Geplante ECOWAS-Einheitswährung „Eco“

Der aus 12 Mitgliedern bestehende westafrikanische Wirtschaftsblock will die Währungsunion und die Einheitswährung „Eco“ im Juli 2027 einführen. Die ECOWAS erklärte, sie tendiere zu einer schrittweisen Einführung, bei der zunächst diejenigen Länder beitreten sollen, die die Konvergenzkriterien wie Inflation, Verschuldung und Währungsstabilität erfüllen. Guinea ist der erste Mitgliedstaat, der angekündigt hat, seine Landeswährung, den guineischen Franc, beizubehalten. Die wichtigsten Handelspartner des Landes liegen zudem außerhalb Westafrikas, wobei 80 % seiner Exporte nach Asien gehen. Durch die Bindung seiner Währung an die Währungen der Nachbarstaaten riskiere Conakry, bestimmte Einflussmöglichkeiten zu verlieren, erklärte der Ökonom Mohamed Camara gegenüber RFI. Der Wirtschaftsblock wird im Dezember erneut zusammenkommen, um offene Fragen zu klären, insbesondere hinsichtlich der künftigen Zentralbank, der Entscheidungsregeln und der Frage, welche Länder den „Eco“ als erste einführen werden.