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Die Überführung des Leichnams des ehemaligen Präsidenten erfolgte inmitten eines angespannten Wahlkampfs und beendete eine wochenlange Fehde zwischen der angolanischen Regierung, der Witwe von dos Santos und einigen seiner Kinder über den Zeitpunkt und den Ort seiner Beisetzung. Am Samstag, 20.08.2022 traf er in Luanda ein. Die Beerdigung wird voraussichtlich am 28. August, dem Geburtstag von Dos Santos, stattfinden.

Bei den Parlamentswahlen am 24. August werden zum ersten Mal angolanische Bürger in der Diaspora ihre Stimme abgeben. Dies ist das Ergebnis der Verfassungsänderung durch die Nationalversammlung auf Initiative des Präsidenten der Republik, João Lourenço.

Lulo Rose“ so wird der neueste und größte Diamantentenfund der australischen Lulo-Alluvial-Diamantenmine genannt. Es handle sich vermutlich um den grössten rosafarbenen Rohdiamanten, der in den vergangenen 300 Jahren weltweit gefunden wurde. Bei seiner Versteigerung könnte er mehrere Millionen Dollar erzielen. Der rosa Diamant hat eine beeindruckende Größe, aber viele klare Diamanten haben mehr als 1.000 Karat. Der Cullinan-Diamant, der 1905 in Südafrika gefunden wurde, bringt es auf 3.106 Karat und befindet sich im Zepter des britischen Souveräns.

Der dienstälteste Staatschef Angolas, Jose Eduardo dos Santos, ist im Alter von 79 Jahren am 8. Juli in einer Klinik in Barcelona gestorben. Dos Santos war über 30 Jahre lang  (1979 – 2017) eine dominante und einflussreiche Figur in der angolanischen und afrikanischen Politik und der zweite Präsident des Landes. Seine 38-jährige Amtszeit hinterließ ein Erbe, das die Meinungen innerhalb und außerhalb Angolas weiterhin spaltet. Während seiner Amtszeit wurde Angola zum zweitgrößten Ölproduzenten und drittgrößten Diamantenproduzenten des Kontinents. Dos Santos wurde daher als wichtiger stabilisierender Einfluss im Land und im südlichen Afrika angesehen, aber im gleichen Zeitraum wurde das Land für anhaltende Korruption und undemokratische Praktiken bekannt. Sein Tod fällt in eine besonders heikle Zeit für die angolanische Demokratie, da sich das Land auf die bevorstehenden Wahlen im August 2022 vorbereitet.

Mindestens 150 verschiedene Visa werden täglich von der portugiesischen Botschaft in Angola im Rahmen des im Juli 2021 unterzeichneten Mobilitätsabkommens der Gemeinschaft der portugiesischsprachigen Länder (CPLP) ausgestellt. Das Abkommen ist seit dem 1. Januar 2022 in Kap Verde, São Tomé und Príncipe, Portugal, Guinea-Bissau und Angola in Kraft. Es soll die Mobilität und den Verkehr innerhalb des CPLP-Raums fördern. Angola und Portugal unterhalten seit dem 9. März 1976 diplomatische Beziehungen und haben ein allgemeines Kooperationsabkommen geschlossen. Derzeit arbeiten sie in den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Bildung, Unterricht, wissenschaftliche Forschung, Personalausbildung, Industrie, Erdöl und Energie zusammen; auch wurde ein bilaterales Protokoll über die Erleichterung von nationalen Visa verabschiedet.

Präsident João Lourenço hat die Auslandsreisen von Ministern, Staatssekretären, Gouverneuren und stellvertretenden Provinzgouverneuren mit Wirkung vom 15. Mai ausgesetzt. Gemäß dem Präsidialerlass Nr. 113/22 gilt die Aussetzung bis zur Vereidigung des aus den allgemeinen Wahlen von 2022 hervorgegangenen Präsidenten der Republik. Die Aussetzung von Auslandsreisen gilt nicht für den Außenminister und dessen Staatssekretär.

Die stellvertretende US-Außenministerin Wendy Sherman beginnt ihre Vier-Nationen-Reise in Südafrika und reist anschließend nach Angola, Gabun und Frankreich. Mit den afrikanischen Ländern wird sie Fragen des regionalen Friedens, der maritimen Sicherheit und des Klimawandels erörtern. Anfang April hatte der Francisco Furtado (angolanische Staatsminister und Leiter der Abteilung für militärische Angelegenheiten) sich mit dem amerikanischen Verteidigungsminister Lloyd Austin getroffen und vereinbart, Angola zur führenden panafrikanischen Friedensorganisation zu machen. Dies soll durch den Modernisierungsprozess der angolanischen Streitkräfte erreicht werden.

Am 4. April 2002 beendeten die angolanische Regierung und die wichtigste Oppositionspartei UNITA den 27-jährigen Bürgerkrieg durch die Unterzeichnung eines Friedens – und Versöhnungsabkommens. Nun feierten die Angolaner, die zu Tausenden nach Luanda gekommen waren, zusammen mit Präsident Joao Lourenco und Oppositionspolitikern eine feierliche Messe als Dank für 20 Jahre Frieden, Stabilität und Wohlstand.

Der Tycoon Carlos de Sao Vicente stand zwei früheren Präsidenten nahe. Er war Schwiegersohn des ersten angolanischen Präsidenten Agostinho Neto, und in der Amtszeit von Jose Eduardo dos Santos erhielt er das Monopol, die lukrative staatlich kontrollierte Ölindustrie des Landes zu versichern. Ihm wird  Unterschlagung, Steuerbetrug und Geldwäsche vorgeworfen, Anschuldigungen, die er bestreitet. Gegen die Haftstrafe von 9 Jahren will sein Verteidiger Berufung einlegen. Die radikale Anti-Korruptionskampagne des jetzigen Präsidenten Joao Lorenco ist sehr erfolgreich, wurde aber wiederholt als politische Waffe kritisiert.

Präsident João Lourenços Bemühungen, die Korruption und die Plünderung der Staatskassen aufzuarbeiten, tragen Früchte. Versuche scheinen erfolgreich zu sein, über 11 Mrd. USD an geplünderten Geldern, die in Großbritannien, der Schweiz, Singapur und den Bermudas versteckt sind, wiederzubekommen. Die von ihm eingesetzte Anti-Korruptionskampagne verfolgt strafrechtlich José Filomeno dos Santos, den Sohn des ehemaligen Präsidenten; ihm wurde vorgeworfen, 500 Millionen US-Dollar aus dem Staatsfonds gestohlen und auf ein Bankkonto in der Schweiz überwiesen zu haben. Gegen Isabella dos Santos, der Tochter des ehemaligen Präsidenten und reichsten Frau Afrikas, wird wegen einer langen Liste von Straftaten ermittelt, darunter Missmanagement, Veruntreuung und Geldwäsche während ihrer Amtszeit beim staatlichen Ölriesen Sonangol. Im Zuge der Aufarbeitung haben die Behörden insgesamt 715 Strafverfahren wegen Korruption, Betrug, Veruntreuung und anderen Finanzdelikten eingeleitet.

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