Schlagwort: Botsuana

Einer der beiden vom UN Generalsekretär ernannten Sonderbeauftragten für Klimawandel ist der frühere Präsident von Botswana, Festus Mogae. Als Präsident hat er sein Land vorbildlich geführt, und vorher, als Finanzminister mit Weltbankerfahrung, hat er sich verdient gemacht um Wirtschaft und Entwicklung und ganz besonders um ein weitgehendes Umweltprogramm. Jetzt arbeitet er im Namen des Generalsekretärs an einer UN Konvention über Klimawandel.

Nachdem den Skandalen um „Blutdiamanten“ ist die Diamantenindustrie um mehr Transparenz bemüht und veröffentlichte erstmals Geschäftszahlen. Danach wurden weltwelt Diamanten im Wert von 8,6 Milliarden Euro produziert. Mit 25% Marktanteil steht Botwana an erster Stelle.

Beamte in dem sonst so ruhigen Land streiken schon über einen Monat für eine Gehaltserhöhung von 16%; die Regierung bietet nur 5% an. Seit Schüler mit lauten Protesten und fliegenden Steinen ihre Lehrer zu unterstützen suchen und gefährliche Schlachten mit der Polizei verursachten, wurden alle Grund – und Sekundarschulen der Regierung bis auf weiteres geschlossen um Leben und Eigentum zu schützen.

Beim Absturz einer Cessna 208 über dem Okawango Delta, kamen der britische Pilot und sieben europäische Touristen ums Leben. Zwei Touristen aus Frankreich und zwei Besatzungsmitglieder überlebten. Die Ursache ist noch nicht bekannt. Das Okawango Delta ist eines der schönsten und beliebtesten Wildreservate weltweit.

Eine bisher nicht indentifizierte Durchfallerkrankung hat über 10.000 Menschen infiziert und bisher 191 Todesopfer gefordert.

Für Ende August wird das entgültige Urteil des Obersten Gerichtshofs über die Landrechte der Bushmen erwartet. Die Ureinwohner reklamieren 52.000 qkm der Kalahari Wüste, aus der sie von der Regierung vertrieben wurden. Das Gebiet ist eine der Touristenattraktionen der Region und soll reich an Diamantenvorkommen sein.

Die Regierung hat sich ausdrücklich für eine Festnahme von Muammar Gadaffi ausgesprochen. Damit stellt sich Botswana als einziger afrikanischer Staat gegen eine aktuelle Resolution der Afrikanischen Union, dem Internationalen Strafgericht in Den Haag bei der Ausführung des Haftbefehls gegen Gadaffi nicht behilflich zu sein.

Frauen in der Politik, die schon mal 18% im Parlament ausmachten, werden in den bevorstehenden Wahlen wahrscheinlich an Zahl und Einfluss verlieren. Die gilt für alle Parteien. Nach Ergebnissen von Forschern ist ein Grund, dass den Frauen die nötigen Ressourcen für den Wahlkampf fehlen.

Sechs Buschleute wurden in der Kalahari Game Reserve wegen Jagen verhaftet. 2006 erkannte der Oberste Gerichtshof das Recht der Buschleute auf ihr angestammtes Land an und verurteilte die wiederholte Vertreibung, das Jagdverbot und die Zerstörung der Wasserzufuhr durch die botswanische Regierung, die dieses Gerichtsurteil bisher ignoriert hat.

Das Oberste Gericht in dem aufstrebenden doch männlich dominierten Land hat zum ersten Mal auch Frauen das Erbrecht zugesprochen. Klägerinnen waren drei ältere Schwestern, deren Neffe ihr Wohnhaus für sich beanspruchte. Die Verfassung, so der Richter, garantiere Gleichstellung der Geschlechter; deshalb sei das traditionelle Recht illegitim. Das Urteil ist ein willkommener Schritt für immer noch diskriminierte Frauen und könnte auch in Nachbarländern Signalwirkung haben.

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