Vom General zum Flüchtling

Bosco Ntaganda, „Terminator“ genannt, der über Jahre Angst und Schrecken im östlichen Kongo verbreitet hat, stellte sich der US-Botschaft in Kigali. Er kämpfte in Ruanda und im Kongo, als Soldat und als Rebell, gründete die gefürchtete M23 Gruppe und steht seit 2006 unter Haftbefehl des IStGH. Wahrscheinlich floh er jetzt vor einer rivalisierenden Rebellenfraktion; Den Haag schien ihm das kleinere Übel. Ein Prozess gegen Ntaganda könnte Licht werfen auf die Rolle Ruandas im Kongokrieg, auf die Ausbeutung der Bodenschätze sowie auf internationale Verstrickungen und könnte auch zum ersehnten Frieden verhelfen.