Schlagwort: Komoren

Präsident Ahmed Abdallah Mohamed Sambi hat die UN gebeten, in der politischen Krise der Inselgruppe zu vermitteln. das Problem der bewaffneten Rebellion auf Anjouan konnte auch durch die Afrikanische Union nicht gelöst werden.

Südafrika wird für die Afrikanische Union (AU) eine 462-starke Delegation in die Komoren entsenden, um abzusichern, dass die Wahlen am 14. Mai frei und fair verlaufen.

Nach vorläufigen Zählungen ist der islamische Prediger Ahmed Abdallah Mohamed Sambi Gewinner der Präsidentsschaftswahlen, die von 800 Soldaten der Afrikanischen Union überwacht wurden. Er wird wegen seines Studiums im Iran ‚Ayatollah‘ genannt und konnte sich gegen zwei säkulare, pro-französische Kanidaten durchsetzen. Es ist der erste friedliche Machtwechsel seit der Unabhängigkeit vor 30 Jahren.

Paramilitärische Einheiten und Armee lieferten sich Gefechte auf der Insel Anjouan. Anhänger des ehemaligen Präsidenten Mohamed Bacar hatten Regierungsbüros angegriffen.

Ein Mitglied der Opposition lobte den Gerichtshof, weil er es schaffte, das Gesetz, das Präsident Mohamed Abdallah Sambis Amtszeit verlängert hätte, zu annullieren. Das Gesetz hatte für Unruhe und Unsicherheit in der Bevölkerung gesorgt.

Bereits vor dem geplanten Einsatz der AU-Truppe hat es bei Zusammenstößen zwischen der Armee und Rebellentruppen auf der Insel Anjouan mehrere Tote gegeben.

Mit einem Mandat der Afrikanischen Union wollen Tansania, Senegal, Libya und Sudan der Zentralregierung Truppen zur Verfügung stellen, um die Rebellion auf der Insel Anjouan zu beenden. Die Insel wählte im Juni 2007 eine eigene Regierung ohne Zustimmung der Zentralregierung. Frankreich will die Kinder von Flüchtlingen auf die 70 km entfernte Insel Mayotte, die unter französischer Verwaltung steht, nicht als französische Staatsbürger anerkennen.

Der Anführer der Rebellenregierung in Anjouan, Colonel Mohammed Bacar, hat sich mit einigen Anhänger auf die Insel Mayotte, die französisches Territorium ist, entkommen. Trotz Forderungen der Zentralregierung, die Verantwortlichen für den Putsch auszuliefern, wurden sie mit einer französischen Maschine nach Réunion geflogen. Die Zentralregierung will eine Interimregierung auf Anjouan einsetzen und später neue Wahlen durchführen.

Alle 27 Insassen konnten lebend aus dem Indischen Ozean geborgen werden, nachdem ihre Maschine kurz nach dem Abflug von der Hauptstadt Moroni ins Meer gestürzt war.

Die Bewohner von Mayotte votierten 2009 zu 95%, Teil Frankreichs zu bleiben. 2011 soll nun die Insel ein französisches Departement werden. Politiker der Komoren beschuldigen Frankreich, eine kolonialistische Politik zu betreiben. Wegen des höheren Lebensstandards versuchen viele Einwohner der anderen Inseln, illegal nach Mayotte zu immigrieren.

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