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Äquatorialguinea – Das Spiel zwischen Ghana und Äquatorialguinea musste für über 30 Minuten unterbrochen werden als Unruhen unter Fans und Zuschauern ausbrachen. Ghana Spieler mussten gegen fliegende Flaschen geschützt werden Die Polizei ging mit Schlagstöcken und Tränengas vor, und ein Helikopter flog 20 bis 30 m über den Köpfen. Ghana gewann 3.0 und wird am Sonntag auf die Elfenbeinküste treffen, die das DR Kongo Team 3:1 geschlagen hatte. Nach einem verhältnismäßig gut verlaufenen Tournier wirft der Gewaltausbruch einen Schatten auf das Ansehen des afrikanischen Fußballs.

Republik Äquatorialguinea – Seit 1979, als er seinen Onkel in einem Coup stürzte, regiert Obiang mit eiserner Hand. Wohl stellte er sich alle sieben Jahre zur Wahl, die er immer gewann, so auch gestern mit 98%. Das Ergebnis wird überall angezweifelt. Obwohl das kleine Land wegen Öl – und Erdgasvorkommen reich ist, kommen die Profite nur der Elite zugute. Das Los der etwa 800,000 Bewohner ist Armut und Unterdrückung. Dem Human Development Index (HDI) zufolge gehören sie zu dem ärmsten der Welt.

Republik Äquatorialguinea – Vom 17. Januar bis 08. Februar ist das nur 800,000 Einwohner zählende Land Gastgeber der Spiele, nachdem es kurzfristig eingesprungen war. Kritiker sagen, es besteht die Gefahr, dass die Begeisterung und der Glanz der Spiele die Armut und die schlechte Menschenrechtslage vergessen lassen. Sie hoffen, dass Journalisten mutig und interessiert genug sind, hinter die Kulissen zu schauen. Präsident Obiang Ngubuema, seit 1979 durch einen Putsch an der Macht, führt ein repressives, diktatorisches Regime. Trotz des Ölreichtums ist sein Volk Großteils bitter arm. Um sich vor der Weltöffentlichkeit als großzügiger Landesvater zu zeigen, hat er 40,000 Karten gekauft, um sie an Bedürftige auszuteilen.

Ab Juni soll die äthiopische Fluggesellschaft dreimal wöchentlich die Hauptstadt Malabo anfliegen. Man erhofft sich durch die neue Verbindung einen leichten Aufschwung in der Wirtschaft.

Der Sohn des Präsidenten, Teodoro Nguema Obiang, hat für 35 Millionen Dollar eine Villa in California gekauft. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat die US-Regierung gebeten, den Ursprung des Geldes ausfindig zu machen. HRW will gegen den Missbrauch von Erdöleinnahmen angehen. Trotz höher Ölexporte herrscht große Armut in Äquatorialguinea.

Eine südafrikanische Firma hat den Sohn des ehemaligen Präsidenten, Teodorin Nguema Obiang, vor Gericht wegen einer ausstehenden Rechnung von 7 Millionen Dollar für Bauarbeiten angeklagt. Das Gericht stellte zwei Luxusvillen des Angeklagten sicher. Die Eliten des ölreichen Landes haben sich bereichert, während die Bevölkerung von weniger als einem Dollar am Tag lebt.

Der Sohn den seit 30 Jahren rigoros regierenden Präsidenten Obiang soll einer deutschen Werft den Auftrag für eine Jacht gegeben haben, die 380 Mill. Dollar kosten soll – das Dreifache der Summe, die das Land im Jahr für das Gesundheits – und Bildungswesen ausgibt. Es ist noch nicht klar, wie weit die Geschäfte gediehen sind. Die ermittelnde Nichtregierungsorganisation „Global Witness“ hat die Werft aufgerufen, von dem Vertrag abzusehen, da das Geld aus Korruption stamme.

Der umstrittene Präsident Teodoro Obiang wurde in Addis Abeba zum Ratsvorsitzenden der AU für ein Jahr gewählt. Menschenrechtler beklagen die Tatsache, dass Afrika einen Führer hat, der sich vor 31 Jahren an die Macht putschte und dessen Regime sich durch Misshandlungen, Korruption und Selbstbereicherung auszeichnet. Seit der Regierungsumbildung vor kurzem, jedoch, sind mehrere Oppositionelle und eine Frau als Wirtschaftsministerin beteiligt.

Die Regierung verspricht dem Söldner Simon Mann, der von Simbabwe an Äquatorial Guinea ausgeliefert wurde, ein faires Gerichtsverfahren. Mann landete mit einer Gruppe von Söldnern 2004 in Harare und wird angeklagt, einen militärischen Putsch gegen die Regierung von Äquatorial Guinea geplant zu haben.

Wegen eines Angriffs auf den Präsidentenpalast im Februar 2009 hat ein Gericht sieben Nigerianer zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach Ansicht der Regierung gehören sie der nigerianischen Rebellenbewegung MEND an. Äquatorialguinea ist der drittgrößte Erdölproduzent im subsaharsischen Afrika und hat eine lange Geschichte von Putschversuchen.

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