Schlagwort: Seychellen

Das Aldabra-Atoll wurde von der Hai-Spezialgruppe der International Union for Conservation of Nature (IUCN) offiziell als „Important Shark and Ray Area“ (ISRA) ausgewiesen. Es gilt für folgende sechs Arten: den Schwarzspitzen-Riffhai, den Ammenhai, den Spitzzahn-Zitronenhai, den Bogenstirn-Hammerhai, den Gefleckten Adlerrochen und den Riffmantarochen.  Haie, Rochen und Chimären gehören zu den am stärksten bedrohten marinen Arten, und mehr als ein Drittel der Haiarten ist aufgrund der Auswirkungen von Fischerei, Lebensraumverlust und Klimawandel vom Aussterben bedroht. Aldabra ist nun eines von neun ISRAs auf den Seychellen. Die anderen sind:  das Alphonse Atoll, Baie Laraie auf der Insel Curieuse, Bay Ternay auf der Insel Mahe, Conception Island, D’Arros und St. Joseph Atoll, La Passe auf der Insel Silhouette, Saint François Atoll und die Seychelles Inner Island.

Das Aldabra-Atoll ist das größte der Welt, beherbergt die endemische Aldabra-Riesenschildkröte mit einer geschätzten Population von mehr als 150.000 Tieren sowie mehrere andere endemische Vogel-, Eidechsen- und Insektenarten. Die Seychelles Islands Foundation (SIF) teilte mit, dass das Ökosystem von Aldabra trotz seiner hohen biologischen Vielfalt und seines Schutzstatus durch Ratten und Katzen, die auf den Inseln nicht heimisch sind, stark beeinträchtigt wurde, da die Ratten versehentlich eingeführt wurden; die Katzen aber wahrscheinlich absichtlich, um die Ratten zu kontrollieren. Die Stiftung erklärte, dass die Katzen das lokale Aussterben der Aldabra-Ralle – des letzten flugunfähigen Vogels im Indischen Ozean – auf jeder Insel, auf der sie vorkamen, verursacht haben. Das SIF plant eine Machbarkeitsstudie, um wichtige Informationen zu sammeln, um zu entscheiden, ob eine Ausrottung von Katzen und Ratten auf Aldabra möglich ist und wie sie durchgeführt werden sollte.

Das Global Finance Magazine hat die Seychellen als Afrikas reichstes Land aufgeführt. Die Seychellen liegen auf Platz 56 der Welt und führen die Liste der afrikanischen Länder mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) und einer Kaufkraftparität (KKP) von 39.662 Dollar an. Das Land hat etwas mehr als 100.000 Einwohner, und seine Wirtschaft hängt hauptsächlich vom Tourismus und der Fischerei ab. Im Jahr 2023 begrüßten die Seychellen bis November 317.915 Touristen, die von Januar bis November 873 Millionen Dollar zur Wirtschaft beitrugen, ein Anstieg von 4,8 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2022. Die Nachbarinsel Mauritius ist das zweitreichste afrikanische Land und liegt auf Platz 66 der weltweiten Rangliste, gefolgt von Libyen auf Platz 73. Die drei reichsten Länder der Welt sind die Republik Irland, gefolgt von Luxemburg, Singapur und Katar. Am anderen Ende des Spektrums stehen der Südsudan, Burundi und die Zentralafrikanische Republik.

In einem Industriegebiet auf der Hauptinsel der Seychellen, Mahé, fand eine gewaltige Explosion von gelagerten Sprengstoffvorräten statt. Die Sprengkraft war so groß und so laut, dass sie ein 13 Meter tiefes Loch im Boden hinterließ, und Fenster, Türen und Dächer vieler Geschäftsgebäude wegsprengte. Die Explosion wurde durch starke Regenfälle verursacht, die zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen führten.

Die Gesundheitsbehörden der Seychellen haben mit Sambia eine Absichtserklärung unterschrieben, die es ermöglicht, dass seychellische Gesundheitsfachkräfte in Sambia ausgebildet werden können. Die Seychellen haben einen Mangel an medizinischen Fachkräften, während Sambia einen Überschuss hat. Ende 2022 waren 514 Ärzte im Register des Seychelles Medical and Dental Council (SMDC) eingetragen. Nur 22 % davon sind seychellische Staatsangehörige, und etwa 241 der im Register eingetragenen Ärzte waren 2022 auf den Seychellen beruflich tätig. Gemäß Artikel 29 der Verfassung bieten die Seychellen allen ihren Bürgern eine kostenlose medizinische Grundversorgung in staatlichen Einrichtungen. Eine ähnliche Absichtserklärung wurde mit Ruanda vereinbart.

Die Seychelles Fishing Authority (SFA) unterzeichnete eine Vereinbarung zwischen der SFA, der Initiative für nachhaltigen Thunfischfang im Indischen Ozean (Sustainable Indian Ocean Tuna Initiative, SIOTI) und dem spanischen Verband der Thunfischfroster (Association of Tuna Freezers, AGAC), um bei einem Projekt zum Abfangen treibender FADs auf den Seychellen zu formalisieren und zu konkretisieren. FAD (Fischsammler) sind an der Wasseroberfläche im offenen Ozean ausgesetzte künstliche Objekte, meist Bojen oder Flöße, zum Anlocken von Fischen. Bei dem Projekt mit dem Namen FAD Watch handelt es sich um eine sektorübergreifende Initiative, die entwickelt wurde, um das Stranden von FAD auf den Inseln der Seychellen zu verhindern und abzuschwächen. Im Rahmen der Initiative können treibende FADs abgefangen werden, bevor sie in den flachen Meeresgebieten des Inselstaates stranden können. FADs werden vor allem von Thunfischfängern eingesetzt und tragen nachweislich zur Überfischung bei, da sie Jungfische sowie gefährdete Schildkröten, Haie und Meeressäugetiere anlocken, die sich in den Netzen der Thunfischfänger verfangen.

Laut dem Internationalen Korruptionswahrnehmungsindex 2022 sind die Seychellen das am wenigsten korrupte Land Afrikas. Der Inselstaat behauptet diese Position–Platz 23 mit 70 Punkten–zum fünften Mal in Folge. Der CPI–Bericht bewertet die Wahrnehmung von Korruption im öffentlichen Sektor auf einer Skala von 0 bis 100: 100 sauber; 0 total korrupt. Den ersten Platz belegte Dänemark mit 90 Punkten, gefolgt von Finnland und Neuseeland mit je 87 Punkten. Deutschland ist mit 79 Punkten auf Platz 9. Die Seychellen liegen zwischen Österreich mit 71 und den USA 69 Punkten. Internationales Schlusslicht bilden Südsudan und Somalia mit 13 und 12 Punkten. Die Kommissarin der Antikorruptions Kommission, May de Silva, würdigte die Bemühungen ihrer engagierten Mitarbeiter zur Ausrottung der Korruption. Die Seychellen wollen weiterhin das am wenigsten korrupte Land Afrikas bleiben.

Der Präsident der Komoren, Azali Assoumani, hat seinem Amtskollegen von den Seychellen, Wavel Ramkalawan, mitgeteilt, dass sich die kleinen Inselstaaten zusammenschließen müssen, um ihre Interessen auf der bevorstehenden Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP27) in Ägypten zu vertreten, “ damit die Inseln eine gemeinsame Position und die Verteidigung unserer Interessen haben.“ Die 27. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien (COP27) wird vom 7. bis 18. November 2022 in Sharm El-Sheikh, Ägypten.

9 Personen – darunter eine ehemalige First Lady, Ex-Generäle und Spitzenbeamte – sind angeklagt, im Jahr 2002 Hilfsgelder gestohlen und illegale Schusswaffen gelagert zu haben. Sie waren alle mit der Regierung des verstorbenen France-Albert René verbunden, der von 1977 bis 2004 Präsident war. Den Angeklagten wird vorgeworfen, ihre Machtpositionen ausgenutzt zu haben. Hilfsgelder (50 Millionen Dollar) der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), die für den Kauf von Grundnahrungsmitteln verwendet werden sollten, gingen verloren. Präsident Ramkalawan kam mit dem Versprechen an die Macht, die Korruption zu bekämpfen und eine demokratische Regierungsführung zu gewährleisten. Der Fall dient als Beweis, dass er sein Versprechen einlöst. Der staatliche Ombudsmann warnt jedoch, dass ein kürzlich verabschiedetes Gesetz, das die Macht des Militärs ausweitet, „nicht mit der Vorstellung von Demokratie vereinbar ist“.

Ausrangiertes industrielles Fischereigerät macht nach Angaben des WWF etwa 10 % der mehr als 12 Millionen Tonnen Plastikmüll aus, die jedes Jahr in den Weltmeeren landen. Es ist auch „die tödlichste Form “ von Plastik im Meer, da es sich ungewollt in wild lebenden Tieren verfängt und Meeressäugetiere, Seevögel, Meeresschildkröten und Haie verstrickt, so dass sie einen langsamen und schmerzhaften Tod durch Erschöpfung und Ersticken erleiden. Um dieser globalen Herausforderung zu entgegentreten, wurde eine neue Partnerschaft zwischen einem seychellischen Unternehmen „Seychellois company Brikole“, der französischen “ Orthongel“ und spanischen „ OPAGAC“  Thunfischfanggruppen vereinbart. Ausgediente Fanggeräte und Netze werden eingesammelt und in einer örtlichen Anlage recycelt.

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