur Hassan Hussein durch den Präsidenten Abdullahi Yusuf geführt. Die meisten Somalis sowie die umliegenden Staaten sind besorgt, dass diese Handlung den schon fragilen Friedensprozess zum Scheitern bringen könnte. Was die Menschen brauchen ist Frieden, Stabilität und Versöhnung.
Während somalische Streitkräfte, unterstützt von einem AMISIN Kontingent auf die Hafenstadt Kismayo marschieren, um die al-Shabaab Miliz aus ihrer letzten Hochburg zu vertreiben, wurden bei einem Doppelanschlag in der Hauptstadt Mogadischu mindesten 14 Menschen getötet und viele verletzt. Es ist noch viel Wut im Land; nicht alle Somalier sind mit der ausländischen Intervention und dem Stabilisierungsprozess einverstanden.
Eine Autobombe explodierte heute nahe der türkischen Botschaft in Mogadischu. Einzelheiten über Verluste, Täter und Motive sind noch nicht klar.