Der Klimawandel und unberechenbare Wetterextreme verändern die Situation bei durch Stechmücken übertragenen Krankheiten. In Malaria-Hotspots wird die Krankheit verstärkt und in bisher nicht betroffene Regionen neue Fälle gemeldet. Das auftretende Wetterphänomen La Niña hat Anfang 2026 in Teilen des südlichen Afrikas überdurchschnittliche Niederschläge brachte und Überschwemmungen verursachte, die zu mehr Brutstätten für Mücken führten. Einen Anstieg der Malariafälle von 68 % (8.760 Fälle) gegenüber dem Vorjahr meldete Namibia. Das von Überschwemmungen heimgesuchte Mosambik verzeichnete in den ersten sechs Wochen des Jahres mehr als 1,35 Millionen Fälle, ein Anstieg um 55 %. Gauteng, in dem Johannesburg und Pretoria liegen und in der Malaria nicht endemisch ist, verzeichnete in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 mehr als 400 Fälle und 11 Todesfälle. Experten berichten, dass die alte Annahme, Malaria trete ausschließlich in den Sommermonaten auf, nicht mehr zutrifft, da sich die Krankheit mittlerweile auch im Winter ausbreitet