Schlagwort: Äquatorial Guinea

Die Anklage verlangt 30 Jahre Gefängnis für den britischen Söldner Simon Mann für seinen Teil in dem Plan in 2004, den Präsidenten des Landes zu stürzen. Man sagt, dass die gewaltigen Öl Reserven, die drittgrößten in Afrika, Anlass für den geplanten Coup waren. Mann wurde damals zusammen mit 64 andern Söldnern in Simbabwe verhaftet und dieses Jahr ausgeliefert.

Mindestens 50 Menschen sind Opfer eines Choleraausbruchs geworden.

Amnesty International hat die Hinrichtung von vier Männern verurteilt, die wegen Beteiligung an einem Angriff auf den Präsidentenpalast 2009 verurteilt wurden. Die Verurteilten waren schon vor dem Coup versuch nach Benin geflohen und wurden von dort in Januar 2010 in ihre Heimat verschleppt. Präsident Teodoro Obiang Nguema, der in Äquatorial-Guinea seit 1979 regiert, hat mehrere Coups überlebt.

Der Diktator Teodoro Obiang Nguema ist bei einer umstrittenen Wahl mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt worden. Er erhielt 96,7 % der Stimmen. Die vier Gegenkandidaten bekamen jeweils weniger als 1%. Kritiker werfen dem Präsidenten Bereicherung und Günstlingswirtschaft vor, während die Bevölkerung in Armut lebt.

Gegen Sir Mark Thatcher, dem Sohn der ehemaligen britischen Premierministerin, hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen. Er wird angeklagt, für die Finanzierung und dieOrganisation des Transports für den versuchten Putch von 2004 mitverantwortlich gewesen zu sein.

Nachdem Präsident Theodore Obiang Nguema letzte Woche die gesamte Regierung wegen Korruption aufgelöst hatte, stellte der neue Premierminister, Ricardo Mangue Obama Nfubea, ein stark reduziertes neues Kabinett vor. Von den 28 Ministern, die in der Mehrzahl der Regierungspartei PDGE angehören, sind nur zwei Frauen.

Trotz heftiger Kritik aus den Reihen von Opposition und Menschenrechtsorganisationen hat Präsident Teodoro Obiang seinen Sohn zum Vize-Präsidenten ernannt. Eine Verfassungsänderung im November 2011 hatte zwar die Präsidentschaft auf zwei Amtszeiten begrenzt, gleichzeitig aber die rechtlichen Grundlagen für den Machterhalt innerhalb der Präsidentenfamilie geschaffen. Gegen Obiang, der das Land seit 1978 regiert, läuft in Frankreich ein Gerichtsverfahren.

Im Beisein des Präsidenten Obiang haben Vatikanbotschafter und Außenminister das Konkordat unterzeichnet, das die Unabhängigkeit von Staat und Kirche bekräftigt und Rechtsfragen über Eheschließungen, Kultstätten, Krankenhaus – und Militärseelsorge klärt. Von den 676,000 Einwohnern des zentralafrikanischen Landes sind etwa 630,000 katholisch.

Öl und Gas machten Äquatorial Guinea eines der reichsten Länder Afrikas, aber der Reichtum konzentrierte sich auf einige wenige. Die Armut der Bevölkerung blieb. Auf dem letzten UNO Index der Menschlichen Entwicklung nahm Äquatorial Guinea Platz 136 von 187 ein. Weil das Land nun unabhängiger vom Öl – und Gasexport werden will, braucht es Investoren, die sich begrenzt im Land umschauen dürfen. Die Privatinvestoren könnten zu einer diversifizierteren Wirtschaft verhelfen. Dann könnten auch die Ressourcen zugunsten der Bevölkerung in Bildung und Gesundheit investiert werden.

60 Passagiere starben beim Absturz eines Antonov-Flugzeugs der Equatair Fluglinie in der Nähe von Malabo.

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