Schlagwort: Somalia

Somalia – Aden Garar, mutmaßlicher Drahtzieher beim Anschlag auf das Einkaufszentrum in Nairobi mit über 70 Opfern und Planer von weiteren Attacken auf westliche Interessen, ist von einer US-Drohne getötet worden als diese nahe der Stadt Bardhere sein Auto traf.

Somalia – Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat Fartuun Adan mit dem Menschenrechtspreis geehrt für ihren unerschrockenen Einsatz für Frauen in dem Bürgerkriegsland Somalia. In 1991 gründete sie mit ihrem Mann die Frauenrechtsorganisation. Nach seiner Ermordung floh sie mit ihren Kindern nach Kanada, kehrte aber zurück, um den leidenden, rechtlosen Frauen beizustehen. Als Frauenaktivistin lebt sie auch heute in ihrem Land gefährlich. Die Ehrung für ihre Lebensleistung sieht sie als Ansporn, weiterzumachen. Trotz dem Leid, dem sie täglich begegnet, hat sie den „Traum von Gerechtigkeit“ nicht aufgegeben.

Somalia – Nach den kenianischen Terrorakten haben al-Shabaab Milizen wieder daheim zugeschlagen, und durch einen Selbstmordattentäter einen UNO-Konvoi in der Nähe des internationalen Flughafens angegriffen. Fünf Menschen kamen um; zwei wurden verletzt. Obwohl al-Shabaab seit 2011 von der AMISOM aus der Hauptstadt vertrieben wurde, kommt es immer wieder zu Überraschungs-Attacken.

Bei einem Angriff eines amerikanischen Kampfhubschraubers auf einen Konvoi mit Al-Kaida Kämpfern wurde einer der meist gesuchten Terroristen getötet. Der aus Kenia stammende Saleh Ali Saleh Nabhan soll für zwei Anschläge im kenianischen Mombasa im Jahr 2002 verantwortlich gewesen sein.

Piraten haben vor der Küste Somalias ein dänisches Schiff und die Besatzung auf dem Weg von Dubai nach Mombasa gekapert. Die Piraterie gefährdet die Versorgung von einer Million Menschen in der Region.

Ob ein Drohnenangriff auf einen Konvoi von Al-Shabaab Kämpfern sein Ziel erreicht hat, ihren Anführer, Ahmed Abdi Godane, zu eliminieren, ist unklar. Die USA haben auf Godane, einem der gesuchtesten Terroristen, ein Kopfgeld von sieben Millionen Dollar gesetzt. Truppen der Afrikanischen Union haben bei einer Militäroffensive gegen die islamistische Miliz die Stadt Bulomarer zurückerobert.

Inzwischen sind aus der umkämpften Hauptstadt Mogadischu 100.000 Menschen geflohen. Mit den von der Dürre betroffenen sind etwa drei Millionen Menschen in Somalia auf Nahrungsmittel angewiesen. Trotz internationaler Unterstützung und Zugeständnissen gegen die Rebellen, ist es dem neuen Präsidenten, Scharif Scheich Achmed, nicht gelungen, das Land zu befrieden. Nur eine internationale Initiative, die Regierung und Opposition im Dialog zusammenbringt, könnte zum Frieden führen.

Amnesty International berichtet, dass besonders in der Mitte und im Süden des Landes die Bevölkerung den bewaffneten Gruppen von Somali und äthiopischen Kämpfern ausgeliefert ist. Folter, Mord, Vergewaltigung und Verschleppung seien an der Tagesordnung. Mogadishu sei eine Geisterstadt. Die Bewohner werden auf der Flucht überfallen und noch in den Lagern angegriffen. Allein in 2007 sollen 6,000 Zivilisten ums Leben gekommen sein. Die Regierung dementiert diese Berichte.

Die Friedensverhandlungen zwischen den Islamisten und der Übergangsregierung von Somalia sind vorerst gescheitert. Ein neuer Termin wurde nicht vereinbart.

Dank einer guten Ernte und bedeutender humanitären Hilfe ist, laut UNO Experten, die direkte Hungerkatastrophe beendet, aber die Krise noch nicht vorbei. Noch immer brauchen 2,34 Mio. Menschen Nahrungsmittel. Es benötigt anhaltende gute Regenfälle, koordinierte langfristige Aktion und Friedensbemühungen, um die Spannkraft der Bevölkerung wieder aufzubauen.

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