Zwangsrückführung führt zu neuen Konflikten

Seit Dezember 2025 sind Zehntausende burundische Flüchtlinge in Tansania nach Burundi zurückgekehrt, vor allem aus dem Lager Nduta, das im April geschlossen wurde. Die meisten waren aus Burundi geflohen, nachdem die Entscheidung des ehemaligen Präsidenten Pierre Nkurunziza, eine dritte Amtszeit anzustreben, im Jahr 2015 gewalttätige Proteste ausgelöst hatte. Die Rückführungen beschleunigten sich nach November 2025, als die Dreierkommission aus Tansania, Burundi und dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) vereinbarte, die Lager Nduta und Nyarugusu bis Mitte 2026 zu schließen, wovon etwa 142.000 burundische Flüchtlinge betroffen sind. Die Zwangsrückgeführten geraten in Burundi in eine prekäre Lage: Sie erhalten lediglich eine minimale finanzielle Starthilfe (ca. 150 USD) und stehen vor dem Nichts. Es fehlt an Wohnraum, Arbeitsplätzen und grundlegender Infrastruktur, was zu schweren Landkonflikten, Armut und erneuter Binnenvertreibung führt.