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Somalia – Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat Fartuun Adan mit dem Menschenrechtspreis geehrt für ihren unerschrockenen Einsatz für Frauen in dem Bürgerkriegsland Somalia. In 1991 gründete sie mit ihrem Mann die Frauenrechtsorganisation. Nach seiner Ermordung floh sie mit ihren Kindern nach Kanada, kehrte aber zurück, um den leidenden, rechtlosen Frauen beizustehen. Als Frauenaktivistin lebt sie auch heute in ihrem Land gefährlich. Die Ehrung für ihre Lebensleistung sieht sie als Ansporn, weiterzumachen. Trotz dem Leid, dem sie täglich begegnet, hat sie den „Traum von Gerechtigkeit“ nicht aufgegeben.

Somalia – Nach den kenianischen Terrorakten haben al-Shabaab Milizen wieder daheim zugeschlagen, und durch einen Selbstmordattentäter einen UNO-Konvoi in der Nähe des internationalen Flughafens angegriffen. Fünf Menschen kamen um; zwei wurden verletzt. Obwohl al-Shabaab seit 2011 von der AMISOM aus der Hauptstadt vertrieben wurde, kommt es immer wieder zu Überraschungs-Attacken.

Sieben der Somali Piraten, die ein Schiff der Vereinigten Arabischen Emirate gekapert hatten, erhielten hohe Strafen. In denselben Gewässern brachten vor kurzem Piraten ein spanisches Fischerboot und eine französische Yacht in ihre Gewalt.

Tausende von Somalis begrüßten auf der 15 km langen Straße zwischen dem Flughafen und der Stadt Jowhar Präsident Addullahi Yuzuf Ahmed und seinen Premierminister Mohamed Ali Ghedi, die vor Ort die Möglichkeit untersuchen wollen, die neugewählte Regierung aus dem Exil in Kenia nach Mogadischu zu verlegen. Ob die Sicherheitslage es erlauben wird, die Hauptstadt zu besuchen, ist noch nicht geklärt.

Die Ernährungslage im Land hat sich seit Juli drastisch verschlechtert. Laut dem Welternährungsprogramm (WFP) leiden inzwischen schätzungsweise 300.000 Personen an Hunger. Grund sind Vertreibung durch Krieg und gestiegene Lebensmittelpreise.

Nach sieben Monaten haben somalische Piraten den südkoreanischen Tanker „Samho Dream“ gegen Zahlung einer Rekordsumme von 9,5 Millionen Dollar freigegeben, die höchste Lösegeldsumme, die bisher bezahlt wurde. Das Geld soll von einem Helikopter abgeworfen worden sein. Der Tanker ist mit Öl im Wert von 170 Millionen Dollar unterwegs in die USA.

Drei Mitarbeiter von ‚Medicins Sans Frontières‘ , ein kenianischer Arzt und ein französischer Logitikexperte und der somalische Fahrer kamen bei einem Bombenanschlag in Kismayo um, das bisher relativ friedlich war. In Mogadischu werden immer wieder Regierungsgebäude und äthiopische Soldaten angegriffen. Der neue Premierminister Nur Adde versucht, sich mit dem Hawiye Clan zu arrangieren.

Nach den erneuten Kämpfen zwischen somalischen Regierungstruppen und radikal- islamischen Milizen mit vielen Toten und Verletzten, hat nun die Regierung des gemäßigten Islamisten Sheik Sharif Ahmed eine Offensive auf die Hauptstadt angekündigt. Der Präsident hat sich einer Unterstützung durch die USA nicht abgeneigt gezeigt.

In dem lange andauernden Kampf sind in Mogadischu und im Süden die meisten Schulen geschlossen oder in Militärstützpunkte für Somali und äthiopische Truppen umgewandelt worden. Schulen werden auch bezichtigt, Terroristen heranzubilden. Junge Menschen sehnen sich nach einer Ausbildung, die sie befähigt, ihr Land wieder aufzubauen und lernen unter härtesten Bedingungen. Sie wollen nicht, dass Unwissenheit und Dunkelheit sie von Wissen und Licht abhalten.

Nach Berichten aus Mogadischu haben die islamischen Milizen, die fast die ganze Stadt kontrollieren, öffentliche Übertragungen der WM Spiele unterbunden. Es ist nicht klar, ob diese Maßnahmen gegen den Fußball oder gegen Filme gerichtet ist, die als verderblich für die Jugend angesehen werden.

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